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Usedom Kreis: Gartenabfälle dürfen nicht verbrannt werden
Vorpommern Usedom Kreis: Gartenabfälle dürfen nicht verbrannt werden
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00:00 06.10.2017
Greifswald

Hier und dort sind in diesen Tagen wieder Rauchfahnen in Gärten zu sehen. Allerdings ist das Verbrennen pflanzlicher Abfälle im Kreis Vorpommern-Greifswald grundsätzlich verboten. Darauf verweist Anke Radlof von der Pressestelle des Landratsamtes auf Nachfrage der OZ.

Das Land Mecklenburg-Vorpommern sieht nur eine Ausnahme vor: Die Verbrennung ist nach Paragraph 2 der Pflanzenabfallverordnung von 2001 erlaubt, wenn Verrotten, Einbringen in den Boden, Kompostieren und Vergleichbares auf dem Grundstück oder ein Transport zu den vom Kreis angebotenen „Entsorgungssystemen nicht möglich oder nicht zumutbar ist“.

Das Verbrennen der Pflanzenabfälle ist in diesem Fall vom 1. bis zum 31. März und vom 1. bis zum 31. Oktober werktags während zwei Stunden täglich in der Zeit von 8 bis 18 Uhr zulässig. Gleiches gilt für Abfälle, die bei der Feldheckenpflege und bei der Pflege oder Rodung von Obstanlagen anfallen. Die Verbrennung sei dem Landkreis mindestens zwei Wochen vorher anzuzeigen, heißt es weiter. „Die pflanzlichen Abfälle sind vor dem Verbrennen umzulagern, sobald fünf Tage seit ihrem Anfall vergangen sind.“ Die Bestimmung des Naturschutzes und des Brandschutzes seien dabei einzuhalten. Das heißt, jedes offene Feuer muss bei der Gemeinde und der Feuerwehr angemeldet werden.

Anke Radlof erinnert daran, dass im Landkreis Vorpommern-Greifswald seit dem 1. Januar dieses Jahres einheitliches Abfallrecht besteht. Zwischen der polnischen Grenze und Vorpommern-Rügen gelten damit die gleichen Bestimmungen. Eine Verbrennung sei ausgeschlossen, wenn die Grundstücke groß genug sind, um kompostieren zu können. Gleiches gelte, wenn ein Wertstoffhof angefahren werden könne, erinnert sie. „Im Landkreis gibt es ein flächendeckendes Netz von Wertstoffhöfen, auf denen Bürger kostenfrei einen Kubikmeter Pflanzenabfälle pro Werktag abgeben können“, so Radlof. Die Höfe gibt es beispielsweise in Gützkow, Kemnitz, Greifswald und Helmshagen (mehr unter http://www.vevg-karlsburg.de/gruenabfaelle.html). Der Kreis geht deshalb davon aus, dass sich in aller Regel kein Bürger darauf berufen kann, dass er keine andere Möglichkeit habe, als die Abfälle zu verbrennen.

Weiterhin verweist das Landratsamt darauf, dass auch Bretter, Bohlen, Balken und sonstige Holzprodukte, unabhängig von einem möglichen Schadstoffgehalt, nicht verfeuert werden dürfen.

Holz von Bäumen und Starkästen, das bei der Gartengestaltung anfällt, darf dagegen wie Kaminholz und mit Zustimmung des Eigentümers gesammeltes oder geworbenes Holz unter bestimmten Bedingungen verbrannt werden. Solche Feuer sind Gemeinde und Feuerwehr anzuzeigen.

Ob es auch vorbeugende Kontrollen zur Einhaltung der Bestimmungen gibt, dazu machte Anke Radlof keine Angaben.

eob

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