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Jugendliche trauen sich auf die große Bühne

Peenemünde Jugendliche trauen sich auf die große Bühne

Sozial benachteiligte Kinder nehmen fünf Tage an einem Musik-Camp in Peenemünde teil

Peenemünde. „Wir haben Spaß, wir haben Spaß. Wir machen unser Ding!“, lautet der Camp-Song. Den Refrain sangen alle zum Abschluss des Musik-Camps gestern im Schullandheim in Peenemünde, vor Publikum. Eltern und Freunde waren zu dem Konzert gekommen. Nach fünf gemeinsamen Tagen mit Musik und viel Spaß. Knapp 30 Kinder hatten die Möglichkeit, mit einem Team von professionellen Musikern in verschiedene Musikbereiche hinein zu schnuppern, verschiedene Instrumente auszuprobieren. Und nebenbei lernten sie, sich in eine Gemeinschaft zu integrieren und sich sozial zu benehmen. Das Camp ist thematisch auf das gemeinsame Musizieren in einer Band ausgerichtet. Es sind hauptsächlich Kinder aus sozial schwachen Familien, Kinder mit wenig Perspektive, denen dieses Jugendförder-Projekt einen anderen Blick aufs Leben ermöglichen soll. Sie bekommen hier eine Chance, die sie sonst nicht haben weil sie oft aus einem schwierigem Umfeld kommen und zu Hause keine Chance auf eine musikalische Ausbildung haben.

Dafür war die Band „Grüßaugust“ aus Berlin gekommen. Nach einem morgendlichen Work-Out hatten die Kinder zwischen 11 und 18 Jahren jeden Tag Einzelunterricht an den Instrumenten oder im Gesang.

Popsängerin Bobo, von „Bobo in white wooden houses“ aus Berlin arbeitete hauptsächlich mit den Mädchen, die mit ihrer Hilfe eigene Songs schrieben, vertonten und damit dann wirklich auftraten. Anja Schröder zum Beispiel, aus Anklam, hat gesungen. Es macht ihr Spaß, sagt sie. Und sie fand die Woche cool und lustig. Die Arbeit mit den „Großen“, den coolen Profis, war für alle ein besonderes Erlebnis. Isabell Krüger hat selbst ein Lied geschrieben, eigentlich ist sie ein bisschen schüchtern aber sie hat sich getraut, es vorzusingen. Andere spielten Instrumente.

Projektleiterin Ulrike Kretschmer hat schon mehrere solcher Camps aus dem Bundesprogramm „Pop II Go“ organisiert. Einige Kinder kennt sie deshalb aus den Vorjahren. Sie beobachtet, dass sie mutiger werden, mehr Selbstvertrauen bekommen. „Sie merken, dass sie nicht gar nichts können, was ihnen oft vermittelt worden ist in der Vergangenheit, sondern dass sie hier wirklich ein Erfolgserlebnis haben“

Juliane Voigt

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