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Usedom Kinder-Lebens-Lauf auf Usedom
Vorpommern Usedom Kinder-Lebens-Lauf auf Usedom
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00:14 12.06.2018
Schüler der Evangelischen Schule Benz liefen am Montag zwei Teiletappen zwischen Heringsdorf und Ückeritz. Quelle: Foto: Ute Pühler
Greifswald/Insel Usedom

„Usedom setzt mit diesem Lauf Maßstäbe, die schwer zu überbieten sind. Hier haben so viele Kinder mitgemacht, das hat mich sehr berührt“, sagt Anja Bieber und hebt den Daumen. Die Vertreterin des Bundesverbandes Kinderhospiz war zwei Tage auf Usedom dabei, um den Kinder-Lebens-Lauf 2018 in der Region zu begleiten. Insgesamt werden so in 132 Tagen über 6000 Kilometer durch ganz Deutschland zurückgelegt.

Um für die Arbeit des Greifswalder Kinderhospiz- Vereins zu werben, wurden auf der Insel hunderte Kilometer gelaufen.

Gestartet wurde der Lauf am 4. Juni in Berlin durch Schirmherrin Elke Büdenbender, der Gattin von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Enden wird er am 13. Oktober wieder in Berlin. Ursprünglich sollte der Lauf von Berlin direkt nach Greifswald und von dort weiter nach Soltau in Niedersachsen gehen. Doch dank der Beharrlichkeit von Christina Kämmerer von den Laufmützen Insel Usedom, die zugleich Botschafterin des Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienstes Leuchtturm Greifswald e.V. ist, wurde der Streckenverlauf über die Insel Usedom verlängert.

Per Fahrrad wurde die tourbegleitende Engelsfackel am Sonntag von Greifswald nach Wolgast gebracht, wo der Staffellauf über die Insel Usedom begann. Auf Teilstrecken zwischen 1,5 und 6 Kilometer wurde die Fackel mit stilisierten Engelsflügeln getragen und weitergegeben. Insgesamt waren am Sonntag und Montag mehr als 200 Läuferinnen und Läufer, darunter viele Schulkinder, am Kinder-Lebens-Lauf beteiligt.

Neben den Laufmützen sicherten auch Läufer aus Wolgast die Etappen bis zur deutsch-polnischen Grenze ab. Eine der schwersten Streckenabschnitte erwischten die Kinder aus Ahlbeck mit Christine Zimmermann, Christiane Holmer und Gisela Völker als Begleitung. Bei sengender Hitze liefen sie von der Haltestelle Schmollensee bis zum Bahnhof Bansin. Die mehr als vier Kilometer hatten es in sich, vor allem der letzte Anstieg hinauf nach Bansin. Nächste Etappenstopps waren die Seebrücken in Heringsdorf und Ahlbeck. An der Grenze wurden sie von Swinemündes Stadtpräsident Janusz Zmurkiewicz und dessen Stellvertreter Pawel Sujka sowie polnischen Läufern erwartet. Gestern liefen dann Schüler der Heringsdorfer Grundschule. Kurze Zwischenstopps gab es an drei Hotels, wo die Fackel wie schon in Ahlbeck von Grundschulkind zu Grundschulkind weitergegeben wurde. An der Heringsdorfer Seebrücke übernahm die Evangelische Grundschule Benz die Fackel. Lehrer Tobias Liesong begleitete die Kinder über Bansin, wo die nächste Benzer Gruppe wartete, bis zum Caravan-Stellplatz Ückeritz. Schulleiterin Kirsten Hertrich fuhr mit dem Fahrrad nebenher. Sie hatte im Vorfeld des Laufes eine Andacht gehalten und über die Kinderhospizarbeit gesprochen. Für das nächste Schuljahr sei nun sogar geplant, ein Kinderhospiz zu besuchen.

Ewald Kruschel, Vorsitzender des Greifswalder Kinderhospizvereins, ist von der Hilfe überwältigt. „Dank der Laufmützen gibt es eine große Wahrnehmung unserer Arbeit in der Bevölkerung“, sagte er.

Heute wird die Fackel in Schwerin bei Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) erwartet. Wie Christina Kämmerer hofft Anja Bieber auf Unterstützung für ein festes Kinderhospiz in MV durch die Landesregierung.

Dietmar Pühler

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