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Usedom Junge Wasserretter trainieren auf Usedom den Ernstfall
Vorpommern Usedom Junge Wasserretter trainieren auf Usedom den Ernstfall
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01:22 04.10.2016
Es geht um den Einsatz in besonderen Gefahrenlagen.“Anke Radlof, Kreisverband DRK-Wasserwacht

„Den Wurfsack kann man entweder mit dem Schleuderwurf von unten oder mit dem Schockwurf von oben her auswerfen“, erklärt Willem Elgeti. Der junge Wasserretter von der DRK-Wasserwacht aus Berlin weihte andere junge Wasserwachtler am Wochenende in Ahlbeck im korrekten Umgang mit ihrer persönlichen Schutzausrüstung ein. Viele Strandbesucher verfolgten von der Seebrücke aus das ungewöhnliche Geschehen. Denn Wasserrettungskräfte mit Helm, Neoprenanzug und Prallschutzweste sind erst seit 2011, seither aber immer häufiger, an Gewässern in MV in Aktion zu sehen.

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DRK-Wasserwacht baut Spezialtruppe für den Einsatz in besonderen Gefahrenlagen auf

„Bei den Wasserrettern handelt es sich um Einsatzkräfte, die zusätzlich zu ihrer Ausbildung als Rettungsschwimmer auf den Einsatz in besonderen Gefahrenlagen speziell vorbereitet werden“, erläutert Anke Radlof, Leiterin des Kreisverbandes Vorpommern-Greifswald der DRK-Wasserwacht. Dadurch sei im Ernstfall ein effektives Handeln möglich und ein besserer Schutz der Retter gewährleistet.

„Ein hohes Gefahrenpotenzial besteht zum Beispiel bei Rettungseinsätzen an Buhnen und an Seebrücken und bei widrigen Witterungsverhältnissen“, erklärt Bernd Klischke, Ausbildungsleiter beim DRK-Landesverband MV. Gleiches gelte etwa für Boots- und Jetskiunfälle. Aber auch für die Absicherung von Regatten und in der Hochwasser-Gefahrenabwehr sowie als Ergänzungskräfte im Katastrophenschutz könnten Wasserretter wertvolle Hilfe leisten.

In MV gebe es noch recht wenig Spezialkräfte mit einer abgeschlossenen Wasserretter-Ausbildung, so Anke Radlof. Am Wochenende ließen sich 14 junge DRK-Wasserwachtler aus Anklam, Greifswald, von der Mecklenburger Seenplatte und aus Berlin in Theorie und Praxis in das Spezialgebiet einweisen. Einige von ihnen qualifizieren sich wiederum als Ausbilder, um ihr Wissen und Können in ihren jeweiligen Kreisverbänden an weitere künftige Wasserretter weiterzugeben. Am Samstag stand zunächst eine Suchübung nach einem an Demenz erkrankten Rentner im Uferbereich des Wolgastsees in Korswandt auf dem Programm. Nach Sanitäts- und Funkausbildung und einem Theorie-Part zogen Ausbilder und Schüler nachmittags zum Ahl- becker Strand.

Der Umgang mit dem Wurfsack, mit dem zu rettende Personen, aber auch Kameraden gesichert werden können, wurde ausgiebig trainiert; ebenso der Einsatz eines Spineboards, mit dessen Hilfe Verunfallte problemlos über die Bordwand in ein Boot befördert werden können. Auch die Rettung per Boot und Jetski und das Schwimmen mit Schutzausrüstung wurden am Wochenende trainiert. Am Montag folgte eine Prüfung. Gut untergebracht waren die Wasserwachtler in der Rettungsschwimmerunterkunft der Gemeinde Heringsdorf.

Tom Schröter

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