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Usedom Krankenhaus Wolgast: Initiative trifft sich mit Hesse
Vorpommern Usedom Krankenhaus Wolgast: Initiative trifft sich mit Hesse
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00:01 07.10.2016

Im Konflikt um die geschlossenen Kinder- und Frauenstation im Kreiskrankenhaus Wolgast hat sich Sozialministerin Birgit Hesse (SPD) gestern mit Vertretern der Bürgerinitiative getroffen. Hesse sprach nach dem Treffen von einem „konstruktiven Gespräch“. Die Ministerin stellte alternative Varianten wie die Einrichtung eines medizinischen Versorgungszentrums oder einer kinderärztlichen Notfallsprechstunde auf der Insel Usedom vor. Wichtig sei, dass man wieder ins Gespräch gekommen sei, weil es offensichtlich eine große Unzufriedenheit mit der Entscheidung gegeben habe, sagte Hesse. „Die Proteste haben nicht aufgehört. Das hat mir schon zu denken gegeben.“

Ministerin Birgit Hesse
Ministerin Birgit Hesse

Die Bürgerinitiative will dennoch weiter für den Erhalt einer kinderstationären Behandlung am Wolgaster Krankenhaus kämpfen und stellte dazu ein Modell vor. „Bevor wir über die Vorschläge des Ministeriums diskutieren, wollen wir zuerst über dieses Modell reden. Es ist sinnvoll“, sagte die Sprecherin der Bürgerinitiative, Anke Kieser. So könne die Pädiatrie in Wolgast mit einer Reduzierung auf zwölf Betten mit fachlicher Anbindung an die Universitätsmedizin Greifswald weitergeführt werden. Die Gynäkologie könnte fachübergreifend auf die chirurgische Abteilung integriert werden. Sie bezeichnete die gestrige Runde als ein „erstes Annähern“.

Die Bürgerinitiative hatte nach der Schließung der Stationen knapp 20 000 Unterschriften für eine Volksinitiative gesammelt, war aber im Landtag an der SPD/CDU-Mehrheit gescheitert. Es sei bedauerlich, dass erst nach dem Wahlerfolg der AfD die Regierungsparteien auf den Protest reagiert hätten. „Es ist falsch, das Wahldebakel in Wolgast auf die Flüchtlinge zu schieben“, sagte Kieser.

Die Initiative fordert weiter ein Gespräch mit Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD). Die Fraktionen der AfD, Linken und CDU hätten Gesprächen bereits zugesagt.

Indes will die Bürgerinitiative ihre Aktionen auf der Straße fortsetzen. Wie BI-Mitglied Lars Bergemann (Linke) gestern ankündigte, wird es am 3. November wieder eine Demonstration in Wolgast geben.

„Um 17.30 Uhr treffen wir uns auf dem Platz der Jugend, um anschließend zum Krankenhaus zu ziehen“, so Bergemann. Beim gestrigen Treffen hat er eine „kleinlaute Ministerin“ erlebt. „Sie musste zur Kenntnis nehmen, dass wir nicht klein beigeben. Wir wollen für Kinder und Mütter eine stationäre Behandlung in Wolgast.“ Martina Rathke/Henrik Nitzsche

OZ

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