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Usedom Kürbisse und Äpfel in allen Formen und Farben
Vorpommern Usedom Kürbisse und Äpfel in allen Formen und Farben
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00:00 09.10.2017
Inselgärtnerei-Inhaber Benjamin Kühn mit Ehefrau Bianka und Frederik, dem Jüngsten von drei Söhnen. Links im Bild Astrid Kühn. Quelle: Fotos: Ingrid Nadler
Alt Sallenthin

Kürbissuppen stehen in diesen Tagen sicher vielerorts auf dem Speiseplan. Wie vielfältig die ursprünglich in Amerika beheimatete Gemüseart in Form, Farbe und Größe sein kann, wurde am Sonnabend beim Kürbismarkt deutlich, den die Familie Kühn in Alt-Sallenthin in ihrer Inselgärtnerei traditionell veranstaltet hat. Mit Kind und Kegel sind hunderte Besucher in die Gewächshäuser geströmt, wo sie sich gut unterhalten und Spaß haben konnten. Während die Kinder mit Kürbisschnitzen beschäftigt waren oder Gruselgesichter auf hohle Gemüseköpfe malten, konnten die Erwachsenen in Ruhe das Angebot der Gärtnerei in Augenschein nehmen.

Inselgärtnerei Kühn in Alt Sallenthin setzt auf Vielfalt und Regionalität

„Wir legen besonderen Wert auf Regionalität“, erzählte Benjamin Kühn, der 35-jährige Inhaber der Gärtnerei. Jetzt sei die richtige Pflanzzeit für Laub,- Obst- und Ziersträucher. Eines der ehrgeizigen Ziele sieht der Gärtner darin, wieder alte Apfelbaumsorten anzusiedeln. Dazu hat er mithilfe eines Kollegen am Sonnabend eine respektable Apfelsortenausstellung zusammengetragen. Wohl an die 100 verschiedene rot-, gelb- oder grünbackige Vitaminbomben waren zu betrachten. Mindestens 50 verschiedene Kräuter haben Kühns im Angebot und sage und schreibe 80 unterschiedliche Tomatensorten. Kühn hat fünf Angestellte und mit Jenny Baude auch eine Auszubildene. „Ich könnte gut und gerne noch zwei Fachkräfte gebrauchen, dann könnten wir den Service noch perfektionieren“, sagte der Chef. Und er erklärte, dass er seinen Mitarbeitern mit passgerechten Teilzeitmodellen entgegenkomme und dass Zahlung nach Tarif für ihn selbstverständlich sei.

Während sich in den Gewächshäusern und im Freigelände derzeit also alles um das Herbstgeschäft dreht, hat Benjamin Kühn schon den Totensonntag mit seinen gärtnerischen Herausforderungen im Blick.

Auch hier verlassen sich die Kunden seit Jahren auf die Inselgärtnerei im Bansiner Ortsteil. 12-Stunden-Tage sind für den jungen Familienvater eher die Regel als die Ausnahme. Und trotzdem hat er Spaß an dem, was er tut. Und das weicht nicht nur beim Kürbismarkt hin und wieder vom gärtnerischen Alltag ab: „Ich freue mich schon sehr auf unseren Weihnachtsmarkt, der im vorigen Jahr so gut angenommen wurde. Das war hier eine wunderbare Atmosphäre.“

Und genauso modern und so anders wollten Bianka und Benjamin Kühn den jüngsten Kürbismarkt mit ihrer „Kulinarischen Kürbisnacht“ ausklingen lassen. Das Konzept hat der junge Gärtnermeister mit befreundeten Spitzen-Köchen ausklamüsert. Andi Kühn, Daniel Schnitzer, Danilo Bernstein, Michel Klein und Franziska Laue haben ein Vier-Gänge-Menü gezaubert, das in den mit Lichterketten, Kerzen und Fackeln dekorierten Anlagen und Gewächshäusern besonders zur Geltung gekommen ist.

Bleibt zu erwähnen, dass Arne Feuerschlund, ein Allround-Straßenkünstler aus Rostock, der mit seinen „feurigen“ Kunststücken tagsüber schon die Kinder vortrefflich unterhalten hat, am Abend noch einmal alles gegeben hat.

Ingrid Nadler

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