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Karlshagens Schulen vor der Fusion

Karlshagen Karlshagens Schulen vor der Fusion

Personalplanung läuft / 30 Kollegen sollen ab kommendem Schuljahr 350 Schüler unterrichten

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In dem Haus gibt es ab 2017/18 nur noch eine Schule.

Quelle: Foto: Tilo Wallrodt

Karlshagen. Bislang waren sie getrennt, aber unter einem Dach – nach den Sommerferien sind sie vereint: Die Regionale Schule und die Grundschule in Karlshagen. Ab dem Schuljahr 2017/18 greift der Beschluss der Gemeindevertreter für die Fusion der Schulen. „Wir arbeiten an der Zusammenführung. Die Personalplanung läuft. 30 Kollegen werden wir ab dem neuen Schuljahr haben. Einige verlassen uns, die Stellen werden ausgeschrieben“, sagt Marlies Schönberg, Leiterin der Regionalen Schule, die gegenwärtig kommissarisch auch die Grundschule führt. Im neuen Schuljahr leitet sie die „Regionale Schule mit Grundschule“. So könnte die Heine-Schule künftig heißen. „Der Kreistag hat der Fusion zugestimmt. Nun warten wir auf eine Entscheidung des Bildungsministeriums“, sagt Karlshagens Bürgermeister Christian Höhn. Grünes Licht aus Schwerin dürfte aber Formsache sein.

 

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„Wir arbeiten an einem neuen Schulprogramm und an einer Kooperations- vereinbarung mit den Kitas in der Region.Marlies Schönberg, Leiterin der Heine-Schule und Grundschule

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„Über kurzfristige Investitionen im Zusammenhang mit der Fusion der Schulen soll bei einer Objekt- begehung beraten werden.Christian Höhn, Bürgermeister Karlshagen

Mit 350 Schülern und 19 Klassen zählt die Einrichtung dann zu den größten auf Usedom. „Räumlich wird sich einiges verändern“, kündigt Marlies Schönberg an. So wird es künftig ein gemeinsames Lehrerzimmer geben. Die beiden Sekretariate werden zu einem zusammengelegt – zwei Schulsekretärinnen bleiben allerdings. Das gilt auch für die beiden Schulsozialarbeiterinnen, die bislang getrennt in Grundschule und Regionaler Schule agierten. Auch sie bleiben. „Geplant ist auch ein Förderraum für eine Sonderpädagogin, die ab dem neuen Schuljahr regelmäßig in die Schule kommt. Dabei geht es um emotional-soziale Förderung sowie Sprach- und Lernförderung“, sagt die Schulleiterin, die mit ihren Kollegen bereits jetzt an einem neuen Schulprogramm arbeitet. „Den Entwurf wollen wir zum Ende des laufenden Schuljahres bereits fertig haben, um ihn in den entsprechenden Gremien zu diskutieren“, sagt Marlies Schönberg und meint damit die Schulkonferenz und den Schulelternrat. Im Juni soll es die erste gemeinsame Schulelternratssitzung geben.

Mit der neuen Schulform wird eine noch bessere Zusammenarbeit mit den Kindertagesstätten in Karlshagen, Trassenheide und Mölschow angestrebt. „Eine Kooperationsvereinbarung liegt im Entwurf bereits vor. Ende Juni soll sie unterschrieben werden“, so die Schulleiterin, die noch immer an dem Plan festhält, auf die Aula der Heine-Schule eine Etage zu setzen. Dort sollen zwei Hortgruppen untergebracht werden. Die Kommune will dafür Fördermittel einwerben. Bislang ist der Hort noch in der naheliegenden Kindertagesstätte und im ehemaligen Verwaltungsgebäude an der Hauptstraße untergebracht.

Über kurzfristige Investitionen im Zusammenhang mit der Fusion soll bei einer Objektbegehung, die Bürgermeister Christian Höhn für die nächsten Wochen ankündigt, beraten werden. Wie es mit den beiden Schul-Fördervereinen weitergeht, ist noch nicht klar.

Die Fusion der Heine-Schule mit der Grundschule war in Karlshagen lange umstritten. Eine Bürgerinitiative zum Erhalt der Eigenständigkeit der Grundschule hatte mit einem Bürgerbegehren versucht, die Entscheidung rückgängig zu machen. Anfang Januar gaben 750 Karlshagener ihre Stimme ab – 508 entschieden für die Aufhebung des Fusionsbeschlusses der Gemeindevertreter. 706 Stimmen wären aber notwendig gewesen, weil es 25 Prozent der 2822 Wahlberechtigten sein müssen. Die Befürworter setzten sich letztendlich mit ihren Argumenten der langfristigen Sicherheit des Schulstandortes, weniger Stundenausfall und zukunftsorientierter Schulstruktur durch.

Henrik Nitzsche

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