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Koserower missbraucht Stieftochter 331 Mal

Greifswald/Koserow Koserower missbraucht Stieftochter 331 Mal

Landgericht Stralsund verurteilt ihn zu sechseinhalb Jahren Haft / Urteil ist nicht rechtskräftig, der Mann geht in Revision

Greifswald/Koserow. Wegen schweren sexuellen Missbrauchs wurde ein 57-jähriger Koserower Ende vergangener Woche vom Landgericht Stralsund in nichtöffentlicher Verhandlung zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt. Außerdem muss sich der Mann in Therapie begeben. Das Gericht befand den Mann für schuldig, von 2012 an bis zum Januar dieses Jahres in 331 Fällen an der heute 14-jährigen Stieftochter sexuelle Handlungen vollzogen zu haben. Allerdings wurde keine Pädophilie festgestellt. Der Missbrauch fand im Einfamilienhaus, in dem die Familie lebte, in einem dazugehörigen Bungalow, im Carport und im Wald statt – immer dann, wenn die Mutter des Mädchens mit der älteren Schwester bei einem Tanzkurs war.

Die Mutter des Opfers und Lebensgefährtin des Täters hatte Anfang Januar dieses Jahres bei der Polizei Anzeige erstattet, nachdem sich die Tochter ihr anvertraut hatte. Der Koserower saß seitdem in Untersuchungshaft.

Wie der Pflichtverteidiger des Mannes, der Greifswalder Rechtsanwalt René Neumeister, gestern der OZ sagte, werde sein Mandant aber gegen das verhängte Urteil in Revision gehen. Es ist daher nicht rechtskräftig. Ziel sei es, eine niedrigere Strafe zu erhalten, da die Staatsanwaltschaft nur fünf Jahre und neun Monate Haft beantragt hatte. Außerdem sei der Mann geständig gewesen, sodass der heute 14-jährigen Stieftochter die Aussage vor Gericht erspart blieb. Allerdings sei die Annahme von 331 Missbrauchsfällen eine rein rechnerische Größe über den langen Zeitraum, da sich der Mann auch wegen seines Intellekts nicht ausreichend erinnern könne. Das Gericht hatte deshalb für die einzelnen Jahre, in denen der Missbrauch erfolgte, feste Zahlengrößen für vollzogene sexuelle Handlungen festgesetzt.

Brisant ist die Tatsache, dass der Angeklagte während der zweitägigen Verhandlung erstmals öffentlich zugab, auch die ältere Schwester des Opfers missbraucht zu haben. Diese hatte das mehrfach behauptet, allerdings war der Aussage in der Familie keine Beachtung geschenkt worden und der Stiefvater hatte die Taten stets bestritten. Ob es wegen dieser weiteren Missbrauchsvorwürfe zu einer neuerlichen Verhandlung kommt, steht noch nicht fest.

Die Mutter des Opfers ist während der Inhaftierung des Lebensgefährten aus dem Haus ausgezogen. Sie wohnt inzwischen mit den Töchtern nicht mehr auf der Insel Usedom. Cornelia Meerkatz

OZ

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