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Usedom Karlshagen: Familienhotel mit Segelbooten auf dem Dach
Vorpommern Usedom Karlshagen: Familienhotel mit Segelbooten auf dem Dach
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00:29 15.06.2018
Die Einfahrt in den Hotelkomplex soll über die Strandstraße erfolgen.

Neues Hotel im Inselnorden: Die Leonwert Immobilien GmbH aus Potsdam und die RRK Holding GmbH aus Grünheide wollen in Karlshagen ein Familienhotel mit knapp 300 Betten bauen. Entstehen soll der Komplex in Karlshagen auf dem Grundstück an der Strandstraße/Ecke Dünenstraße (siehe Karte) – dem letzten lukrativen Baugrundstück im Zentrum des Ostseebades. Die geschätzten Baukosten liegen bei 30 Millionen Euro, wie Richard Bernd Tenner, Generalbevollmächtigter von RRK, am Montagabend informierte. Er sowie Architekt Axel Höer stellten im Gemeinderat den Entwurf der 1. Änderung des Bebauungsplanes für das Mega-Objekt vor. Einstimmig folgte der Gemeinderat den Plänen, die nun öffentlich ausgelegt werden.

Gemeinde stimmt für Entwurf/ Kosten: 30 Millionen Euro / Fertigstellung: 2021

104 Parkplätze

80 Stellplätze sind in der Tiefgarage des Hotels geplant. Im Außenbereich kommen 24 Parkplätze dazu.

Gerechnet wird mit einer Bauzeit von etwa 24 Monaten.

Die Änderung des B-Planes betrifft auch die Geschossigkeit – vorher war auf dem Areal ein Zwei- bis Dreigeschosser vorgesehen, nun soll es ein Vier-Geschosser sein.

„Unser Ziel ist es, im Frühjahr 2019 die Baugenehmigung zu bekommen“, so Höer, der sein Büro in Bad Lausick (Sachsen) hat. Eröffnet werden soll das Hotel im zweiten Quartal 2021.

Das Herzstück der Anlage, „die im Stil eines Kreuzfahrtschiffes gebaut werden soll“, so Tenner, sind sieben Segelboote auf dem Dach. Die sollen jeweils für vier Personen als Ferienwohnungen (Kajüten) vermietet werden. „Wir holen quasi die Ostsee ins Haus. Die Boote sind über kleine Stege erreichbar“, sagt der Architekt, der einen geschwungenen Viergeschosser mit viel Glas entworfen hat. 120 bis 140 Zimmer sind geplant. Das Erdgeschoss soll Geschäften und Restaurants vorbehalten sein.

Neben den Investoren steht auch die Baufirma fest, die den steinernen Koloss an die Strandstraße setzt – die Ed. Züblin AG. „Wir werden das Hotel schlüsselfertig übergeben“, sagt Axel Zelle, Projektentwickler von Züblin. „Ich bin schon seit 14 Jahren an dem Grundstück dran. Zwei Projekte waren in der Vergangenheit gescheitert. Jetzt passt es.“

Wer die Hotelanlage betreiben soll, steht aber noch nicht fest. „Das wollen wir in einem Ausschreibungsverfahren bestimmen. Wir haben drei Bewerber, die renommiert sind und einen guten Ruf haben“, so Tenner. Für das Prozedere habe sich der Investor eine Beratergesellschaft aus Wien (MRP Consult) ins Boot geholt, die das Bewerbungsverfahren in Abstimmung mit der Gemeinde durchführen soll. „Bis Jahresende soll der Betreiber feststehen“, betont Tenner.

Aus ökologischen Gesichtspunkten verspricht Axel Zelle eine „positive Energiebilanz. Wir wollen Thermalwasser zur Beheizung nutzen“, kündigt Zelle an. An die im Hotel dann beschäftigten rund 60 Mitarbeiter wird auch gedacht.

Wie Tenner am Montagabend ankündigte, sollen auf einem Grundstück in der Straße des Friedens vier Häuser mit 40 Wohnungen entstehen. „Die sind vorrangig für die Mitarbeiter des Hotels und Einwohner der Gemeinde gedacht.“ Die geschätzten Baukosten liegen dafür zwischen 8 und 10 Millionen Euro.

Henrik Nitzsche

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