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Grüffelo, Fuchs und Maus: Figuren, die die Kinder lieben

Koserow Grüffelo, Fuchs und Maus: Figuren, die die Kinder lieben

Richters aus dem Rheinland unterhalten acht Wochen lang ihr Publikum / Täglich zwei Vorstellungen – Da muss jeder aus der Familie mithelfen

Koserow. Der kleine Simon ist gerade mal reichlich zwei Jahre. Aber ein schlaues Bürschchen und vernarrt in Bilderbücher. Seine Lieblingsgeschichte ist seit Monaten die vom „Grüffelo“. Möglichst jeden Abend will er sie vorm Einschlafen hören. Deshalb verwundert es auch nicht, dass ihm von den ersten Ferien bei Oma und Opa auf Usedom nicht nur der Strand und die Möwen, die blau-weiße „Eisenbahn“ und das Traktor-Fahren in Karls Erlebnisdorf im Gedächtnis geblieben sind. Vor allem ist es die „Grüffelo“-Inszenierung im Rheinländischen Figurentheater. Inselweit sprang dem kleinen Berliner jedes bunte Plakat mit der Märchenfigur ins Auge. Für ihn war und ist Usedom gewissermaßen eine Grüffelo-Insel.

Diejenigen, die mit ihrem anrührenden Spiel maßgeblich dazu beigetragen haben, sind Manda und Helmut Richter mit ihren drei Kindern. „Wir kommen aus Schaustellerfamilien, schon über mehrere Generationen. Zirkus, Puppenspiel, Theater, das liegt uns im Blut“, sagt der junge Familienvater, der so etwas wie der Direktor des blau-weißen Zelt-Unternehmens, aufgestellt in der Nähe des Koserower Kreisels, ist. „Aber auch Marketingchef, Platzwart und Regisseur sowie natürlich Puppenspieler“, erklärt er dem Gast. Seine Partnerin kümmert sich um Kasse und Ticketverkauf, spielt Hauptrollen mit den eigens für die Bühne von Künstlern angefertigten Figuren. Und Antony, das mit zwölf Jahren älteste der drei Kinder, ist zuständig für die Einlasskontrolle, weist Gästen den Platz zu, führt in der Grüffelo-Inszenierung die Maus, im „Räuber Hotzenplotz“ ist es der Seppl.

Antony stört es nicht, dass er während der Sommerferien und auf der Badeinsel täglich „jobbt“. Zeit für den Strand bleibe zwischendurch immer noch. Und das Theater scheint schon heute für den Jungen, der mit Computerhilfe im Fernunterricht lernt, die berufliche Perspektive zu sein. „Das Interesse ist echt, von uns gibt es da keinerlei Vorgaben“, sagt seine Mama. Dennoch freut sie sich darüber, schließlich steckt in der Firma ganz viel Arbeit, Zeit, Geld und Liebe der Mini-Truppe. Von klein auf sind der Zwölfjährige und seine Geschwister zum Teamwork erzogen. Sie lernen ganz schnell kennen, dass in einem Familientheater alle energisch mithelfen müssen, damit das Ergebnis stimmt.

Vor zehn Jahren haben die Richters Usedom als Badewanne der Berliner in der Hauptstadt entdeckt und fortan die Inselbewohner und -feriengäste mit wechselndem Programm (etwa „Pipi Langstrumpf“, „Der kleine Drache“ sowie „Pettersson und Findus“) beglückt. Von ihrem Wohnsitz in Geilenkirche, wo sie allerdings nur ein paar Wochen im Jahr sind, geht es auf Tournee, vornehmlich nach Sachsen und Berlin. Und im Sommer eben (diesmal bis zum 25. August) auf die Insel Usedom. „Wir fühlen uns hier sehr wohl und freuen uns auch über die gute Resonanz“, sagt Helmut Richter.

Und das, obwohl es von Jahr zu Jahr mehr Mitbewerber um die Gunst der Gäste gibt. „Uns ist es stets Herzenssache, dass es Kindern wie Eltern und Großeltern gefällt, dass sie eine angenehme Atmosphäre im Theaterzelt vorfinden, sie die Nähe zu den Figuren und zu uns empfinden“, versichert Manda Richter. Und so darf Simon den großen und den kleinen Grüffelo nach der Vorstellung sogar noch streicheln. Er ist begeistert!

Vorstellungen: täglich 11 Uhr „Der Grüffelo“, 18 Uhr „Räuber Hotzenplotz“

Steffen Adler

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