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Kaum Raser, wenig Lastkraftwagen

Koserow/Zempin Kaum Raser, wenig Lastkraftwagen

Landkreis kontrolliert anonym Geschwindigkeit zwischen Zempin und Koserow / Fazit: Großteil der Autofahrer fährt langsamer als vorgeschrieben

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Diese kleinen Boxen, die so groß wie ein Schuhkarton sind, nutzte der Landkreis, um die Geschwindigkeit zu messen.

Quelle: Tilo Wallrodt

Koserow/Zempin. Zwischen den Gemeinden Zempin und Koserow waren über die vergangene Pfingstwoche 92 302 Fahrzeuge unterwegs. Das ergab eine Auswertung des Straßenverkehrsamtes des Landkreises Vorpommern-Greifswald. Zwei unauffällige schwarze Boxen, die links und rechts der Fahrbahn angebracht waren, sollten sowohl die Geschwindigkeit der Fahrzeuge als auch deren Anzahl messen.

„Im Vordergrund stand aber die verdeckte Geschwindigkeitsmessung“, sagt Detlef Buske, Sachgebietsleiter im Straßenverkehrsamt. „Bei einem klassischen Blitzer oder einer polizeilichen Messung würden sich die Autofahrer möglicherweise an die Begebenheiten anpassen und noch langsamer fahren und bei einer schwarzen Box merkt niemand etwas von der Messung“, erklärt er. Das Ergebnis: 85 Prozent der Autofahrer sind maximal 88 Stundenkilometer gefahren. Erlaubt sind dort 100. Drei Prozent aller Pkw, die in Richtung Wolgast fuhren, waren zu schnell unterwegs, in die Gegenrichtung sind es nur 2,2 Prozent gewesen. „Die Werte sind vollkommen in Ordnung. Die Messergebnisse zeigen, dass hier keine zusätzlichen Kontrollen stattfinden müssen“, betont er.

Die Maßnahme war nach Angaben des Kreises notwendig, da es in der Vergangenheit häufiger zu Unfällen kam. „Die ermittelten Geschwindigkeiten sollten darüber Aufschluss geben, inwieweit beziehungsweise zu welchen Zeiten die Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit durch die Bußgeldstelle bzw. Polizei verstärkt überwacht werden muss“, erklärt er.

In der Zeit vom 12. Mai bis 19. Mai waren 3444 Lastkraftwagen auf der Straße unterwegs – 1803 in Richtung Wolgast, 1641 in die entgegengesetzte. Das entspricht einem Lkw-Anteil von etwa vier Prozent. „Im Vergleich zu anderen Kreis-, Bundes- und Landesstraßen ist das relativ gering. Im Normalfall gehen wir von einem Anteil von zehn Prozent aus“, erklärt Buske. Der niedrige Wert überrascht den Verkehrsexperten nicht. „Die Lastkraftwagen und Busse, die auf die Insel kommen, bleiben hier und fahren wieder weg. An der polnischen Grenze ist für die Schwerlaster nämlich Schluss, da sie den Grenzübergang aufgrund ihrer großen Last nicht nutzen dürfen. Die Usedomer Straßen sind in der Hinsicht keine Transitstrecken“, betont er.

Buske weiß, dass auf Usedom ein großer Unterschied zwischen den Sommer- und Wintermonaten herrscht. „Die durchschnittlich tägliche Verkehrsstärke ist relativ konstant in den vergangenen Jahren geblieben.“ Die Messungen werden alle fünf Jahre durchgeführt. Buske betont, dass die Aktion allerdings nichts mit der Zählung der Verkehrsstärke zu tun hatte. „Hier ging es allein um die Geschwindigkeitsmessung der Fahrzeuge.“

Sollte ein Fahrer zu schnell unterwegs gewesen sein, braucht er keine Angst vor einem Bußgeld zu haben. Die Messung war anonym.

Verdeckte Geschwindigkeitsmessung

92302 Fahrzeuge fuhren in der Zeit vom 12. Mai (12Uhr) bis 19. Mai (10.59 Uhr) an den schwarzen Boxen vorbei.

6500 Fahrzeuge fuhren durchschnittlich pro Tag in eine Richtung auf der B 111 zwischen Zempin und Koserow.

3 Prozent der Fahrer waren auf dem Weg von Koserow nach Zempin zu schnell unterwegs. Auf der Gegenspur waren es nur 2,2 Prozent.

85 Prozent der Kraftfahrer hatten eine Geschwindigkeit von maximal 88 Kilometer pro Stunde.

3444 Lastkraftwagen beziehungsweise Lastzüge waren auf der Straße in dem genannten Zeitraum unterwegs. Auch die Länge der vorbeifahrenden Fahrzeuge wurde gemessen.

Hannes Ewert

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