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Kaiserbäder wollen mehr Qualität an den Strand holen

Heringsdorf Kaiserbäder wollen mehr Qualität an den Strand holen

21 Standorte für die Strandversorgung zwischen Bansin und Ahlbeck auf dem Prüfstand / Bebauungsplan „Promenade“ soll für Neuordnung sorgen / Stilvolle Lounge ist eine Idee

Heringsdorf. Bockwurst oder Scampispieß, Bier oder Champagner – wenn es um die Versorgung der Strandgäste zwischen Bansin und Ahlbeck geht, greifen die Strandversorger in der Regel auf das klassische Imbissangebot zurück – also Bockwurst und Bier.

„In Zukunft wollen wir uns da qualitativ verbessern“, verkündet Heringsdorfs Kurdirektor Thomas Heilmann und spricht damit auf den Bebauungsplan Nr. 9 „Promenade“ an. Der dürfte in der Gemeinde einzigartig sein, denn der Plan umfasst ein etwa acht Kilometer langes Strandgebiet zwischen Bansin und Ahlbeck. Geordnet werden soll der Bereich von der Wasserkante bis Beginn erste Häuserreihe, inklusive Promenade und Radwege.

Zehn Jahre existiert dieser Plan bereits. „Die fünfte Auslage kommt nun in die Ausschüsse und dann in die Gemeindevertretung. Ende des Jahres wollen wir einen rechtskräftigen Bebauungsplan haben“, kündigt Andreas Hartwig, Heringsdorfs Bauamtsleiter, an. Aus dem Papier heraus können die Strandkorbvermieter und -versorger Bauanträge stellen. Denn für Hartwig steht fest: „Wir wollen, dass investiert wird.“ Dabei geht es der Kommune und dem Eigenbetrieb nicht nur um die gastronomische Versorgung. „Wasser, Abwasser, Strom, Bauzustand der Strandbuden, Hochwasserschutz – all das sind inhaltliche Punkte des Bebauungsplanes“, unterstreicht der Bauamtsleiter, der dazu schon diverse Runden mit dem Eigentümer der Flächen, dem Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt (Stalu), hinter sich hat.

Für Diskussion sorge auch immer wieder die Dauer der Nutzung – „festgeschrieben ist sie von März bis Oktober“, sagt Heilmann. Doch Hochsaison herrscht inzwischen auch Weihnachten und Silvester sowie in den Winterferien. Dann wollen die Gäste am Strand Bratwurst essen und Glühwein trinken. „Das ist mit dem Stalu auch geregelt“, so Hartwig, der als Idee für eine qualitativ hochwertige Strandversorgung eine Lounge ins Spiel bringt. „Stilvoll mal einen Whisky trinken und eine Zigarre rauchen oder Frühstück bei einem Sonnenaufgang erleben. Wir müssen auch dieser Klientel gerecht werden.“ Er spricht damit auf Strandbereiche in Höhe der Hotels im Vier-Sterne-Sektor an.

„Ich weiß nicht, ob man die Leute mit Frühstück an den Strand lockt. Qualitativ gute Hütten müssen es schon sein“, sagt Jens Erdmann, Strandkorbvermieter und Sportstrandbetreiber aus Heringsdorf.

Seit 1990 ist er im Bereich der Heringsdorfer Seebrücke aktiv. „Eine Neuordnung mit dem B-Plan finde ich gut. Ich würde auch investieren. Zum gastronomischen Angebot würde ich schon beim Imbiss bleiben. Wir wollen zu den Gaststätten keine Konkurrenz aufbauen.“

Ähnlich sieht das Andreas Iden. Mit seiner Frau bewirtschaftet der Gothener seit 2000 den Bereich am Heringsdorfer Fischerstrand. „Wir stehen in den Startlöchern und wollen investieren. Wasser-, Abwasser- und Stromanschluss sollen ja kommen. Wir arbeiten für die Urlauber. Da muss Qualität unser Ziel sein“, so Iden, der zum Gastronomieangebot aber an Bewährtem festhalten will. „Der Gast will am Wasser eine Grundversorgung. Das Strandleben hat sich verändert. Nach einem ausgedehnten Frühstück kommen sie zwischen 9 und 10 Uhr, um gegen 17 Uhr wieder zu gehen. Dann machen sie sich schick fürs Abendessen in der Gaststätte.“

Für Jens Golz aus Bansin bringt ein bestätigter B-Plan „endlich Planungssicherheit. In Sachen Investitionen muss man darüber reden. Manche haben schon in neue Hütten investiert“, so der Strandkorbvermieter, der den Hauptstrand in Bansin gepachtet hat.

Zur Saison 2017, so Kurdirektor Heilmann, soll es schon erste Veränderungen am Strand geben.

Henrik Nitzsche

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