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Anklam Deutsche Post schmückt sich mit Lilienthal

Sonderpostwertzeichen gestern in Anklam vorgestellt / St. Nikolai soll zum „Ikareum Lilienthal Flight Museum“ werden

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Lilienthals Urenkel, Heinrich Kröger: Seine Familie stellte dem Museum in Anklam unter anderem etliche wertvolle Fotografien zur Verfügung.

Anklam. Der Flugpionier Otto Lilienthal (1848-1896), Anklams bekanntester Sohn, wird zum wiederholten Mal mit einem Sonderpostwertzeichen geehrt. Ab dem 7. Juli erfolgt der Verkauf der vom renommierten Berliner Grafiker Prof. Henning Wagenbreth gestalteten Ausgabe anlässlich des Jubiläums „125 Jahre erster Gleitflug Otto Lilienthal“. Die Vorstellung der Sonderbriefmarke erfolgte gestern in Anklam vor beeindruckender Kulisse in der St. Nikolai-Kirche, in der Otto Lilienthal am 25. Juni 1848 getauft wurde.

OZ-Bild

Sonderpostwertzeichen gestern in Anklam vorgestellt / St. Nikolai soll zum „Ikareum Lilienthal Flight Museum“ werden

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Dr. Michael Meister (CDU), Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, stellte das kleine Kunstwerk vor. Zunächst ging er auf den Werdegang der Sonderpostwertzeichen ein, von denen pro Jahr etwa 50 ausgegeben würden. Die Anzahl der von Vereinen, Verbänden, Historikern und so weiter eingehenden Vorschläge sei zehn Mal höher. Daher unterstütze ein spezielles Gremium das Finanzresort bei der Auswahlarbeit. In der Folge würden Grafiker um Entwürfe gebeten.

Mit Prof. Wagenbreth bewarb sich ein erfahrener Briefmarken- Designer mit seinem Entwurf für die Lilienthal-Jubiläumsausgabe. „Inzwischen hat Professor Wagenbreth der Jury bereits 14 erfolgreiche Vorschläge für Briefmarkenausgaben vorgelegt“, berichtete der Staatssekretär, der das Layout als stimmige Kombination von Schrift und farbenfrohem Motiv lobte. Mathias Bordkorb (SPD), Bildungs- und Kulturminister in MV, betonte, dass Anklam dank der Leistungen Lilienthals weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt sei. Erfreulich sei auch, „das Anklam sich mit Otto Lilienthal identifiziert“.

Anklams Bürgermeister Michael Galander und Dr. Bernd Lukasch, Leiter des Lilienthal-Museums, betonten, dass die Stadt nicht nur an besonderen Tagen, sondern dauerhaft an den Luftfahrtpionier erinnern wolle. Die Anwesenden fanden auf ihren Plätzen daher je ein Exposé zur „Revitalisierung der Nikolaikirche Anklam zum Ikareum Lilienthal Flight Museum“ vor. In dem Leitfaden wird der Weg beschrieben, wie die Kirche bis zum Jahr 2020 zu einem modernen „Museum plus“ von internationalem Rang innerhalb eines neugebauten Innenstadtkerns umgestaltet werden soll (Siehe: Info-Kasten).

Zu den in der festlich hergerichteten St. Nikolai-Kirche versammelten Gästen, die sich über diese positive Entwicklung der Peenestadt freuen würden, zählte auch Heinrich Kröger, Urenkel von Otto Lilienthal. Die Familie des Itzehoers, der aufmerksam das Stadtgeschehen verfolgt, unterstützte das Anklamer Lilienthal-Museum schon mehrfach, indem sie unter anderem wertvolle zeitgenössische Fotografien und Briefe ihres berühmten Vorfahren zur Verfügung stellten.

Revitalisierung der Nikolaikirche Anklam zum Ikareum Lilienthal Flight Museum

Die St. Nikolai-Kirche soll nach einem umfangreichen Umbau als neues Lilienthal-Museum in Anklam fungieren. Laut Leiter Dr. Bernd Lukasch vergrößert sich somit die Ausstellungsfläche – im Vergleich zum bestehenden Museum – um das Sechsfache.

Laut Lukasch steht der Einstieg in die konkrete Planung unmittelbar bevor. In der Zeit vom 12. bis zum 15. Juli soll die Ausschreibung der Architektur und Innengestaltung für das Projekt „Revitalisierung der Nikolaikirche Anklam zum Ikareum Lilienthal Flight Museum“ erfolgen. Die Eröffnung des Ikareums sei für das Jahr 2020 geplant.

Von zehn „Attraktionsbausteinen“ ist im Exposé zum Gesamtkonzept die Rede. Gemeint sind u.a. die Wiederherstellung des Kirchturms samt 80 Meter hoher Aussichtsplattform, ein gläserner Außenaufzug, die Illumination des Turmhelms, eine attraktive und interaktive Museumsgestaltung, eine von der Dachebene erlebbare Multimedia-Inszenierung sowie ein Erfinderlabor als „fliegendes Klassenzimmer“. Auch die Tourismus-Information soll in das Ikareum integriert werden.

Die Investitionsplanung geht von Gesamtkosten für die abschnittweisen Umbau- bzw. Sanierungsarbeiten in Höhe von 23,93 Millionen Euro aus, wobei Eigenmittel in Höhe von 7,9 Millionen Euro durch die Stadt Anklam zu leisten wären. Die übrige Summe soll weitgehend aus Fördermitteln finanziert werden. Pro Jahr werden etwa 60000 Besucher im Ikareum erwartet.

Tom Schröter

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