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25 Schicksale ausgesetzter Kinder

Neuendorf 25 Schicksale ausgesetzter Kinder

Hobbyautorin Ilona Lorentz aus Glindow lässt sich von der Insel Usedom zu Romanen inspirieren

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Ilona Lorentz präsentiert ihr Buch, für das ihr Ehemann Helmut den Titel gestaltete.

Quelle: Angelika Gutsche

Neuendorf. Ilona Lorentz aus Glindow bei Potsdam ist verliebt in die Insel Usedom. Und das hat seinen ganz speziellen Grund. Als sie 1969 mit ihrem späteren Ehemann auf dem Campingplatz Trassenheide Urlaub machte, hat sich das Paar verlobt. Seit dieser Zeit kommen die inzwischen pensionierten Lehrer immer wieder nach Usedom. Jetzt haben sie in Neuendorf sogar ein eigenes Haus, das auch ihre Kinder regelmäßig auf die Insel zieht. Mindestens eine Woche pro Monat sind die Lorentz selbst hier. Von Neuendorf aus entdecken die Glindower entlegene Orte, die Hobbymaler Hartmut Lorentz als Motiv für immer neue Bilder dienen und die bei seiner Frau Phantasie und Schreiblust provozieren. Jetzt hat sie ein Buch geschrieben – einen Roman, mit dem sie ihre Leser in die Zukunft versetzt. „Ich habe darüber nachgedacht, wie das politische Leben und das Privatleben der Deutschen weiter gehen könnte“, kommentiert sie ihren 550-seitigen Zukunftsroman mit dem Titel „Eigentlich sollte ich tot sein“. Die Geschichte der Journalistin Isolde Neubig verheißt, dass sich das Leben in Deutschland nach Meinung der Autorin in 20 Jahren nicht maßgeblich ändern wird. Die Lebensgeschichten der 25 ausgesetzten Kinder, denen die Hauptfigur des Romans nachgeht, handelt von Liebe, Enttäuschung, Zuversicht, Verrat, Vorurteilen, von der Macht des Zufalls und von Ressentiments gegen vermeintlich Fremdes – ganz wie im heutigen Deutschland. „Wie sollte sich das auch in 20 Jahren so schnell ändern? Das steckt doch tief in uns drin“, kommentiert die Autorin die Übergriffe gegen einen Farbigen, in den sich ihre Journalistin verliebt und mit dem sie später eine Familie gründet. Bei den Schilderungen ließ sich Ilona Lorentz von den Erfahrungen inspirieren, die sie als ehrenamtliche Deutsch-Lehrerin in einem Flüchtlingsheim sammelt.

Mich beschäftigt , was einmal sein wird.“Ilona Lorentz (65)

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Der Romantitel bezieht sich auf die nur durch eine glückliche Fügung rechtzeitig entdeckten Findelkinder, die beinahe gestorben wären. „Isoldes späterer Mann wurde zum Beispiel als Baby nur gefunden, weil jemand beim Brötchenholen versehentlich an das Deckenbündel stieß, in das er gewickelt war“, sagt die Wahlinsulanerin, die schon wieder an einem Fortsetzungsroman arbeitet. Die in 200

Exemplaren erschienene Auflage des Vorläufers bringt Ilona Lorentz bei Lesungen ans Publikum. „In Koserow habe ich gute Aussichten auf einen Termin, mit anderen Veranstaltungsorten bin ich im Gespräch“, sagt die Glindowerin, der es am Herzen liegt, ihr Buch auf der Insel vorstellen zu dürfen, die ihr so viel Lebenskraft und Inspiration gibt.

Angelika Gutsche

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