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Usedom Klinik-Bürgerinitiative: „Wir machen weiter!“
Vorpommern Usedom Klinik-Bürgerinitiative: „Wir machen weiter!“
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02:34 17.06.2016

Aufgeben? Verboten! Darauf haben sich die Mitglieder der rund 40 Damen und Herren zählenden Krankenhaus-Bürgerinitiative am Mittwoch verständigt. „Wir lösen uns nicht auf“, versichert BI-Mitglied Walter Klingner. Davon lasse man sich auch von der enttäuschenden Entscheidung des Schweriner Landtages gegen die Volksinitiative nicht abbringen. Die hatte bekanntlich mit 19000 Unterschriften im Rücken gefordert, die über den Jahreswechsel 2015/2016 geschlossenen Stationen Geburtshilfe, Gynäkologie und Pädiatrie am Standort Wolgast wieder zu eröffnen (die OZ berichtete). „Wir müssen dran bleiben, vor allem deshalb, weil bis heute keine Notfallversorgung für erkrankte Kinder in der Region installiert worden ist“, sagt Lars Bergemann (Die Linke), der am Mittwoch in den Vorstand der BI aufgerückt ist. Alles was dazu bislang an Erklärungen durch Landespolitiker wie Regierungschef Sellering oder Sozialministerin Hesse (beide SPD) abgegeben worden ist, seien im Grund nur vage Absichtserklärungen, kritisiert Bergemann. Nun werde endlich „ein schriftlich formuliertes Konzept“ dafür gefordert. Nach Informationen unserer Zeitung ist jedenfalls der Anlauf, eine Lösung mit einer Kölpinseer Reha-Klinik zu finden, gescheitert.

Wir machen offen- siv weiter. Und wir haben eine gewisse Hoff- nung auf den Wahlausgang im September.“Anke Kieser, BI-Vorsitzende

Strategisch betrachtet will die Initiative „eine langfristige, gesicherte Gesundheitsversorgung für den Bereich Insel Usedom, Wolgast und Anklam“ fordern. Ausgesetzt werden sollen hingegen die bis vor kurzem noch regelmäßig abgehaltene Mahnwache vor der Klinik an der Chausseestraße. Man wolle andere Wege suchen, Druck auf die Verantwortlichen in der Uni-Medizin, am Krankenhaus und in der Politik auszuüben. Den Austritt von Wolgaster THW-Mitgliedern bedauert die BI; noch bedauerlicher sei hingegen die Reaktion der Landrätin, mit den Mitgliedern reden zu wollen, anstatt „das Übel an der Wurzel zu packen.“

Unterdessen hat die Links-Fraktion im Kreistag von Vorpommern-Greifswald in einem Brief an Ausschusschef Bernd Schubert (CDU) gefordert, die kurzfristig abgesagte Sitzung des Kreissozialausschusses doch einzuberufen. Schubert soll mangels Vorlagen der Verwaltung beabsichtigt haben, den Termin zu annullieren. Doch die Linke hält dagegen. „Ein solcher Ausschuss ist doch auch dazu da, selbst Themen zu setzen“, meint Bergemann. Außerdem sei der Kreis im Beschluss des Landtages vom 9. Juni explizit dazu aufgefordert worden, mit den zuständigen Stellen alles zu unternehmen, um die kinderärztliche Notfallversorgung abzusichern. Ob dies, wie die Landesregierung angeblich gefordert hat, bis zum 1. Juli für die Insel Usedom überhaupt im Bereich des Möglichen liegt, sei unklar.

Ferner will die Fraktion wissen, wie sich Landrätin Syrbe und Kreissozialdezernent Scheer zur Sachlage positionieren.

Anke Kieser, Vorsitzende der BI, zeigt sich entschlossen: „Wir machen offensiv weiter, wollen mit der Unimedizin direkt in Kontakt treten und haben eine gewisse Hoffnung auf den Wahlausgang im September.“

Steffen Adler

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