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Usedom Koserow plant Neubau der Schule
Vorpommern Usedom Koserow plant Neubau der Schule
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00:01 28.08.2018
Die Grundschule in Koserow ist zu klein geworden, deshalb ist ein Neubau geplant. Quelle: Foto: Hni
Koserow

Eltern, Lehrer und Gemeindevertreter schauen heute Abend gespannt auf die Sitzung des Koserower Kirchengemeinderates. Dort soll nämlich über eine Anfrage des Südamtes an die Kirche beraten werden. Für den Neubau einer Amtsgrundschule in Koserow benötigt die Kommune ein Grundstück von der örtlichen Kirchengemeinde. In dem Schulcampus sollen einmal 200 Kinder der Klassenstufen eins bis vier, jeweils zweizügig, unterrichtet werden. Die Kirchenfläche ist Inhalt der Planung der Grundschule, die vom Planungs- und Architekturbüro Achim Dreischmeier erarbeitet wurde.

Kommune braucht Grundstück der Kirche / Pastorin: Schwierige Entscheidung

Wenn es nach Koserows Bürgermeister Renè König geht, soll die neue Schule in drei Jahren eröffnet werden. „Wir brauchen eine Entscheidung, um die Planung zu bestätigen und Fördermittel zu beantragen.

Bis jetzt haben wir noch keine Antwort. Wir als Gemeindevertretung können uns aber nicht vorstellen, dass sich die Kirche dieser guten Sache verschließen wird“, sagt der Bürgermeister.

Weil es bislang keine positive Rückmeldung seitens der Kirche gab, wurde in der jüngsten Gemeindevertretersitzung eine alternative Planung vorgestellt. „Die würde weitaus teurer werden. Das wären 500 000 bis 600 000 Euro mehr. Wir müssten die Schule dann auf dem Schulhof errichten, der uns dadurch verloren geht. Auch den kleinen Sportplatz würden wir verlieren und müssten stattdessen ein neues Mehrzwecksportfeld bauen. Die Platzverhältnisse wären dann auch viel schlechter“, sagt König, der bei der Variante A – mit Kirchengrundstück – von einer Investitionssumme von über sechs Millionen Euro ausgeht. Der Neubau könnte parallel zum laufenden Schulbetrieb errichtet werden. „Die alte Schule würden wir für generationsübergreifende Angebote und Gemeindearbeit nutzen. Dort könnte auch ,Klassik am Meer’ einziehen“, blickt König voraus.

Wie die Antwort auf das Begehren des Südamtes zum Grundstück ausfällt, kann Peter Biedenweg, Mitglied des Kirchengemeinderates, noch nicht sagen. „Ich muss erstmal alle Fakten kennen und wissen, was dort geplant ist. Die ganze Verfahrensweise von der Gemeinde mit dem Grundstück fand ich schon merkwürdig“, so Peter Biedenweg.

Koserows Pastorin Bettina Morkel spricht von einer „schwierigen Entscheidung“. Der Sachstand sei der gleiche wie vor der Sommerpause. „Es gab noch keine Gespräche, weil nicht nur die Kirchengemeinde eine Entscheidung trifft, sondern auch die Kirchenleitung. Das ist eine prekäre Situation, weil das Grundstück zum Herzstück der Kirchengemeinde gehört und derzeit aktiv für die Kinder- und Jugendarbeit genutzt wird. Wiese, Haus und Kirche bilden ein Ensemble. Ich sehe einen Interessenskonflikt, weil die jetzige Nutzung und der Schulneubau beides ihre Berechtigung haben und ehrenwert sind.“ In der heutigen Runde des Kirchengemeinderates wird auch ein Vertreter des Kirchenkreisamtes Greifswald erwartet.

Dass ein Neubau der Grundschule dringend notwendig ist, betont Kerstin Kamin, Schulleiterin der Koserower Vinetaschule. „Sie wurde mal für 70 Schüler gebaut. Inzwischen sind wir bei 130. Die Klassenräume sind zu klein, die Flure und der Essenraum auch. Teilungsräume fehlen für den Förderunterricht. Mit dem Neubau hätten wir dann acht große Klassenräume, vier Teilungsräume und Platz, um Material zu lagern. Unsere stellvertretende Schulleiterin sitzt mit der Sekretärin in einem Büro. Das geht eigentlich gar nicht.“

Henrik Nitzsche

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