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Jetzt ist es amtlich: Swine-Tunnel kommt!

Swinemünde Jetzt ist es amtlich: Swine-Tunnel kommt!

Mit der ersten Bau-Etappe könnte laut Aussagen der Politiker bereits begonnen werden / 85 Prozent fördert die Europäische Union

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Jacek Bojarowicz, Jerzy Szmit, Janusz Smurkiewicz, Andrzej Adamczyk, Piotr Jania und Joahim Brudzinski (v.l.).

Quelle: Radek Jagielski

Swinemünde. Das kann einer der wichtigsten Tage für Swinemünde und die gesamte Insel Usedom gewesen sein: Bau- und Infrastrukturminister Andrzej Adamczyk, Generaldirektor für Straßen und Autobahnen, Jacek Bojarowicz, und Swinemündes Stadtpräsident Janusz Zmurkiewicz unterzeichneten am Donnerstag ein Abkommen über den Tunnelbau zwischen den Inseln Wollin und Usedom. Heißt, die endgültige Entscheidung für den Baubeginn des Millionenprojektes ist gefallen. Zu 85 Prozent wird die Investition aus Mitteln der EU finanziert.

Zahlen zum Tunnel

2,3 Kilometer lang soll der Tunnel werden. 1,5 Kilometer beträgt der gebohrte Teil des Tunnels.

2 Millionen Autos nutzten 2015 die Fähren.

„Wir können sofort mit der ersten Bau-Etappe für den Tunnel beginnen“, sagte in Swinemünde Minister Andrzej Adamczyk. Stadtpräsident Zmurkiewicz: „Wenn alles nach Plan läuft, könnte der Bau des Tunnels bereits Ende 2017 beginnen.“ Trotz einer sehr deutlichen Erklärung seitens der Regierung sind sich die Behörden der Stadt bewusst, dass dies nur der Anfang ist. Alle Genehmigungen, die gesamte Dokumentation und die Ausschreibungen werden mit Sicherheit viele Monate dauern. Die Stadt hat allerdings schon viele Formalien erfüllt.

„Natürlich bin ich ein wenig vorsichtig, wie bei allen Investitionen“, sagte Joachim Brudzinski, stellvertretender Parlamentspräsident. „Ich glaube jedoch fest daran, dass der Tunnel in den kommenden Jahren entstehen wird und die Fähren dann nur als Attraktion betrachtet werden.“

Der unterschriebene Vertrag ist eine Fortsetzung des Abkommens, das 2007 unterzeichnet wurde, als die Regierung in Polen in den Händen der Partei „Gesetz und Gerechtigkeit“ war. Jetzt verspricht die gleiche Partei, die 2015 im Herbst die Macht übernommen hatte, dass dieses Mal die Investition sicherlich beginnen wird.

„Wenn in den letzten acht Jahren das Abkommen vom Jahr 2007 umgesetzt wurde, dann würde unser heutiges Treffen über die erste technische Wartung des Tunnels handeln“, sagte der Stadtpräsident. Der Generaldirektor für Straßen und Autobahnen meint, dass über acht Jahre lang der Vertrag von 2007 beiseite gelegt wurde. „Dank der Bemühungen der Stadt kann jetzt mit der Ausschreibung begonnen werden.

Während der Unterzeichnung des Vertrages wurde darüber informiert, dass der Bau zu 85 Prozent von EU-Mitteln finanziert werden soll und die restlichen 15 Prozent von Swinemünde beglichen werden. Die Stadt nutzt dabei die Einnahmen aus den Steuergeldern des Gas-Terminals (etwa 30 bis 40 Millionen Zloty pro Jahr) Der Tunnel soll als „Design and Build“ — Planungs- und Bauleistungen sollen von einem einzigen Unternehmen kommen — entstehen. Es ist noch nicht klar, ob eine Maut für die Tunnelbenutzung fällig wird. Dazu werden gegenwärtig verschiedene Lösungen analysiert. Es gibt in der Stadt bislang auch keine Informationen, was mit den Fähren passieren wird.

Eines ist sicher: Die Beteiligten sind sich der Tragweite ihrer Entscheidung bewusst. Die Zahl der Touristen in Swinemünde wächst ständig, ähnlich wie die Warteschlangen vor den Fähren.

Von Radek Jagielski

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