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Usedom GPS führt Radfahrer zu Feiningers Malorten
Vorpommern Usedom GPS führt Radfahrer zu Feiningers Malorten
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07:43 25.08.2014
Bei der Vorstellung: Stefan Rudolph (CDU), Dieter Mann, Karl-Heinz Schröder, Sylvia Meenke, Andreas Meenke und Martin Bartels (v.l.).

Sehen, was der Maler sah: Per Rad auf den Spuren des Meisters der klassischen Moderne. Das war gestern! Heute heißt es: Per App auf den Spuren von Lyonel Feininger ((1871-1956), deutsch-amerikanischer Maler und begeisterter Fahrradfahrer. Und ein Usedom-Liebhaber. Hier hat er viel gemalt, hier tragen die „emotionalsten Radkilometer im Land”, wie es Staatssekretär Stefan Rudolph (CDU) formulierte, seinen Namen — der Feininger Radrundweg.

Den gibt es jetzt als App für alle gängigen Betriebssysteme. Mit GPS zu den 45 Malorten Feiningers — dafür steht die Papileo-App. Papileo war der Spitzname Lyonel Feiningers. Zwischen 1908 und 1924 hatte er seine kreative Schaffenszeit auf der Insel Usedom.

Mit der neuen App haben nun Gäste und Einwohner der Insel die Möglichkeit, die Malstationen des bekannten Künstlers mit dem Fahrrad zu erkunden und Informationen über ihn und seine vielen Werke über Smartphones und Tablets zu erhalten. Dank moderner technischer Hilfe wurden zwei Rundwege entwickelt — 17 und 53 Kilometer lang.

Hergestellt hat die App die Rostocker Firma Datamaris. Auf den Weg gebracht haben sie aber vor allem der Benzer Bürgermeister Karl-Heinz Schröder, der ehemalige Benzer Pastor Martin Bartels sowie Martin Meenke, der kürzlich verstorben ist. Umso mehr freute sich Schröder, dass die Witwe des früheren Verwaltungschefs des Südamtes, Sylvia Meenke, bei der Präsentation der App in der Benzer Kirche dabei war. „Ohne Martin wäre das nie möglich gewesen“, erinnerte Schröder an das Engagement seines Freundes. Und Martin Bartels erzählte von seiner Lust nach der Wende, immer mehr über Feininger zu entdecken. „25 Jahre läuft das Projekt schon. Nach der Wende kamen wir an die Literatur und konnten auch Ausstellungen besuchen“, blickte Bartels kurz auf die ersten Jahre mit Papileo zurück. Er habe vor Jahren nicht gewusst, was eine App ist, geschweige denn ein Smartphone. „Jetzt habe ich eins“, sagte er und hatte da längst die Papileo-App heruntergeladen. „Die gilt es nun kräftig zu vermarkten“, sagte Eberhard Osten, Geschäftsführer von Datamaris. Neben den App Stores soll vor allem der QR-Code auf Printprodukten die Papileo-App bekannt machen.

Und da sind ja auch noch die Sprecher — Jutta Wachowiak und Dieter Mann, bestens bekannte Schauspieler. „Wir schmücken uns mit euch“, so Martin Bartels, der die Texte für die App lieferte. Für Dieter Mann, der seit 41 Jahren die Insel kennt, war das Besprechen einer App etwas völlig neues. „Ich wusste nicht, was mich erwartet. Ein Mikro war aber da, ein Text auch — das hat ausgereicht“, sagte der Schauspieler. Martin Bartels ließ übrigens Jutta Wachowiak entschuldigen. Sie drehe derzeit für Soko Leipzig in der Messestadt. Kein Problem, irgendwie war sie doch in der Benzer Kirche — als Sprecherin auf der Papileo-App.

• www.papileo.de/app

Kleine und große Tour

33000 Euro hat die Entwicklung der App gekostet.
16300 Euro wurden durch das Wirtschaftsministerium des Landes gefördert.

53,5 Kilometer umfasst der große Rundweg mit den Malstationen von 27 bis 45.

17 Kilometer lang ist die kleine Runde mit den Stationen 1 bis 26.


Die große Tour führt über Mellenthin, Balm, Neppermin, Benz, Sallenthin, Bansin, Heringsdorf, Ahlbeck, Swinemünde, Zirchow, Korswandt, Gothen und Neuhof.



Henrik Nitzsche

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