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„Keine akute Gefahr für Usedoms Küste“

Zinnowitz „Keine akute Gefahr für Usedoms Küste“

Staatliches Amt für Landwirtschaft und Umwelt in Stralsund begutachtete die Strände und nahm bislang keine größeren Schäden wahr

Zinnowitz. . Für die Usedomer Küste besteht nach bisherigen Erkenntnissen des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern keine akute Gefahr. Zu diesem Fazit kommt Amtsleiter Matthias Wolters in Stralsund auf OZ-Nachfrage. Am Donnerstag begutachteten mehrere Mitarbeiter der Behörde die Küstenabschnitte – nicht nur auf Usedom, sondern im Zuständigkeitsbereich des Amtes in Vorpommern.

„Für den normalen Strandbesucher sieht alles ziemlich verwüstet aus, doch für die Behörde haben alle technischen Anlagen, die für den Küstenschutz zuständig sind, gehalten“, betont Wolters. Für seine Kollegen ist die derzeitige Arbeit nur eine Bestandsaufnahme. „Wir schauen dann, ob es Maßnahmen geben muss oder nicht“, sagt er.

Nicht jeder Kilometer wurde inspiziert. „Wir kennen unsere Schwerpunkte. Der Norden ist eine klassische Anlandungsküste. Im Fokus unserer Arbeit stehen unter anderem Zempin, Koserow und die Steilküste vor Bansin“, sagt er. Aber dort sieht bislang alles in Ordnung aus. „Wir schauen auch dort, wo hinter der Düne oder dem Deich gebaut wurde“, erklärt er.

Während die Behörden die Küstenabschnitte kontrollieren, gehen in den einzelnen Orten die Aufräumarbeiten auf Hochtouren voran. Immer wieder finden die Mitarbeiter der jeweiligen Bauhöfe Reste von Strandkörben, Mülleimern, Strandmatten oder angespülten Müll. In Zinnowitz wurden auch Reste von Buhnen angelandet. Woher diese stammen, lässt sich nicht eindeutig sagen. Große Schäden wurden allerdings nicht gemeldet.

Zwischen Ückeritz und Bansin entdeckte OZ-Leserin Susi Bruhn aus Koserow eine Fahrwassertonne. Vermutlich stammt diese von der Hafenzufahrt nach Swinemünde. Laut Wasserschutzpolizei ist es nun die Aufgabe des Wasser- und Schifffahrtsamtes, diese Tonne dort zu bergen. So leicht wird dies aber nicht gemacht sein.

An der Koserower Seebrücke wurden gestern die ersten Schäden aufgenommen. Dort lösten sich mehrere Bretter.

Währenddessen entbrannte zwischen Zempins Bürgermeister Werner Schön und dem Land ein neuer Streit um den Küstenschutz. In einem Fernseh-Interview kritisierte Schön am Donnerstagabend, das Land habe die Gemeinde bei Strandaufspülungen immer wieder vertröstet. Sein Ministerium und Minister Till Backhaus (SPD) wies allerdings schon beim Bau des Kurplatzes darauf hin, dass es sich bei dem Bereich um ein ganz sensibles Küstenschutzgebiet handelt.

Nach Angaben des Wetterdienstes Meteomedia wird die Wetterlage mit dem Nordost-Wind bis heute anhalten, allerdings wird der Wind langsam abflauen.

Auch in Zecherin gingen die Pegelstände gestern zurück. Zuvor erwartete die Polizei einen Anstieg, da das Wasser in den Peenestrom drückte. An allen Stränden gingen die Pegelstände gestern fast auf den Normalzustand zurück.

Hannes Ewert

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