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Feier in Zinnowitz: Die Neuen sind da

„Amors Dilemma“ Feier in Zinnowitz: Die Neuen sind da

Die Theaterakademie Vorpommern bereitete dem 18. Studiengang einen tollen Empfang

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Vor den neuen „Ersties“ der Zinnowitzer Theaterakademie liegt ein aufregendes vierjähriges Studium: Karen Kanke, Annika Nippoldt, Irma Trommer, Mariella-Paula Mayer, Fabienne Baumann, Alexander Leuthoff, Fabian Bauer, Ole Riebesell, Kevin Slavicek, Sebastian Vetter und Nils Arndt.

Quelle: Fotos: Tom Schröter

„Amors Dilemma“. Trotz der rauhen Zeiten, in denen die Theater in MV gegen Fusionsbestrebungen ankämpfen müssen und die öffentlichen Zuwendungen stetig knapper werden, ist das Interesse junger Menschen am Schauspielerberuf ungebrochen. Für den nunmehr 18. Jahrgang an der Theaterakademie Vorpommern in Zinnowitz bewarben sich wieder etwa 100 Interessierte um einen Studienplatz. Elf Glückliche konnten bei der feierlichen Immatrikulation am Sonnabend in der Zinnowitzer Blechbüchse ihr in der Theaterwerkstatt von Hand gefertigtes Bühnenbrett stolz in die Höhe recken.

OZ-Bild

Die Theaterakademie Vorpommern bereitete dem 18. Studiengang einen tollen Empfang

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„Kirschgarten“ und „Amor“

ist ein amüsantes Spiel mit Schauspielstudenten, Figuren und Objekten. Es agiert das 3. Studienjahr der Akademie Vorpommern. Das 4. Studienjahr ist mit „Der Kirschgarten“ von Anton Tschechow vertreten.

Das Freisprung-Theaterfestival ist ein Nachwuchsfestival für Tanz-und Theaterschaffende aus Mecklenburg-Vorpommern.

Die erste Hürde haben die unter anderem aus Berlin, Kassel, Solingen, Hamburg, Marburg und Barth stammenden „Ersties“ somit genommen. Etliche weitere werden im Verlauf ihres vierjährigen Studiums folgen. Das Besondere an der Ausbildung in Zinnowitz ist, dass die Eleven, neben der umfangreichen theoretischen Ausbildung, schnell in die Theaterpraxis eingeführt werden. Das bedeutet, dass die Studenten bereits am Ende des ersten Studienjahres auf der Bühne stehen und im Ensemble der Vorpommerschen Landesbühne mitagieren. Die Märchen-Aufführungen gelten dabei bereits als legendär.

Akademie-Präsident Prof. Dr. Helmut Heinz gab den Neuen in einer teils ernsten, teils amüsanten Rede mehrere gutgemeinte Ratschläge mit auf den Weg. In Zeiten einer tiefen gesellschaftlichen Spaltung zwischen Arm und Reich und zwischen Zuversichtlichem und Ängstlichem müssten sich Theaterschaffende fragen, „wie sie dazu beitragen, Hoffnung und Zuversicht für bessere Zeiten zu gestalten“. Dabei hätten die Darsteller selbst einen schwierigen Spagat zwischen hoch motiviert und unterbezahlt zu meistern: „Ein Spielbein auf der Bühne, ein Standbein auf dem Arbeitsamt“, verdeutlichte Heinz.

Dennoch, so sagte er, zeige die Praxis, dass „Können und ein Quäntchen Glück zum Traumziel führen können“.

Dies hofft auch Karen Kanke(19), die, wie viele ihrer Kommilitonen, bereits vor Antritt ihres Studiums Theaterluft geschnuppert hat. „Seit 2012 habe ich in Marburg im Jugendklub des Theaters gespielt und war seit Dezember 2016 im Freiwilligen Sozialen Jahr am Theater in Barth. Dort habe ich vieles gemacht, vom Putzen bis zur Regieassistenz für das Stück ,Die Spelunke am Donnerberg’“, erklärt die junge Frau. Alexander Leuthoff (18) sammelte in Brandenburg am Schultheater Bühnenerfahrung und führte Regie bei der Inszenierung selbst geschriebener Kriminalkomödien, wie er erzählt. „Zwei Jahre war ich auch beim Sommertheater in Barth dabei.“

Die Dozenten und die Mitstudenten bereiteten den Ersties in der Blechbüchse mit tollen Liedern einen Mut machenden Empfang. Präsident Helmut Heinz lobte den Einsatz der Studenten für das Programm der Landesbühne, das in diesem Jahr etwa 40000 Zuschauer zu den verschiedenen Spielstätten lockte. Sie hätten einen gehörigen Anteil am Erfolg des Theaters, von dem Urlauber und Einheimische profitierten.

Insgesamt haben seit dem Jahr 2000 über 116 junge Leute eine Ausbildung an der Theaterakademie Vorpommern absolviert. Die Absolventen des Jahrgangs 2017 traten zu Herbstbeginn ihre Engagements u.

a. in Stendal, Münster, Halberstadt und Wuppertal an. Die Studenten des neuen 4. Studienjahres wechseln unterdessen in das berufspraktische Jahr an der Vorpommerschen Landesbühne und unterschrieben am Sonnabend ihre Vereinbarung. Ganz wichtig: Alle wurden in die zentrale Schauspieleragentur aufgenommen.

Tom Schröter

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