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Usedom Klinikleitung verspürt wieder mehr Vertrauen
Vorpommern Usedom Klinikleitung verspürt wieder mehr Vertrauen
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00:01 13.12.2017
Die aktuelle Leitung des Hauses (v.l.): Geschäftsführerin Marie le Claire, Betriebsratschef Michael Piest, die Leitende Chefärztin (kommissarisch) Prof. Dr. med. Elisabeth Steinhagen-Thiessen und Holger Miltzow, Pflegedienstleiter. Quelle: Foto: Steffen Adler
Wolgast

Stabilität in der Stellenbesetzung und eine hohe Qualität in der medizinischen Versorgung. Das sind die wichtigsten Ziele, die die Geschäftsführung des Kreiskrankenhauses Wolgast nach den Turbulenzen der jüngeren Vergangenheit schon mittelfristig erreichen will. Dabei sollen die Innere Medizin und die Chirurgie, die Geriatrie und die Notfallmedizin wichtige Säulen des künftigen Portfolios sein. Marie le Claire, Geschäftsführerin der Klinik, sieht überdies in einer wirklich gelebten Partnerschaft mit der Universitätsmedizin Greifswald sowie einer hochmotivierten Wolgaster Belegschaft sehr gute Chancen, den begonnenen Wandel erfolgreich fortzusetzen und das Profil des Hauses weiter zu schärfen.

Wann tatsächlich wieder mit schwarzen (oder besser ausgeglichenen) Zahlen zu rechnen sei, könne momentan allerdings noch nicht prophezeit werden. „Doch entscheidend wird das Jahr 2019 werden“, so le Claire, die zur Zeit auf der Suche nach einem Geschäftsführer ist, der sich vor Ort voll einbringt und energisch für das Gelingen der Mission Kreiskrankenhaus Wolgast engagiert. „Ein richtiger Kümmerer muss es sein, den brauchen wir hier“, sagt sie, auch im Hinblick auf ihre Doppelbelastung bei der Unimedizin und im Kreiskrankenhaus.

Dennoch konstatiert sie erleichtert, unterstützt von Professor Elisabeth Steinhagen-Thiessen (Chefin der Geriatrie und leitende Chefärztin des Hauses), dass es bereits gelungen sei, etliche offene Stellen wieder zu besetzen; darunter seien sowohl Pflegefachkräfte und Mediziner als auch fünf Schwestern, die das Haus vor gar nicht allzu langer Zeit verlassen hatten, aber nun wieder Licht am Horizont sähen und zurückkehrten. „Das hängt auch mit der nahezu luxuriösen Ausstattung der Stationen zusammen“, erklärt die ehemalige Charité-Professorin. Und bezieht sich dabei ausdrücklich auch auf die Kinderportalpraxisklinik, die als Modellvorhaben für die nächsten drei Jahre ausfinanziert ist. Wie es hier, wo derzeit fünf Pädiater gebunden sind, nach Ablauf der Subventionierung weitergeht, sei derzeit „bekanntlich in der politischen Diskussion.“ Le Claire geht davon aus, dass die Verantwortlichen in Bund und Land, aber auch vor Ort zu einem tragfähigen Kostenübernahme-Kompromiss finden – wahrscheinlich über die Krankenkassen.

Für die zur Zeit 326 Mitarbeiter der Klinik gilt bekanntlich ein Zukunftssicherungstarifvertrag, der bis Mitte 2019 betriebsbedingte Kündigungen ausschließt. „Im Gegenzug verzichten Mitarbeiter auf Lohn und Teile der Zusatzzahlungen“, erläutert Betriebsratschef Michael Piest. Er bestätigt, dass sich die Atmosphäre im Haus deutlich gebessert habe, wieder Ruhe eingezogen sei. „Das sicher auch, weil die Kommunikation, in der Vergangenheit ohne Zweifel ein echtes Manko, deutlich besser geworden ist“, findet Piest.

Die Wogen etwas geglättet haben sich offenbar außerdem in den lange Zeit sehr angespannten Beziehungen zwischen der Bürgerinitiative (BI) und der Geschäftsführung. Eine Gesprächsrunde in der Vorwoche (die OZ berichtete) könne nach Auffassung beider Seiten ein neues Miteinander begründen. Dabei ist man übereingekommen, sich künftig regelmäßig über alle relevanten Fragen auszutauschen. Ein Tag der offenen Tür im nächsten Frühjahr gilt als ebenso vereinbart wie eine stärker beratende Funktion des Krankenhausbeirates, ergänzt durch ein BI-Mitglied. Besprochen wurde auch, wie es gelingen kann, Schulabgänger der Region in der Ausbildung für den Praxisteil fest an den Standort Wolgast zu binden. Für die BI bekräftigte die Vorsitzende, Anke Kieser, dass die offene Diskussion den Eindruck vermittelt habe: „Unsere Sorgen und Hinweise werden jetzt ernst genommen.“

In der Planung befindet sich schließlich auch der Um- und Neubau der Notaufnahme. An den Anträgen werde geschrieben, los gehen soll es schon 2018.

Steffen Adler

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