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Usedom Kinder bekommen neue Lieblingsbücher
Vorpommern Usedom Kinder bekommen neue Lieblingsbücher
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01:30 23.04.2016

Zinnowitz. Hanna Pyritz liebt Geschichten. „Mein Vater liest mir jeden Abend vor“, sagt sie. Im vergangenen Sommer wurde die Siebenjährige in die 1a der Grundschule Zinnowitz eingeschult. „Manchmal kann ich jetzt auch schon für meinen Papa lesen“, erzählt Hanna stolz. Auf ein Lieblingsbuch kann sich das Mädchen nicht festlegen. „Das sind so viele, die kann ich nicht alle aufzählen“, erklärt sie. „Ich kenne schon alle, die im Regal stehen.“

Daher hat Hanna sich besonders über den Besuch des Rotary-Clubs Usedom, anlässlich des „Welttag des Buches“ gefreut. Unter dem Motto „Lesen lernen — Leben lernen“ hat der Verein gestern Bücher an die Erst- und Zweitklässler in Zinnowitz verteilt. „Das Projekt soll dazu dienen, Kinder zum Lesen anzuregen“, sagt Rotarierin Elfi Epperlein. „Heutzutage sitzen viele zu lange vor dem Fernsehern oder Computer.“

Dieser Meinung ist auch Harry Kamin, Klassenlehrer der 1b. „Das Interesse am Lesen ist gerade am Anfang, wenn das alles noch neu für die Kinder ist, sehr groß“, meint Kamin. „Das muss gefördert werden.“ Der Deutschlehrer begrüßt das Buchprojekt des Rotary-Clubs. „Lesen ist das wichtigste, das wir den Kindern in der ersten Klasse beibringen können“, sagt er. „Es ist der Einstieg für alles, was sie in ihrer Schulzeit lernen.“

Nicht nur die Schüler in Zinnowitz können sich über neuen Lesestoff freuen. Einen Tag zuvor wurden die Kinder in Karlshagen beschenkt, am Montag besucht der Club die Grundschule in Wolgast, am Donnerstag folgt Heringsdorf. „Das Projekt besteht seit 2007“, sagt Epperlein. Am Schuljahres- Anfang schreibt der Verein die Grundschulen auf Usedom an, im zweiten Halbjahr werden teilnehmende Klassen beschenkt. „Es ist wichtig, den Schülern die Bücher erst gegen Ende des Jahres zu geben, damit sie dann auch schon etwas damit anfangen können“, meint Epperlein. Die Rückmeldung der Schulen sei im Laufe der Jahre gewachsen. Besonders die Auswahl der Bücher komme gut an. „Die werden extra für das Projekt entwickelt“, erklärt Ralf Fleischer vom Rotary-Club.

In diesem Jahr fiel die Wahl auf das Taschenbuch „Es muss auch kleine Riesen geben.“ Auf 47 Seiten lernen die Erstklässler die Geschichte eines kleinen Riesen, der sich wünscht zu wachsen.

„Das ist witzig“, meint der Siebenjährige Bastian Becker aus der 1a, der kurz nach der Buchausgabe schon die ersten Seiten überflogen hat. „Bisher war mein Star-Wars-Buch mein Lieblingsbuch. Aber das ist noch sehr schwierig für mich“, sagt er. „Dieses Buch ist vielleicht besser.“

Sein Klassenkamerad Leon Pascal Sauck kann es auch kaum erwarten zu lesen, wie es dem kleinen Riesen ergeht. „Ich lese das zuhause mit meiner Mama“, meint er.

„Es ist wichtig, die Eltern mit einzubinden“, sagt Lehrer Kamin. Dass jeder seiner Schüler ein eigenes Buch erhalten hat, begrüßt der Pädagoge. „Schulliteratur ist ja durchaus begrenzt. Bei dieser Geschichte können sich die Schüler in Ruhe zuhause ausprobieren.“

Gegen Ende des Schuljahres möchte der Pädagoge in einer kleinen Projektwoche das Buch im Unterricht besprechen. Dazu hat der Rotary-Club ein Begleitheft für Lehrer angefertigt, in dem Aufgaben und passende Spiele vorgeschlagen werden.

Von Katharina Ahlers

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