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Usedom „Jo Gerner“ entspannt am liebsten auf Usedom
Vorpommern Usedom „Jo Gerner“ entspannt am liebsten auf Usedom
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00:01 29.11.2017
Heringsdorf

Raue Luft, ein leichter Wind und schön knacke kalt – so mag Barbara Bahro Usedom am liebsten. Also musste es diesmal der November sein. Zumal ihr Mann dann nicht so häufig um ein Selfie gebeten wird. Klar, man kennt ihn als den fiesen Anwalt aus der RTL-Soap „Gute Zeiten, Schlechte Zeiten“ (GZSZ). Wolfgang Bahro alias Prof. Dr. Dr. Hans-Joachim „Jo“

Erholen von den vielen Drehtagen für GZSZ: Wolfgang Bahro beim Spaziergang am Heringsdorfer Strand. Quelle: Foto: Henrik Nitzsche

Beliebte Seifenoper

„Gute Zeiten, Schlechte Zeiten“ (GZSZ) ist eine von der UFA Serial Drama produzierte Seifenoper. Sie wird seit 1992 beim deutschen Privatsender RTL montags bis freitags im Vorabendprogramm ausgestrahlt. Am 15. Dezember 1992 hatte Wolfgang Bahro seinen ersten Drehtag.

Gerner wollte mal ein paar Tage ausspannen, wie er sagt. Und dies tut er am liebsten in seinem „Wohnzimmer“ auf der Insel – dem Heringsdorfer Travel-Charme-Hotel „Strandidyll“.

Entspannt trifft die OZ die Bahros in der Hotellobby. Strand, Promenade, ein bisschen Wellness, das war das Auftankprogramm. Mit Hoteldirektor Detlef Kruse verbindet ihn schon fast eine Freundschaft.

„Vor Jahren hatten wir uns in Berlin kennengelernt. Er lud mich auf die Insel zu einem Golfturnier ein“, erzählt Bahro. Golf spielen kann der Mime zwar noch immer nicht, die Liebe zu Usedom ist aber geblieben. Bahro, der schon mehrmals Gast bei den Shows des „Baltic Fashion Awards“ oder der „Bridge of Fashion“ war, hat schon einige Lesungen im Strandidyll gegeben. Doch „alle Fünfe gerade sein lassen“ – danach war ihm an dem verlängerten Usedom-Wochenende.

Der 57-Jährige, der das Theaterspielen liebt, hat eine neue Hauptrolle ergattert. Eine „Traumrolle“, wie er betont. Bahro ist als Jo Gerner bei GZSZ von Anfang an dabei. Die Rolle des Intriganten und Bösewichts steht ihm einfach gut. Doch dass er auch anders kann, zeigt er nun in einem neuen Part. Im Berliner Schlosspark Theater – Intendant ist Dieter Hallervorden – spielt er im Stück „Ein gewisser Charles Spencer Chaplin“. Dabei hat Bahro nicht irgendeine Rolle. Er mimt den weltberühmten Charlie Chaplin. Als der Anruf von Hallervorden kam, war Bahro sofort begeistert. „Ich habe meine Produktion angebettelt, mich dabei zu unterstützen“, sagt der Schauspieler. Es hat gefruchtet. Im Dezember, Januar und Februar ist Bahro mit Bürstenbärtchen als Chaplin unterwegs. „An manchen Tagen haben wir sechs Stunden geprobt, anschließend ging es zum GZSZ-Dreh. Das war schon stressig“, meint er. Vor allem körperlich habe ihm die Chaplin-Rolle einiges abverlangt. Mit WingTsun (Selbstverteidigung) und Tauchen (im Frühjahr in Neuseeland) steuert der Schauspieler dagegen.

Dass er am 15. Dezember 2017 sein 25-jähriges Jubiläum bei GZSZ feiert, kann er selbst kaum glauben. Wenn bei den Selfie-Wünschen, zumeist von jungen Mädchen, Fragen kommen, wie es in der Serie weitergeht, muss Bahro passen. „Wir drehen sechs bis acht Wochen im Vorlauf. Ich weiß da gar nicht, was aktuell läuft.“

Sicher ist aber, dass der Dr. Dr. bis 2021 in der Soap bleibt. „2016 habe ich einen Fünf-Jahres-Vertrag unterschrieben“, sagt Wolfgang Bahro, der gerne auch mal für einen Tatort vor der Kamera stehen würde. Am liebsten im Münster-Tatort. „Ich kann ja einen Bösewicht spielen. Mal mit Axel Prahl drehen, warum nicht“, meint der Schauspieler, der gar nicht so fies ist wie in der Serie. Berühmt ist er aber. Als die deutsche Fußball-Nationalmannschaft kürzlich wegen Dreharbeiten auf dem Studiogelände von GZSZ war und Bahro mit Jogi Löw abgelichtet wurde, titelte tags darauf eine Zeitung: „Zwei Legenden in Babelsberg“.

Henrik Nitzsche

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