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Usedom Krankenhaus will erster Anlaufpunkt für Notfälle sein
Vorpommern Usedom Krankenhaus will erster Anlaufpunkt für Notfälle sein
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18:00 12.09.2018
Das Wolgaster Krankenhaus will eine medizinische Einrichtung für die Region sein mit Mitarbeitern, die Herz zeigen. Quelle: Tilo Wallrodt
Wolgast

Das Kreiskrankenhaus Wolgast soll 2021 der erste Anlaufpunkt in der Region für medizinische Akut- und Grundversorgung sowie Altersmedizin sein. Das ist das strategische Ziel, die Vision, zur Zukunft der Einrichtung.

Zukunftskonzept wird vorgestellt

Gestern wurden die Grundpfeiler des Zukunftskonzeptes den Mitgliedern des Sozialausschusses des Kreistages vorgestellt. An der öffentlichen Tagung des Gremiums im Audimax nahmen auch 20 Mitglieder der Bürgerinitiative für den Erhalt des Kreiskrankenhauses (BI) und weitere interessierte Bürger teil. Fünf BI-Mitglieder erhielten Rederecht, was bei anderen, darunter Ralph Weber, für Unverständnis sorgte. Auch er hätte gern das Wort ergriffen.

Krankenhaus wirtschaftlich gesund

Der Geschäftsführer des Krankenhauses, Dr. Reno Basner, und der Geschäftsführende Ärztliche Direktor Prof. Matthias Frank betonten, dass es um ein wirtschaftlich gesundes Krankenhaus in öffentlicher Trägerschaft mit einer klaren Fachabteilungsstruktur und einer leistungsstarken Notaufnahme gehe.

Fünf Säulen des Medizinkonzepts

Das strategisches Medizinkonzept umfasse fünf Säulen. Es basiere laut Frank auf dem jetzigen aktuellen Leistungsspektrum mit Innerer Medizin, Chirurgie, Intensivmedizin, Kinderportalpraxisklinik und Geriatrie. „Wir stehen für qualitativ hochwertige Medizin in der Region und wollen unseren Qualitätsanspruch mit qualifizierten Mitarbeitern und einem fächerübergreifenden Behandlungsansatz erfüllen“, so Basner und Frank.

Bürgerinitiative will sich beteiligen

Anke Kieser als BI-Vorsitzende machte deutlich, dass sich die Bürgerinitiative an der Diskussion des Strategiepapiers beteiligen werde, dieses aber erst eingehend studieren müsse. Aufgefallen sei ihr bei der Vorstellung im Ausschuss, dass nur noch von Akut- und Grundversorgung die Rede sei. Und die beinhalte laut Krankenhausrahmenplan des Landes nur Chirurgie, Innere und Intensivmedizin.

Kinder nicht explizit ausgeschlossen

Marie le Claire, Kaufmännischer Vorstand der Universitätsmedizin Greifswald, die den Erneuerungsprozess bis Mai geleitet hatte, hielt dagegen, dass die Vision zur Zukunft des Krankenhauses Kinder nicht explizit ausschließe.

„Aber sie werden auch nicht extra aufgeführt“, so Kreistags- und BI-Mitglied Lars Bergemann (Linke). Er erinnerte daran, dass die Kinderportalpraxisklinik hart umkämpft war und schon allein deshalb nicht wieder aufgegeben werden könne.

Das aber befürchtet Anke Kieser nach dem dreijährigen Ende der Modellprojektphase bei nicht ausreichenden Fallzahlen. Marie le Claire und Reno Basner erläuterten, dass die Vorhaltekosten für die Kinderportalpraxisklinik in den drei Jahren des Modells durch Krankenkassen und Wirtschaftsministerium voll ausfinanziert sei – egal, wie viele Kinder behandelt würden. Danach müsse man schauen.

Vorsprechen für Bürgerinitiative

Ausschussvorsitzender Bernd Schubert (CDU) sicherte der Bürgerinitiative ein erneutes Vorsprechen bei Gesundheitsminister Harry Glawe zu.

Besseres Betriebsklima

Kritik seitens der BI gab es zum Betriebsklima im Krankenhaus. Das sei besser geworden, wie Betriebsratsvorsitzender Piest bestätigte. Aber noch nicht jeder Mitarbeiter traue sich, Kritik anzubringen.

Le Claire widersprach dem, sie schätze die Wolgaster Mitarbeiter als taff ein. Kritik würden sie deutlich äußern. Geschäftsführer und Geschäftsführender Ärztlicher Direktor stimmten dem zu. Beide wissen dennoch, dass die Kommunikation nach innen und außen weiter verbessert werden muss.

Ideen und Kritiken sind Goldstaub

„Die Ideen und Kritiken der Mitarbeiter sind Goldstaub, deshalb bin ich für jeden Hinweis dankbar. Nur so kann der frühere gute Ruf, ein Krankenhaus für die Region zu sein mit Mitarbeitern, die Herz zeigen, wiederkommen“, betonte Basner.

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