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Einzigartig: Järvi und seine Musiker

Einzigartig: Järvi und seine Musiker

Baltic Sea Philharmonic und Geiger Gidon Kremer werden beim Eröffnungskonzert bejubelt und gefeiert

Peenemünde Der Mann ist wie ein Vulkan. Er tanzt mit einer Vehemenz beim Dirigieren wie kaum ein anderer – Kristjan Järvi. Der in Estland geborene und in den USA aufgewachsene Musiker hat mit den jungen Künstlern vom „Baltic Sea Philharmonic“ am Sonnabend im Kraftwerk Peenemünde das Schweden gewidmete 23. Usedomer Musikfestival grandios eröffnet. Mit einem „Konzert der Freiheit“, wie es Festivalintendant Thomas Hummel bezeichnete. Und der die 1300 Gäste im proppevollen Turbinensaal auf eine musikalische Kraft einstimmte, die 2008 auf gemeinsame Initiative des Usedomer Musikfestivals und der bis heute als Hauptsponsor fungierenden Nord Stream AG gegründet wurde.

Diese Kraft begeisterte das Publikum und sorgte nach über drei Stunden für ein furioses Finale, was man bei einem klassischen Konzert nicht unbedingt erwartet. Während Energiebündel Järvi die Damen in der ersten Reihe um ein Tänzchen bat, zog es junge Musikerinnen mit ihren Violinen vor die große Bühne.

„Brillant. Man sieht, wie viel Spaß Kristjan Järvi bei der Arbeit mit jungen Leuten hat“, zeigt sich Heinz-Egon Achterkerke von der gleichnamigen Stiftung begeistert. Das junge Orchester hatte er bereits in Stockholm erlebt. „Da gingen die Schweden beim Finale dermaßen mit, wir sind da doch etwas steifer“, sagt der 72-Jährige.

Ein besonderer Abend war es für Tomoku Masur , Witwe des im Vorjahr verstorbenen Ehrenschirmherrn des Festivals, Kurt Masur. „Das hat mich sehr berührt. Mit den jungen Musikern verbinde ich viele Erinnerungen“, sagte Tomoku Masur. Überwältigt war sie von Gidon Kremers Spiel auf der Violine. Mit dem Geiger aus Riga habe ihr Mann sehr gerne gearbeitet. „Ich liebe seine Art zu spielen, weil er die tiefgreifenden Töne sucht“, schwärmt sie.

Ins Schwärmen kommt auch Monika Schillinger . Die Zinnowitzer Kurdirektorin lässt sich seit Jahren das Eröffnungskonzert in Peenemünde nicht entgehen. „Der Dirigent ist genial. Er versteht es, das Publikum zu begeistern. Man spürt die Harmonie zwischen ihm und dem Orchester. Da ist nur Begeisterung.“ Die war bereits vor dem Konzert bei Lars Danielsson , schwedischer Botschafter in Deutschland, spürbar. Launig erzählte er von der verbindenden Kraft der Musik, von 25 Jahre Freiheit der baltischen Staaten, von „Offenheit, Toleranz, Nachhaltigkeit und Wohlstand für den Ostseeraum“. Und von Freude und dem Privileg in MV zu sein – wegen der „milden und sauerstoffreichen Luft“. Dieter Rittscher , ehemaliger Chef der EWN Lubmin, und seine Gattin Christel sind seit Jahren Gast des Usedomer Musikfestivals. „Das Konzert war einzigartig. Davon kann man ganz lange zehren“, sagt Rittscher. „Eigentlich könnte man während des Festivals jede Aufführung besuchen, so hochkarätig ist alles besetzt“, ergänzt seine Frau. Ähnlich sieht es Karin Lehmann , Vizekurdirektorin der Dreikaiserbäder-Gemeinde Heringsdorf: „Dieses Konzert war etwas ganz Großes, ein ganz toller Abend“, lautet ihr Resümee. Auch der Sprecher des Hauptsponsors Nordstream, Steffen Ebert , ist des Lobes voll. „Von diesem Konzert wird man noch lange sprechen“, meint er. Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) und seine Frau Britta nicken zustimmend. Sie hatten extra für ihren zweijährigen Sohn die Großeltern zum Babysitten engagiert, damit sie in Peenemünde dabei sein konnten. „Was für ein unvergesslicher Abend mit wundervollen Musikern und einem Dirigenten der Spitzenklasse. Dieses Ensemble zu erleben, wie es von Järvi mit einer Leichtigkeit zu Höchstleistungen geführt wird, ist immer wieder ein Hochgenuss. Dazu Gidon Kremer – was für ein gelungener Abend“, lobte Mecklenburg-Vorpommerns Regierungschef zu vorgerückter Stunde.

Vor dem Eröffnungskonzert hatte die Bürgerinitiative pro Kreiskrankenhaus mit allen seinen Abteilungen am Eingang des Historisch-Technischen Museums mit einer Mahnwache gegen die Schließung mehrerer Abteilungen protestiert. Es kam kurzzeitig zum Stau.

Henrik Nitzsche und Cornelia Meerkatz

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