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Klimaschutz: Heringsdorf will Vorreiter sein

Heringsdorf Klimaschutz: Heringsdorf will Vorreiter sein

Beirat der Gemeinde hat sich konstituiert / Künftig soll das Gremium bei allen kommunalen Bauprojekten angehört werden /Solarcarport in Vorbereitung

Heringsdorf. Bisher gehörten Schlagzeilen zur LED-Straßenbeleuchtung und zu Elektrobussen kleineren Inselorten wie Stolpe und Ückeritz. Geht es nach Bürgermeister Lars Petersen (CDU), dann sollen aber die Kaiserbäder beim Klimaschutz künftig Vorreiter in der Region sein. „Ich freue mich, dass wir das nach langem Kampf hinbekommen haben. Das ist eine spannende Aufgabe“, sagte er bei der konstituierenden Sitzung des Klimabeirates am Mittwochnachmittag.

So soll das Gremium von nun an bei allen Bauprojekten im kommunalen Bereich gehört werden. Petersen erhofft sich durch die Fachkompetenz der im Klimabeirat vertretenen Personen Unterstützung bei der Ideenfindung und Umsetzung klimarelevanter Maßnahmen. So etwa bei der Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED oder der Installation von Elektrozapfsäulen in den Kaiserbädern.

Deshalb freut sich Petersen, dass die Gemeindevertretung jüngst den Weg ebnete, dass in der Ahl-

becker Egelinskistraße ein Solar-Carport errichtet werden kann. Diese Ladestation, die von der Bürgergenossenschaft Inselwerke eG betrieben wird, soll bereits am 26. Juni eingeweiht werden. Der Standort wird dann der Zielpunkt eines E-Mobil-Korsos von Berlin nach Usedom sein, an dem 20 Personen mit elf Elektrofahrzeugen teilnehmen. Diesen Termin will auch der Klimabeirat nutzen, um sich erstmals der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Laut Petersen befinde sich die Gemeinde in Sachen Klimaschutz auf einem guten Weg. So sei die Projektierung für die Umrüstung der rund 3000 Straßenlampen auf energiesparende LED-Leuchten bereits abgeschlossen. Auch denke man darüber nach, für den Ordnungsdienst ein Elektroauto anzuschaffen.

Der Bürgermeister betonte, dass die Gemeinde mit dem Klimaschutzkonzept von 2014 eine wichtige Voraussetzung geschaffen habe, um leichter Fördermittel für klimarelevante Maßnahmen einzuwerben. Die Gemeinde ist im Klimabeirat durch zwei Mitarbeiterinnen vertreten. Ines Noack und Juliane Krause vom Amt für Gemeindeentwicklung und Bauen werden gemeinsam in Stellvertretung für den Bürgermeister den Klimabeirat leiten.

Für die nächste Sitzung im September unterbreiteten sie dem neugeschaffenen Gremium einige Themenvorschläge. Zu den Projektideen zählen die Teilnahme am Tag der erneuerbaren Energien im April 2017 sowie an den zwei Bundeswettbewerben „Klimaaktive Kommune“ und „Klimaschutz im Radverkehr“. Zudem soll mit der Grundschule und der Europaschule ein Klimafrühstück als Projekt gestartet werden, um Kinder für den Klimaschutz zu sensibilisieren. Weitere Themen sind die Gestaltung einer Homepage, die Einbindung sozialer Einrichtungen und ein klimafreundlicher Örtlicher Personennahverkehr.

Von Dietmar Pühler

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