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Karlshagen: Geplante Schul-Ehe umstritten

Karlshagen Karlshagen: Geplante Schul-Ehe umstritten

Arbeitsgruppe Bildung ist für Fusion der Grundschule und Regionalen Schule / Gemeinderat muss entscheiden

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Die beiden eigenständigen Schulen sind unter einem Dach.

Quelle: re

Karlshagen. Unter einem Dach sind sie bereits, bald auch unter einer Führung? Die Grundschule und die Regionale Heine-Schule im Ostseebad könnte es bald im Verbund geben.

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Arbeitsgruppe Bildung ist für Fusion der Grundschule und Regionalen Schule / Gemeinderat muss entscheiden

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Schülerzahlen

147 Kinder werden gegenwärtig in der Karlshagener Grundschule unterrichtet. Seit 1995 arbeiten die Einrichtung als „Volle Halbtagsschule“. 218 Jungen und Mädchen gehen in die Regionalschule Heinrich Heine. Die Schule wurde 1975 gebaut. Im Jahr 2006 wurde sie saniert und eine Aula gebaut.

Die Arbeitsgruppe „Bildungslandschaft in Karlshagen“ hat sich laut Bürgermeister Christian Höhn (WIK) mit einer knappen Mehrheit für die Aufhebung der Eigenständigkeit der Grundschule und deren Anschluss an die Regionale Schule ausgesprochen. Befürworter sehen mit der Fusion und einer Schule mit dann rund 360 Schülern auch ein besseres Absichern von Vertretungsstunden, eine mögliche höhere Stundenzuweisung für die Lehrer und mehr Möglichkeiten bei Ganztagsschulangeboten.

Der Zeitplan steht: „Mit dem Schuljahr 2017/18 könnte es in Karlshagen eine Regionale Schule mit Grundschulteil geben. Kreis und Schulamt sind natürlich dann involviert“, sagt Christian Höhn. Die Entscheidung trifft aber die Gemeindevertretung. Eine Beschlussvorlage wird im Nordamt vorbereitet. „Einen Termin für die nächste Gemeindevertretersitzung gibt es noch nicht“, so der Bürgermeister.

Damit dürfte der Protest vieler Eltern von Grundschülern verhallen. Sie haben ein klares Ziel für die Zukunft – den Erhalt der Eigenständigkeit. Der Vorstand des Schulvereins der Grundschule Karlshagen hat das noch einmal in einem Schreiben formuliert, das der OZ vorliegt. „25 Jahre erfolgreiche Arbeit, großes Engagement von Lehrkräften und Eltern, Vorreiter bei der Integration von Kooperationspartnern in das Schulleben und vieles mehr stärken uns in unserer Forderung, den jetzigen Status beider Schulen zu belassen. Es gibt für uns keine nachvollziehbaren Gründe für eine Zusammenlegung. Beide Einrichtungen sind in ihrem Bestand nicht gefährdet“, heißt es weiter.

Dies bestätigt der Bürgermeister. „Laut dem Schulentwicklungsplan des Landkreises ist die Bestandssicherheit beider Schulen bis 2019/20 gewährleistet“, so Christian Höhn, der gegen einen Zusammenschluss ist. „Ich sehe keinen Vorteil für eine Fusion. So lange beide Schulen in ihrem Bestand nicht gefährdet sind, muss man daran nicht rütteln.“

Die Diskussion um die Bildungslandschaft im Ostseebad kam nach einem Antrag der Linken im vergangenen Jahr auf die Tagesordnung. „In der Arbeitsgruppe ging es um die Bestands- und Qualitätssicherung.

Die Zusammenarbeit zwischen Grundschule und Regionale Schule gestaltete sich damals schwierig. Die Qualität in der Grundschule hatte nachgelassen. Das ist mit dem Leiterwechsel anders geworden. Antje Seber macht eine gute Arbeit“, so Höhn. Für ihn ist die Abstimmung durch die beiden Schulkonferenzen zu dem Thema ein weiteres Argument gegen eine Schul-Ehe. Während die der Grundschule dagegen ist, hat sich die der Regionalen Schule dafür entschieden.

Für den Zusammenschluss ist auch der Abgeordnete Ralf Saß von den Linken. In seiner Fraktion tendiere eine Mehrheit dafür. „Für die Entwicklung der Kinder wäre eine gemeinsame Schule besser.

Zweitklässler würden schon die Lehrer der Oberstufe kennen. Bei den Räumlichkeiten hätten wir viel mehr Möglichkeiten. Für die Entwicklung unserer Kinder ist eine Schule unter einem Dach besser“, so Saß.

Und was sagen die Schulleiterinnen? „Ich darf mich dazu nicht äußern. Ich würde aber gerne als Leiterin weitermachen, um in der Grundschule etwas zu gestalten“, sagt Antje Seber.

Ihre Kollegin von der Heine-Schule, Marlies Schönberg, sagte: „Das ist eine Entscheidung der Gemeindevertretung. Wir haben unseren Sachverstand in der Arbeitsgruppe eingebracht.“

Henrik Nitzsche

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