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Usedom Jüngste Insel-Wehrführung: Tom Laudien und Nick Gransow
Vorpommern Usedom Jüngste Insel-Wehrführung: Tom Laudien und Nick Gransow
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00:00 13.05.2017
Wehrführer Tom Laudien (l.) und sein Stellvertreter Nick Gransow vor der Ehrenfahne der Koserower Feuerwehr. 14-tägig absolvieren sie mit ihren Kameraden einen zweistündigen Dienstabend. Quelle: Foto: Steffen Adler
Koserow

Sie sind die jüngsten Wehrführer im gesamten Landkreis Vorpommern-Greifswald: Tom Laudien (28) und sein Stellvertreter Nick Gransow (26) stehen jetzt an der Spitze der Freiwilligen Feuerwehr im Bernsteinbad Koserow. Damit soll langfristig gesichert sein, dass Kontinuität in die Leitungsarbeit einzieht und sich mit jugendlichem Elan, frischen Ideen und engagiertem Zupacken paart.

Beide traten zu Beginn des Jahres das Erbe von Toni Schmidt und Steven Laskowski an, die jedoch weiter ihren Dienst in den Reihen der Retter und Brandbekämpfer versehen. Nicht alles hatte so gepasst wie gewünscht, jetzt scheinen die Weichen für eine langfristige Arbeit gestellt. Tom Laudien, ausgebildeter Elektroniker, war bislang auf Montage und oft nicht vor Ort, also während der Woche auch nicht einsatzbereit. Jetzt, da er eine Anstellung beim örtlichen Bauhof hat, sieht das weitaus günstiger aus. „Die Arbeit als Wehrführer ist ja auch mit allerhand Aufgaben und hoher Verantwortung verbunden, da braucht man schon auch Zeit“, schildert er sein Tun. Die verschiedenen Aufgaben bis hin zu diversem Schriftkram teilt er sich „brüderlich“ mit Nick Gransow. Auch er nimmt die Herausforderung an und die Arbeit in Uniform ernst. „Dazu zählen die regelmäßigen Dienstabende, die Ausbildung, Arbeit an der Technik und natürlich auch die Einsätze“, zeigt er wichtige Teile des Spektrums als „Ober“-Feuerwehrmann auf. Bei einer kürzlichen Alarmierung waren acht Kameraden einsatzbereit. Das sei schon „ganz gut“, meint das Duo, gleichwohl müssten es bei einer Stützpunktwehr wie der in Koserow eigentlich 15 sein. Doch Personalknappheit ist ein Problem, dass allerorten beklagt wird.

Was die Fahrzeuge und die Ausrüstung anbelangt, sind die Koserower gut aufgestellt. Zwei Einsatzwagen, intakte Technik und Uniform im weitesten Sinne stehen zur Verfügung. „Auf meiner persönlichen Wunschliste steht noch ein feuerwehrtaugliches Boot, aber das ist nicht vorrangig“, meint Laudien, da die Nachbarn in Ückeritz damit aushelfen würden – wie Zinnowitz mit einer Drehleiter. Erfreulich sei außerdem, dass die Gemeinde der Wehr einen auskömmlichen Haushalt einräumt.

Die Ausbildung zum Gruppenführer wird sukzessive absolviert, lange Wartezeiten auf Lehrgangsteilnahmen sind bei der Landesschule für Brand- und Katastrophenschutz in Malchow allerdings (leider) die Regel. Es komme schon vor, dass man auf solch einen Lehrgang drei oder gar vier Jahre warten muss. „Es gibt zu wenige Lehrgänge“, schätzt Nick Gransow, der selbst bald an der Reihe ist, ein.

In der Ehrenabteilung arbeiten „alte Hasen“ wie „Kucki“ Krüger, Hans-Jürgen Blunck, Gerd Zekai, Herbert Mußgang und Alfred Biedenweg mit. Uli Helmer leitet sie. Und auch sechs Frauen sind Mitglied der Wehr, davon sogar drei im aktiven Dienst. Die Jugendfeuerwehr Koserow zählt zehn Mitglieder. Also insgesamt schon eine schlagkräftige Truppe.

Im nächsten Jahr feiern die Kameraden ihr 110-jähriges Jubiläum. Wenn es so stimmungsvoll wird wie der hundertjährige Geburtstag, so sollte man dabei sein. Die Grillfeste 2017 werden am 1. Juli und 12. August veranstaltet.

Die Wehr in Zahlen

Im Jahr 2018 feiern die Koserower ihr 110-jähriges Bestehen. Wie vor zehn Jahren mit großem Partyzelt und stimmungsvollem Umzug durch das Seebad.

Erst fünf Einsätze und einen Probealarm hatte die Wehr in diesem Kalenderjahr. Sehr zur Freude der Brandbekämpfer.

26 aktive Mitglieder zählt die Wehr. Davon arbeiten jedoch viele auswärts.

Ein Zugführer und acht Gruppenführer stehen bei Einsätzen an der Spitze der Mannschaft.

Steffen Adler

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