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Usedom Kampf gegen die illegalen Müllberge
Vorpommern Usedom Kampf gegen die illegalen Müllberge
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00:00 05.11.2016

Wenn Heringsdorfs Bürgermeister Lars Petersen (CDU) durch die Gemeinde geht, dann bekommt er manchmal schlechte Laune. Vor allem nämlich dann, wenn er die Containeranlagen sieht, wo eigentlich Einheimische ihre Papierreste, Flaschen oder den Hausmüll entsorgen sollen. Denn immer wieder quillen die Container über. Egal, ob Sommer oder Winter.

Schwerpunkte sind der Bauhof und die Tankstelle in Ahlbeck, der Kreisverkehr in der Maxim-Gorki-Straße und der Bauhof in Heringsdorf. Seiner Meinung nach verursachen oft Gewerbetreibende und Urlauber diesen Müll, da sie in ihrer Unterkunft keine geeigneten Entsorgungsstationen vorfinden.

„Neuerdings kommen viele Essensreste hinzu. Oft laden die Verursacher ihren Müll in der Nacht ab, damit es keiner merkt. Oder sie schütten es gleich in die Toilette“, sagt Petersen. Die Essensreste locken allerdings Ratten und Wildschweine an. „Das ist das viel größere Problem“, betont er. Eine andere Variante ist, dass die Müllentsorger ihren Unrat mitnehmen und ihn in den Gemeindepapierkörben entsorgen, die beispielsweise an der Promenade aufgestellt sind.

Auch bei der Polizei gehen regelmäßig Anzeigen wegen unsachgemäßer Entsorgung von Abfall ein. „Die Verursacher verstoßen gegen das Kreislauf- und Wirtschaftsgesetz“, erklärt Bernd Nabert, Revierleiter in Heringsdorf, den fachgerechten Begriff. „Im Höchstfall kann dies mit einer Strafe von 100000 Euro belegt werden“, erklärt er. Mit diesem Höchstsatz wurde in der Vergangenheit aber niemand belegt. „Die Verursacher kann man manchmal anhand von Briefköpfen oder Beschriftungen auf Verpackungen im Müll ausfindig machen. Das ist allerdings ziemlich aufwendig“, sagt er.

Oft kommen die Anzeigen von Bürgern der Gemeinde Heringsdorf, oder die Beamten ergreifen selbst die Initiative. „Der Verdacht geht oft gegen die Betreiber der Ferienwohnungen, da diese ihren Gästen nicht ausreichend Mülltonnen zur Verfügung stellen. Und die Gäste müssen ja ihren Müll irgendwo lassen“, sagt er.

In Zukunft soll nach Angaben von Lars Petersen strenger kontrolliert werden. „Es gibt eine neue Abfallsatzung, die im Kreistag verabschiedet wurde. Nun sollen auch die Vermieter von Ferienwohnungen strenger in die Pflicht genommen werden, für geeignete Müllentsorgung zu sorgen“, erklärt Petersen. Der Kreis soll dann prüfen, ob die Vorgaben eingehalten wurden. „Diese Initiative kam auch von mir, denn beinahe jede Woche gibt es Bilder von überfüllten Mülltonnen.“ Oft stellen die Betreiber der Tonnen keine mehr auf, da sie Opfer von Vandalismus werden.

Hannes Ewert

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