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Usedom Jetzt aber richtig: Stolper feiern den 800. Dorfgeburtstag
Vorpommern Usedom Jetzt aber richtig: Stolper feiern den 800. Dorfgeburtstag
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00:00 24.02.2017
Stolpe

Die Einwohner von Stolpe haben Großes vor. „Wir werden 800!“, hat Bürgermeister Eckhard Schulz am Dienstag beim 19. Stammtisch im Schloss als Losung herausgegeben.

Denn: Die Gemeinde ist am 18. Februar 1218 erstmals urkundlich erwähnt worden. Dass die Stolper sich zu DDR-Zeiten vertan haben und 1983 mit einer 750-Jahr-Feier aufgetrumpft sind, wird abgehakt und vielleicht als Schmunzler in die Geschichte eingehen. Im eigentlichen Jubiläumsjahr wird nichts dem Zufall überlassen. So wie 2016 in Liepe, wo das Kirchenjubiläum ein ganzes Jahr lang Anlass zum Feiern war, soll sich auch in Stolpe Höhepunkt an Höhepunkt reihen. Dazu hat sich schon im November unter Leitung des Vize-Bürgermeister Falko Beitz (SPD) eine Arbeitsgruppe gebildet, deren Vorschläge am Dienstag am Stammtisch vorgestellt und diskutiert wurden.

Demnach soll zum Beispiel auch der nächste Maskenball das Jubiläum zum Thema haben. Es wird im Laufe des Jahres Wolfgang Kohlhases Film „Begräbnis einer Gräfin“ gezeigt werden, bei dem einige Einwohner als Statisten mitgewirkt haben, erklärt Beitz. Und außerdem wird noch nach einem 1962 entstandenen DEFA-Streifen mit dem Titel „Ungewöhnliche Sommertage“ gefahndet. Wer Hinweise geben kann, ist freundlichst dazu aufgefordert.

Geplant ist auch eine Podiumsdiskussion mit Zeitzeugen zum Thema „Gegen das Vergessen“. Für die zweite Jahreshälfte bereitet Sabine Curio, die bekannte Malerin, die in Stolpe zu Hause ist, eine Ausstellung im Schloss vor. Wie sich natürlich alle Veranstaltungen im einstigen Grafensitz würdig in das Jubiläumsgeschehen einreihen werden.

In einer weiteren Ausstellung sollen archäologische Funde gezeigt werden, denn nicht nur der berühmte Hacksilberschatz hat Historiker auf Stolpe aufmerksam werden lassen. Die Rede ist heute von 80 Fundplätzen. Die Gemeinde ist dazu – vor allem aus Versicherungsgründen – mit dem Landesarchiv in Verbindung.

Zurück zum Feiern: Es wird im Juni eine Mittsommerfeier geben, die mit einem Mittelalterfest verbunden wird. Und dann naht schon das große Festwochenende vom 24. bis 26. August. „Wir haben Vollmondnächte bestellt“, sagt Falko Beitz schmunzelnd. Höhepunkt der Festivitäten wird der historische Umzug sein, bei dem möglichst viele Einwohner mitmachen sollen, wünschen sich die Organisatoren.

Viele andere Ideen werden in den drei Arbeitsgruppen, die sich nun jeweils einen Schwerpunkt vornehmen, noch entwickelt werden. Anregungen gibt es genug. So wollen die Landfrauen zu einem Backwettbewerb aufrufen. Und Häuser mit einer interessanten Geschichte könnten auf einem historischen Ortspfad mit Hinweisschildern versehen werden. Prof. Störr, der Herausgeber der Usedom-Wolliner-Blätter, ist dabei, eine Festschrift zu erarbeiten.

Auch ein Logo gibt es schon. Das Votum der Stammtischbesucher für die Variante mit der Sonnenblume war Dienstagabend eindeutig. Die Sonnenblume als Symbol für ein blühendes Dorf. „Das passt zu uns“, begründen die Einwohner ihre Entscheidung. Die Idee trägt bereits Früchte. „Wir könnten überall Sonnenblumen säen“, schlägt Rita Zaborosch vor. Und Erika Skopp findet, dass man dabei die Kindergartenkinder gut einbeziehen kann. Fest steht schon jetzt: Das Logo mit der Sonnenblume in Stolpes „O“ wird tausendfach zu finden sein. Auf Button, Aufklebern, Plakaten und Einladungen. Aber gefeiert wird, wohl gemerkt, erst im nächsten Jahr.

Ingrid Nadler

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