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Usedom Jubiläumsfeier auf dem Pulower Dorfplatz
Vorpommern Usedom Jubiläumsfeier auf dem Pulower Dorfplatz
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00:01 23.04.2016
Ingo Böhme, Martin Pfeil und Matthias Andiel (v.l.) gehören zum Vorbereitungsteam des Pulower Ortsjubiläums. Quelle: Tom Schröter
Pulow

Am 28. Mai soll in Pulow ab 15 Uhr ein zünftiges Dorffest gefeiert werden. Denn in diesem Jahr begeht der kleine Ort im Lassaner Winkel sein 725-jähriges Bestehen.

Wir sind dabei, die vorhandene Dorfchronik zu ergänzen und zu aktualisieren.“Matthias Andiel

Das Jubiläum ist Gemeinschaftssache. Viele der etwa 100 Dorfbewohner bringen sich in unterschiedlicher Weise ein. Ein Vorbereitungsteam koordiniert sämtliche Vorbereitungen und die geplanten Aktivitäten. Getagt wurde dafür bereits mehrfach in der Weberei von Iris Schöne an der örtlichen Bergstraße.

Die Pulower wollen an ihrem Jubiläumstag so einiges aufbieten. „Auf dem Dorfplatz vor der Einfahrt zum alten Gutshaus sollen ein kleines Festzelt und eine Bühne aufgebaut werden“, berichtet Martin Pfeil, einer der Organisatoren. Hauptsächlich lokale Akteure bestreiten das kulturelle Programm. Wie Ingo Böhme informiert, ist zum Beispiel der Klein Jasedower Chor mit von der Partie. Die Jecken des Lassaner Karnevalklubs präsentieren Theater und Sketche, während der fahrende Musikus Jens Liesendahl aus Alt Teterin bei Anklam weitere Musiker aus der Region zur Bühnensession einlädt.

Abends hat dann die Band „Stormbirds“ ihren Auftritt. Zu den Mitgliedern aus Stralsund, Greifswald und Berlin zählen auch Tilmann Holstein und Bob Beeman, die früher in Klein Jasedow wohnten und dort regelmäßig in Konzerten zu erleben waren. Die Musik der „Stormbirds“ vereint Rhythm'n Blues- sowie Soul- und Countryfolk-Elemente.

„Auf dem Dorfplatz wird es für die Gäste unter anderem Kaffee und Kuchen geben. Die Feuerwehr ist mit einem Getränkestand zur Stelle und auch für ein Kinderprogramm ist gesorgt“, kündigt Martin Pfeil weiter an. Kati Sinhuber, Trainerin von Mensch und Pferd aus Pulow, biete Ponyreiten an, während Andreas Jade, einer von mehreren hier ansässigen Wildnispädagogen, interessierte junge Besucher in die Schnitzkunst einführen werde. Parallel dazu werde an anderen Ständen gespielt und gebastelt. „Auch das berühmte Gummistiefelweitwerfen wird nicht fehlen“, ergänzt Instrumentenbauer Ingo Böhme.

Unterdessen befassen sich Iris Schöne und Matthias Andiel mit der Fortschreibung der Ortschronik. „1991, zur 700-Jahr-Feier, hatte der Pulower Natur- und Kulturverein eine Chronik erarbeitet, die wir jetzt ergänzen und aktualisieren wollen“, erklärt Andiel. Die Historie von Pulow, dessen slawisch geprägter Ortsname soviel bedeutet wie Feld, Ort oder Wohnstätte am Feld, birgt interessante Details.

So bezog zum Beispiel Dipl.-Ing. Walter Riedel, Mitarbeiter der Heeresversuchsanstalt Peenemünde, während des Zweiten Weltkrieges im Gutshaus zeitweise Quartier. „Auch zur ominösen Geschichte, wonach 1943 eine V1-Rakete in den Pulower See geschossen wurde, haben wir neue interessante Erkenntnisse gewonnen“, so Andiel. Ein zeitgenössisches Gedicht und schriftliche Aufzeichnungen seien Indizien dafür, dass diese Geschichte nicht einfach erfunden sei.

Von Tom Schröter

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