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Usedom Keramik-Fans zieht es nach Morgenitz
Vorpommern Usedom Keramik-Fans zieht es nach Morgenitz
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00:00 30.07.2018
Morgenitz

Ob bei Regen oder gleißendem Sonnenschein, die Töpfermarktfans trotzen jedem Wetter. Mit Sonnenhüten oder schattenspendenden Regenschirmen ausgestattet, bummelten auch bei der 28. Ausgabe am Wochenende wieder Hunderte Schau- und Kauflustige durch Morgenitz. Erneut waren mehr als 40 Werkstätten aus dem gesamten Bundesgebiet vertreten.

Ellen und Peter Krempl aus Kirchdorf im Bayrischen Wald wollen möglichst bald auf Usedom leben. Hier zeigen sie Töpferwaren, die sie mit eigener Stempelrolle verziert haben. Quelle: Foto: Ingrid Nadler

Viele kommen seit Jahren und haben zum Teil schon eine richtig enge Beziehung zu den Morgenitzern aufgebaut. Wie die Keramikerin Gudrun Sadewasser aus Moritzburg, die mit ihrem Stand Jahr für Jahr vor Ursel Haneys Grundstück steht und, wie beide versichern, schon fast zur Familie gehört. Ursel Haney hat schon so manches Schmuckstück bei „ihrer Keramikerin“ erworben und hat so keine Not, wenn es darum geht, Töchter und Enkeltöchter mit kleinen Geschenken zu überraschen. Überhaupt, entdeckt man beim Bummel immer häufiger kleinerformatige keramische Kunstwerke. Ja, und immer mehr Schmuck.

„Das passt zum Sommer und zu den Sommerkleidern der Frauen“, hat der Töpfer Peter Krempl aus Kirchdorf im Bayrischen Wald eine einfache Erklärung dafür, warum Paare ganz häufig gerade vor diesen Auslagen stehen bleiben. Auch seine Frau Ellen, die in Heiligendamm studiert hat, hat in dieser Richtung ganz besondere Kreationen entwickelt, die ein wenig an Muscheln erinnern und zum Norden passen.

Den eigenen Stil finden und sich unterscheiden von den vielen anderen in ihrer Branche, das treibt den 52-jährigen Peter Krempl an. Er hat eine eigene Stempelrolle entwickelt, mit der er seine Töpferware individuell schmücken kann. Er wisse, dass viele seiner Kollegen solche Rollen aus China beziehen, was dazu führe, dass sich die Muster alle irgendwie gleichen. „Ich starte hier mit meinen Rollen mal einen Testlauf.“ Am liebsten würden die beiden für immer auf Usedom bleiben. „Meine Frau ist ursprünglich aus Heringsdorf und will so gerne wieder zurück nach Hause. Und mich zieht's auch schon lange hierher. Morgenitz ist zum Beispiel ein wunderbarer Ort, um sich mit seinem Handwerk niederzulassen.“

„Ja, Morgenitz und der Töpfermarkt gehören einfach zusammen“, bestätigt auch die pensionierte Lehrerin Ursel Haney gerne. Wobei das kleine Dorf mit seiner alten Kirche und den schönen gepflegten Gärten ganz nebenbei auch selbst viele Bewunderer findet und die Kameras klicken ließ.

Ingrid Nadler

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