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Bach auf Schwedisch? Aber Hallo!

Kölpinsee Bach auf Schwedisch? Aber Hallo!

Unternehmensinitiative Musikfestival: Mit Violine und Harmonium auf Entdeckungsreise

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Die Gewinner des Wettbewerbs 2015 umrahmt von Heinz-Egon Achterkerke (l.) und Festivalintendant Thomas Hummel (r.) .

Quelle: UMF

Kölpinsee. Ach, diese Schweden! Da kommen zwei von ihnen auf die Insel Usedom, Geige unter dem Arm (Lisa Rydberg), Harmonium (?), jawohl, Harmonium im Schlepptau (Gunnar Idenstam) und bringen mit „Bach auf Schwedisch“ sorgsam gepflegte deutsche Vorstellungen über den respektvollen Umgang mit „heiligen“ Traditionen ins fröhliche Wanken.

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Unternehmensinitiative Musikfestival: Mit Violine und Harmonium auf Entdeckungsreise

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Festivalsplitter

Im schwedischen Bildungssystem dauert die Grundschule insgesamt neun Jahre lang und ist für alle Kinder gleich. Erst in der siebenten Klasse gibt es zum ersten Mal eine schriftliche Beurteilung der schulischen Leistungen und Noten sogar erst ein Jahr später.

Mehr noch. Nach nur wenigen Stücken heimischer Folklore und schwedisch folklorisiertem Bach – Tatort Hotel „Seerose“ in Kölpinsee – reifte die Erkenntnis: Wenn es die beiden nicht gäbe, müsste man sie erfinden! Denn es funktioniert, dieses „Bach auf Schwedisch“.

Es ist eine Annäherung, eine „Übersetzung“, die vorwiegend – aber nicht nur – Tanzsätze aus Bachs Instrumentalschaffen mit der speziellen Spiel- und Ausdrucksweise schwedischer Volksmusik verbindet.

Arrangements also, die mit gewissen metrisch-rhythmischen, melodischen und gestalterischen Freiheiten den Originalen ein Erscheinungsbild verleihen, das klanglich erstaunliche Berührungspunkte zur schwedischen Volksmusikpraxis aufweist.

Rydberg und Idenstam – beides Folklore-Profis mit Hochschulausbildung und klassischer Solistentätigkeit – haben ihre Arrangements mit viel Sachverstand und dem Gefühl für attraktive Wirkung selbst verfasst. Und sie erweisen sich auch im teils improvisatorischen Gestus des Spielens als ideale Interpreten einer Musikmixtur, die zwischen schwedischen Volkstänzen und barock stilisierten Suitensätzen kaum noch Unterschiede macht.

Sie lässt Grenzen verschwimmen, eint sie aber alle wieder mit einer sprühend tänzerischen und ausdrucksstarken Musizierlust. Zudem faszinieren eine eher scharfe, etwas raue, aber leidenschaftlich intensive und höchst lebendig artikulierende Tongebung der Violine ebenso, wie die sich hier so gar nicht merkwürdig ausnehmenden, eher ungewohnten Töne des Harmoniums. Es passte alles! Und die Begeisterung im vollen Saal war ungeteilt. Tolle Typen, diese Schweden!

Gipfeltreffen der Talente

Ein jugendmusikalisches Gipfeltreffen erwartet das Publikum des Usedomer Musikfestivals morgen mit dem Finalkonzert des Wettbewerbs „Die jungen Besten im Norden“. Die Verleihung des dritten Achterkerke-Musikpreises in den Kategorien „Cello solo“ und „Akkordeon solo“ verspricht ein mitreißendes Wettbewerbsfinale. „Unser Wettbewerb bietet denjenigen ein Podium, die den Bundeswettbewerb ‚Jugend musiziert' bereits gewonnen haben und meist am Anfang einer vielversprechenden musikalischen Karriere stehen“, sagt Festivalintendant Thomas Hummel. Die Auslese der Besten der Besten im Norden Deutschlands findet bereits zum dritten Mal auf Usedom statt. Der Achterkerke-Musikpreis ist mit 6000 Euro dotiert. Mit ihm werden überragende Begabungen gefördert. Für die Jury konnten die Festivalmacher mit Olaf Kerkau (Vorsitzender der Jury und Präsident das Landesmusikrates MV), die international renommierten Akkordeonisten Mirjana Petercol und Gudrun Lehmann-Skripnik und den Violoncellisten Ramon Jaffé und Ekkehard Hessenbruch ein hochkarätiges Team gewinnen.

Seit 2010 unterstützen die Achterkerke-Stiftung für Kinder und das Usedomer Musikfestival in seinem jungen Format den Zugang zur Musik und die Möglichkeit zur Talententfaltung in allen Altersklassen.

Die Schönheit und Vielfalt gemeinsamen Musizierens steht im Mittelpunkt.

Informationen und Karten sind unter 038378-34647 oder www.usedomer-musikfestival.de erhältlich / Das Konzert beginnt um 19.30 Uhr im Steigenberger Hotel an der Heringsdorfer Promenade.

Ekkehard Ochs

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