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Usedom Korswandter Ferienlager wird Wohngebiet
Vorpommern Usedom Korswandter Ferienlager wird Wohngebiet
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00:00 10.05.2016
Bis kurz nach der Wende erholten sich hier noch Kinder, jetzt soll das Areal ein kleines Wohngebiet mit acht Parzellen werden. Quelle: hni

Die Tage der alten Baracken des ehemaligen Betriebsferienlagers der VEB Gummiwerke Thüringen in Korswandt sind gezählt. Eine Eigentümergemeinschaft hat das Grundstück in der Bergstraße gekauft — Ziel ist die Erschließung und die Bebauung mit Eigenheimen. „Wenn wir die Baugenehmigung haben, schauen wir weiter. Wir haben keinen Druck“, sagt Sven Niefünd, einer der Investoren. Der Ahlbecker Transportunternehmer plant dort acht Parzellen. „Mindestens 450 Quadratmeter groß sollten die Grundstücke sein“, sagt Korswandts Bürgermeister Karl-Josef Wurzel und nennt damit eine Forderung der Kommune. Ein reines Wohngebiet soll es werden, so Wurzel, der froh ist, dass die verfallenen Gebäude bald verschwinden.

Mitte der 1950er Jahre entstand das Lager. Zuletzt war hier der Garzer Horst Trettin Hausmeister. „1985 habe ich dort angefangen. Im Sommer haben sich hier bis zu 300 Kinder erholt“, erinnert sich der 82-Jährige. 1991 sei das Ferienlager geschlossen worden — Trettin blieb aber. „Ich wurde zwar entlassen, kümmerte mich aber bis 2014 noch um das Objekt.“

Die erste Runde zum Bebauungsplan mit den Trägern öffentlicher Belange ist durch, wie Viola Pfitzmann aus dem Bauamt des Südamtes in Usedom sagt. Ursprünglich sollten es zehn Grundstücke auf dem Areal sein. „Die Forst hat auf den Waldabstand hingewiesen, so dass es jetzt acht sind. Ein Problem ist das denkmalgeschützte Gebäude, das sich auf dem Gelände befindet“, sagt Viola Pfitzmann. Laut Wurzel ist das Haus über 130 Jahre alt. Mit einem möglichen Um- oder Ausbau hat sich Sven Niefünd aber noch nicht beschäftigt: „Das bleibt erstmal außen vor.“

Bis Mitte Juni liegen die Unterlagen für den Bebauungsplan nun im Südamt in der Stadt Usedom aus. Sollten keine Einwände mehr kommen, folgen laut Viola Pfitzmann der Abwägungsbeschluss sowie der städtebauliche Vertrag, der die Kostenübernahme durch den Investor regelt. Sie rechnet noch in diesem Jahr mit der Genehmigung zum Bauen.

Von „reichlich Anfragen“ für das neue Wohngebiet berichtet Sven Niefünd, der mit den notwendigen Unterlagen die Planung vorantreiben will. „Abriss, Erschließung — das sind dann die nächsten Schritte“, so der Unternehmer.

Wohngebiete im Südamt

Zempin: Im „Wohngebiet östlich der Hansestraße“ sind neun Parzellen geplant. Der B-Plan ist rechtswirksam.

Ückeritz: Hinter der Tischlerei im Ückeritzer Gewerbegebiet wird gegenwärtig ein B-Plan umgesetzt. Sieben Parzellen sind hier geplant.

Pudagla: Das vorhandene Baugebiet „Zum Achterwasser“ wird um drei Baugrundstücke erweitert. Der Plan befindet sich in der Genehmigungsphase. Im Wohngebiet an den Angelteichen sind noch drei Flächen bebaubar.

Benz: Zwischen Behn-Straße und Labömitzer Straße soll ein Wohngebiet entwickelt werden. Auf der Fläche sind elf Baugrundstücke geplant.

Zirchow: Mit einem Beschluss will die Gemeindevertretung demnächst den Weg frei machen für ein kleines Wohngebiet im Ortsteil Kutzow.

Von Henrik Nitzsche

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