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Krankenhaus-Werbekampagne nur von kurzer Dauer

Wolgast Krankenhaus-Werbekampagne nur von kurzer Dauer

Mit einer Kampagne wollte das Wolgaster Kreiskrankenhaus sein Image aufpolieren. Doch daraus wurde nichts. Offenbar war die Plakataktion mit der Stadt nicht abgesprochen.

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Diese Plakate sollten dazu beitragen, verloren gegangenes Vertrauen zurück zu erobern. Doch sie hingen nur einen Tag lang.

Quelle: Tilo Wallrodt

Wolgast. Mit einer am Montag dieser Woche gestarteten Werbekampagne wollte das Wolgaster Kreiskrankenhaus sein Image in der Öffentlichkeit aufpolieren. Doch daraus wurde nichts. Bereits am Dienstag verschwanden die Werbeplakate wieder aus dem Stadtbild. Dem Vernehmen nach war die Plakataktion mit der Stadtverwaltung offenbar nicht abgesprochen.

Auch Constanze Steinke, Sprecherin der Greifswalder Universitätsmedizin, erfuhr gestern vom offensichtlichen Fehlstart der Werbeoffensive. Zu den konkreten Hintergründen wollte sie sich noch nicht äußern. „Wir haben in dieser Angelegenheit mit einem seriösen Dienstleistungsunternehmen der Werbebranche zusammengearbeitet und gehen daher davon aus, dass die Aktion ordnungsgemäß beantragt wurde“, so Steinke. Spätestens heute solle die Sache aufgeklärt werden.

Mit der Werbeoffensive wollte das Krankenhaus „verloren gegangenes Vertrauen zurück erobern“, hatte im Vorfeld Geschäftsführer Frank Acker erklärt und außer der regionalen Plakatwerbung auch Radiospots und Anzeigen in Tageszeitungen angekündigt. Ziel sei es, der Bevölkerung zu demonstrieren, dass der Klinikstandort Wolgast zukunftssicher sei und für moderne Therapien stehe. Die an mehreren Stellen angebrachten Plakate warben speziell für die Geriatrie, die Kardiologie und die Chirurgie.

Hintergrund der Imagekampagne ist die kürzlich am Klinikstandort Wolgast nacheinander erfolgte Schließung der Kinderstation, der Geburtshilfe und der Gynäkologie, was in der Bevölkerung nach wie vor auf erbitterten Widerstand stößt. Erst am Montagabend protestierten ein weiteres Mal etwa 60 Personen an der Einfahrt zur Klinik gegen den Wegfall der erwähnten drei Abteilungen. Teil der Aktion war ein simulierter Unfall mit einem Kind. Die B 111/Chausseestraße war für eine Stunde halbseitig gesperrt, die Polizei regelte den Verkehr.

Von Tom Schröter/Tilo Wallrodt

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