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Grober Ton — filigrane Arbeit

Mellenthin/Korswandt Grober Ton — filigrane Arbeit

Gudrun Hinze arbeitet in Susi Erlers Keramik-Werkstatt schon an ihrem zweiten Kaffeeservice. Die Ückeritzerin hat Tassen, Teller und Milchkännchen fein säuberlich mit Blüten in Lavendelfarbe bemalt.

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Daniel Graf hat sich Zeit genommen für die Fragen, die Hobby-Töpferin Annelore Borg zum handwerklichen Schaffensprozess hatte.

Mellenthin/Korswandt. Gudrun Hinze arbeitet in Susi Erlers Keramik-Werkstatt schon an ihrem zweiten Kaffeeservice. Die Ückeritzerin hat Tassen, Teller und Milchkännchen fein säuberlich mit Blüten in Lavendelfarbe bemalt. Den Rohling für eine Zuckerdose hat ihr neulich eine Freundin geschenkt. Der kommt nun an die Reihe.

 

OZ-Bild

Bei so liebevoller Zuwendung von Susi Erler fühlten sich Martha (5) und ihre große Schwester Mare (13) gut aufgehoben. Fotos (2): Ingrid Nadler

Quelle:

600 Werkstätten deutschlandweit dabei

Nach dem Motto „MV tut gut und regional ist erste Wahl“ beteiligten sich von den über 100 Werkstätten, die es in Mecklenburg-Vorpommern gibt, 93 an dieser deutschlandweiten Aktion.

Bereits zum 9. Mal öffneten hier im Norden viele Werkstätten ihre Türen.

Deutschlandweit beteiligen sich inzwischen über 600 Werkstätten an

dieser Aktion.

Die Rentnerin aus Ückeritz gehört zu den Stammgästen in der Pommerschen-Keramik-Manufaktur hier am Morgenitzer Berg in Mellenthin. Am Wochenende war allerdings so viel Betrieb, dass sie auf einen Arbeitsplatz warten musste.

Susi Erler hat sich an der landesweiten Aktion „Tag der offenen Töpferei“ beteiligt — und sie hat es wieder gern getan. „Die ersten Besucher haben schon vor 10 Uhr vor der Tür gestanden. Und dann war es ein ständiges Kommen und Gehen.“ Was heißt Gehen? Nicht wenige wollten selbst zu Pinsel und Farbe greifen und den vor Ort erworbenen Rohlingen quasi den eigenen Stempel aufdrücken.

So wie die Schwestern Martha (5) und Mare (13) aus Ziemitz, die mit ihren Eltern ebenfalls zum wiederholten Male in der Manufaktur zu Gast waren. In einer Woche kann die Familie die Töpferarbeiten, die dann professionell glasiert und gebrannt sein werden, abholen. Urlauber bekommen ihre Souvenirs übrigens nach Hause geschickt.

Die Berliner Manfred und Rosi Wolter, die von der Aktion gelesen hatten, wollten eigentlich nur mal schnell vorbeischauen. Eigentlich. Denn dann sind sie doch länger geblieben und haben sich von der sympathischen Keramikerin das typische pommersche Muster und dessen Geschichte erklären lassen. Mit dem Hinweis, dass bei Daniel Graf in Korswandt ebenfalls die Werkstatttüren geöffnet seien, haben sich die Hauptstädter verabschiedet. Sogar die Sonne hat Samstag mitgespielt.

Nächste Station also Tonwerk Keramik Korswandt. Auch hier bei Daniel Graf, der seit zehn Jahren auf der Insel lebt und arbeitet, herrscht reger Betrieb. „Wir haben es endlich mal geschafft, herzukommen“, sagt Gisela Zeidler froh und schaut sich aufmerksam an, was der Keramiker geschaffen hat. Zuerst fällt die unterschiedlichste, teilweise skurrile Gartenkeramik ins Auge. „Wir sind vom Landfrauenverband Lubmin und treffen uns schon jahrelang jeden Montag zum Keramikzirkel. Wir sind schon ewig im Email-Verteiler von Herrn Graf und froh, ihn nun persönlich zu treffen.“ Die figürlichen Darstellungen haben es den Frauen besonders angetan. Annelore Borg will es genauer wissen und lässt sich vom Hausherren die handwerklichen Hintergründe erklären. Die unglasierten, ein wenig rau wirkenden Tonfiguren gefallen ihr am besten. Inspiration ist erlaubt und wird beim heutigen Zirkelabend in Brünzow sicher ausgewertet.

Daniel Graf hat sich über das Interesse gefreut, auch als er am Nachmittag seinen staunenden Besuchern den aufwändigen Raku-Brand vorgeführt hat. Pfingsten, sagt er, will er sein zehnjähriges Usedom-Jubiläum mit einem Töpferfest feiern. Mit Live-Musik und allem Drum und Dran.

Von Ingrid Nadler

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