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Usedom Keck und handlich: Usedoms kleinste Gäste
Vorpommern Usedom Keck und handlich: Usedoms kleinste Gäste
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00:00 26.04.2016

Der Ferienpark „Waldperle“ ist gegenwärtig hermetisch abgeriegelt. Aber nicht, weil in Trassenheide ein großer Staatsmann erwartet wird, sondern weil es eher kleine Hauptdarsteller sind, die hier das Treiben verrückt machen — Chihuahuas. Ein schön gerundeter Kopf, Strahleaugen, aufgerichtete Ohren und keck in die Welt schauend, so kann man den kleinsten Hund der Welt beschreiben. Und weil die Mini-Racker mit ihren Besitzern im Inselnorden eine Woche Urlaub machen, „dürfen wir das gesamte Gelände einzäunen“, sagt Rolf Brink (68), Initiator des Hundetreffens. Wer in die „Waldperle“ will, muss kniehohe Welpengitter überwinden. Für die englischen Windhunde, die sich unter die Chihuahuas gemischt haben, keine Hürde. Doch sie sind mit drei Exemplaren klar in der Unterzahl — 96 Teilnehmer haben 104 der Vierbeiner, die nur wenig Platz brauchen, nach Usedom mitgebracht.

„Anfangs buchten wir zehn Appartements, mittlerweile brauchen wir die gesamte Anlage“, sagt Brink und erinnert daran, wie sich die Hundebesitzer vor zehn Jahren das erste Mal in Kamminke trafen. „Da waren wir 25.“ Seit acht Jahren sind sie in Trassenheide. Und die Woche hier bietet weitaus mehr als nur Strandspaziergänge. Brink hat ein Programm zusammengestellt — für die Chihuahuas ist das wie ein Cluburlaub: Hunde-Fotoshooting, Strandrennen, Tombola oder Fun-Agility-Parcours. Auch für Frauchen und Herrchen wird was geboten. Neben dem „berüchtigten“ Mädelsabend heißt die Männerrunde „Bodybuilding für Anfänger“. „Jeder bringt aus seiner Region ein Six-Pack Bier zum Verkosten mit“, sagt Brink und muss die enttäuschen, die an einen Abend mit viel Haut gedacht haben. Und wenn die Erwachsenen bei so einem Treffen von „Erfahrungsaustausch und Kennenlernen“ reden, dann gilt das auch für die Zwerghunde, die ihren Ursprung in Mexiko haben. „Der Kontakt zu anderen Hunden ist wichtig“, betont Karin Teichmann aus Eggesin. Die 65-Jährige ist mit zwei Chihuahuas und einem Windhund angereist. Gleich drei kleine Damen haben Rolf und Sabine Brink mitgebracht. „Sie müssen vor allem auf die Rüden aufpassen, die gerne mal den Macho raushängen lassen“, hat Sabine Brink so ihre Erfahrungen gemacht.

Das wohl kleinste Exemplar haben Kai Rattay (29) und seine Frau dabei. „Lola“ wiegt 1900 Gramm und passt locker in jede Handtasche. Beim Agility meistert sie alle Hürden spielend. Da zieren sich andere ganz schön — beispielsweise Tinka, die sich nur mit einer Tube Leberwurst als Köder um und über die Stangen bitten lässt. Spätestens bei der Radtour von Frauchen kann sie sich im Körbchen am Fahrrad wieder erholen. Praktisch. Gleiches gilt auch für Reisen: „Wenn wir nach Mallorca fliegen, können wir unseren Hund als Handgepäck mitnehmen“, sagt Rolf Brink. Da ist es den Chihuahua-Besitzern auch schnuppe, wenn so mancher ihre kleinen Lieblinge scherzhaft als „Fußhupe“ oder Teppichporsche“ bezeichnet.

Von Henrik Nitzsche

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