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Usedom Karlshagen: Mieser Sommer kann Bilanz kaum trüben
Vorpommern Usedom Karlshagen: Mieser Sommer kann Bilanz kaum trüben
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07:46 04.12.2017
Die Kindertanzgruppen der Karlshagener Heinrich-Heine-Schule gestalteten den Abend kurzweilig.
Karlshagen

Selbstbewusst, professionell und optimistisch präsentierte sich das nördlichste Ostseebad Usedoms zur traditionell festlich gestalteten Saisonauswertung 2017.

Ostseebad Karlshagen zieht stolz Bilanz über die Urlaubssaison 2017

Einige Zahlen

77967 Übernachtungs- gäste wurden im Ostseebad Karlshagen im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 20. November 2017 registriert. Das sind 995 mehr (+1,3 Prozent) als im Vorjahr. Die meisten Karlshagen-Urlauber (76,1 Prozent) wohnen in Ostdeutschland. Verkürzt hat sich die Verweildauer der Gäste. Die Urlauber blieben durchschnittlich 6,7 Tage (Vorjahr 6,9 Tage).

Die Leiterin des Eigenbetriebes „Tourismus und Wirtschaft“, Silvia-Beate Jasmand, versicherte ihren etwa 100 Zuhörern im Haus des Gastes, dass Karlshagen auch künftig „in der ersten touristischen Liga“ spielen wird. „Wir backen hier keine kleinen Brötchen“, meinte sie stolz.

Das statistische Zahlenwerk des aktuellen Jahres (bis 20. November) gibt ihr Recht. Zwar habe der verregnete Sommer und „das satte Minus von 16 Prozent Sonnenstunden“ eine Delle (-2,1%) bei den Übernachtungen verursacht, aber dennoch, so führte Frau Jasmand aus, „war unsere Saison keinesfalls so schlecht, wie das Wetter vermuten ließ.“ Insgesamt besuchten das Ostseebad 77967 Übernachtungsgäste. Das sind 995 mehr (+1,3%) als im Vorjahr. Die meisten kommen übrigens aus dem Osten Deutschlands (76,1%) und sind vor allem Sachsen (21,7%). Verkürzt hat sich die Verweildauer der Gäste. Die Urlauber blieben durchschnittlich 6,7 Tage (Vorjahr 6,9 Tage), was auch die Verringerung der Übernachtungszahl verursachte. Betrachtet man die touristische Entwicklung Karlshagens über einen längeren Zeitraum, so ist der Wandel von einem Garnisons- und Fischereistandort zum modernen Ostseebad beeindruckend.

Beeindruckend ist auch die Entwicklung des Campingplatzes, obwohl im Bereich des „Dünencamps“ die Wetterkapriolen deutlicher zu spüren waren. Hier wurden 646 Anreisen weniger (-4,2%) als im Vorjahr registriert. Wichtig: Das Fünf-Sterne-Camp ist Einnahmequelle Nummer eins des Eigenbetriebes. Dies war nicht immer so. In diesem Jahr feiert es seinen 60. Geburtstag. Bis 1991 bewirtschaftete die Gemeinde den Campingplatz. Von 1992 bis 1996 wechselten die Eigentümer und scheiterten. Nachdem es keine Bewerber gab, „traf die Gemeinde Karlshagen die aus heutiger Sicht absolut richtige Entscheidung, den Campingplatz wieder in eigener Regie zu führen“, so rückblickend die Chefin des Eigenbetriebes. 1,8 Millionen Euro an Gesamtinvestitionen flossen in die Anlage, 1,2 Millionen finanzierte die Gemeinde über Kredite, die bis 2021 getilgt sein sollen.

Erfolgreich ist auch die Entwicklung des Hafens, in dem 2017 insgesamt 5113 Gastlieger (-2,3%) verweilten. Er soll modernisiert werden und weitere zwei Anlegestellen für Wasserwanderer erhalten.

Die touristische Erfolgsbilanz Karlshagens sei vor allem auf die Menschen und deren Qualitätsarbeit zurückzuführen, betonte Jasmand immer wieder. Ob nun Hafenmeister Tino Richter, die beiden Strandvogte Günter Sawitzki und Walther Eckert oder die Familie Detlef und Helga Jornitz, deren Feriendomizile für ihre besondere Kinderfreundlichkeit bekannt sind – sie und viele andere, die am Abend ausgezeichnet wurden, „sind der Schlüssel für die weitere Entwicklung des Ostseebades Karlshagen.“ Silvia-Beate Jasmand vergaß auch nicht, ihre Mitarbeiter der Tourist-Info öffentlich zu würdigen. Die Karlshagener gehöre zu den besten Touristinformationen in ganz Deutschland. Ein guter Grund mehr, das Buffet zu eröffnen und danach reichlich Tanzrunden zu drehen.

Stefan Brümmer

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