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Usedom Koserow: Seebrücke ab heute gesperrt
Vorpommern Usedom Koserow: Seebrücke ab heute gesperrt
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00:00 09.08.2013
Dieser Blick vom Seebrückenkopf bleibt den Koserowern und ihren Gästen eine Weile versperrt, hoffentlich nur vorübergehend. Quelle: ag
Koserow

Seit gestern ist es traurige Gewissheit: Die Koserower Seebrücke muss mitten in der Hauptsaison gesperrt werden.

Seit langem ist ein Spaziergang über die 1993 erbaute Brücke nicht nur ein Höhepunkt für die Gäste und Einwohner und der Seebrückenplatz nicht nur die zentrale Öffnung Koserows zur Ostsee. Immer wieder musste die Seebrücke, an der auf ihrem Weg von Zinnowitz nach Swinemünde auch die Adler-Schiffe anlegen, in jüngster Zeit für Reparaturen gesperrt werden.

Schon bald nach der Einweihung zeigte sich, dass die Absenkung in Richtung Seebrückenkopf dem Wasser vorragende Angriffsflächen boten. Die Naturgewalten konnten sich nahezu ungebremst am Unterbau austoben. „Die Mängel waren schon lange augenscheinlich“, sagt Bürgermeister Detlef Kronenfeld. Aus diesem Grund gab die Gemeinde im Mai 2013 ein Gutachten in Auftrag, das Auskunft über den tatsächlichen Zustand geben sollte.

Jetzt liegt es vor. „Das Ergebnis ist niederschmetternd“, sagt Kronenfeld. „An der Tragkonstruktion gibt es gravierende Mängel, so dass eine weitere Nutzung ab sofort auszuschließen ist“, sagte der Bürgermeister gestern, als er für heute 6 Uhr schweren Herzens die Sperrung der Brücke veranlasste.

Die gute Nachricht: Der Prüfer räumt ein, dass die Brücke nocheinmal saniert werden könnte. Allerdings mit einem nicht näher bezifferten Aufwand, von dem Kurdirektorin Nadine Specht (28) annimmt, dass dieser enorm sein werde. „Dass wir die Brücke reparieren, ist keine Frage. Die Seebrücke gehört zu unserem Ostseebad und wir werden alles Mögliche unternehmen, damit sie wieder genutzt werden kann. Wir werden eine Lösung herbeizaubern“, lautet die kämpferische Ansage der Kurdirektorin.

Rund drei Millionen Mark hatte der Bau der Brücke 1993 gekostet, wie bei anderen Seebrücken zahlte das Land 90 Prozent der Bausumme. Dass eine solche Förderung auch bei der Sanierung möglich wird, glaubt Kronenfeld zwar nicht — trotzdem hofft der Bürgermeister, dass die Gemeinde mit ihren Problemen auch jetzt nicht allein gelassen wird. Er will sich um finanzielle Hilfe bemühen.

„Ich bin zuversichtlich, dass die Gemeindevertretung dafür stimmt, dass die Seebrücke wieder so instand gesetzt wird, dass jeder sie gefahrlos betreten kann. Die Seebrücke gehört inzwischen zu Koserow wie der Streckelsberg“, stellt auch der Bürgermeister klar.

Flanieren über den Wellen — in Koserow ist das vorläufig passé. Lediglich die Rettungsschwimmer dürfen den Turm am Brückenzugang in diesem Sommer vorläufig weiter nutzen.

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