Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 11 ° Regenschauer

Navigation:
Konzert in memoriam Manne Krug

Konzert in memoriam Manne Krug

Thomas Putensen und sein Beat-Ensemble gastieren am 5. November in der „Blechbüchse“

Voriger Artikel
Konzert in memorian Manne Krug
Nächster Artikel
Bilder vom Meer und mehr

Thomas Putensen. Am 5. November gastiert er mit seinem Beat-Ensemble in der Zinnowitzer „Blechbüchse“. Im Programm erklingen die schönsten Lieder von Manne Krug und Günther Fischer.

Quelle: privat

Zinnowitz Eigentlich war alles anders gedacht: Nach dem Konzert der schönsten und legendärsten Songs von Manne Krug und Günther Fischer am 5. November in der „Blechbüchse“ wollte Thomas Putensen Live-Mitschnitte Krug zu dessen 80. Geburtstag Anfang nächsten Jahres schenken. Nun ist der Schauspieler und begnadete Sänger tot. Doch das Konzert wird es geben – in memoriam.

Vor ziemlich genau zehn Jahren haben Sie in Berlin, im Prenzlauer Berg, ein ähnliches Krug-Fischer-Programm gemacht ...

Thomas Putensen: Ja, stimmt. Damals war Günther Fischer meiner Einladung gefolgt, Manne Krug leider nicht. Ich glaube, er fremdelte immer ein bisschen damit, dass ich seine Songs sang. Jemand anderes machte und macht es bis heute aber nicht. Dennoch war das Konzert in Berlin eine super Sache, wir tourten dann noch jahrelang erfolgreich damit.

Nun gibt es de facto eine Neuauflage. Berührt Sie Krugs Tod als Künstler und Fan seiner Musik?

Putensen: Natürlich, deshalb wird das schon was ganz Besonderes in Zinnowitz auf der Bühne. Ich bin jetzt schon sehr emotionalisiert. Aber ich freue mich auch total darauf. Und ich hoffe, dem Publikum geht es genau so.

Wird Günther Fischer dabei sein?

Putensen: Leider nicht. Er hatte im Sommer einen Herzinfarkt und muss erst mal wieder gesund werden. Für solch einen Kurzbesuch wäre die Reise von Irland an die Ostsee zu anstrengend. Ich hoffe aber, dass er zu unserem großen Konzert im Frühjahr nach Rostock kommt. Dort treten wir im Theater auf.

Auf wen können sich dann die Musikfreunde am 5.11. freuen?

Putensen: Wir sind als Ensemble neun Leute und zwei Backgroundsängerinnen. Und gemeinsam werden wir zwei Stunden lang die schönsten Krug/Fischer-Lieder singen und spielen. „Gestern war der Ball“ oder „Das war nur ein Moment“ waren im deutschen Osten legendär. Nur leider hat Krug sie – mit wenigen Ausnahmen – nie live gesungen. Es gab nur Studioaufnahmen. Jetzt kommen sie mit uns wieder auf die Bühne. Und einige der Mitschnitte werden ich Manne via Facebook in regelmäßigen Abständen hinterher senden.

Eine große Herausforderung das Ganze?

Putensen: Klar, vor allem, weil viele der Lieder ganz viel Energie brauchen, die kann man nicht so etwas gebremst dahin hauchen, die kommen nur gut, wenn sie mit vollem Karacho gesungen und gespielt werden. Also braucht man auf der Bühne auch mal eine Pause.

Zum Luft holen und auch zum Geschichten erzählen?

Putensen: Genau. Man muss mal durchschnaufen, und ich hab ja auch allerhand Kurzweiliges zu erzählen. Über die beiden großen Musiker, Episoden, auch Nachdenkliches.

Zum Beispiel? Hatten Sie eine persönliche Beziehung zu Krug?

Putensen: Eigentlich nicht, er war ja immer ziemlich unnahbar, konnte auch recht unwirsch reagieren. Aber beim vorletzten Silvester hab’ ich ihn mal in Heringsdorf getroffen. Da stand ich aber eigentlich nur am Rande. Und er war mit meiner Partnerin beschäftigt, die hatte „Wenn Du schläfst, mein Kind“ auf der Geige begleitet. Krug, ganz Charmeur, nahm ihre Hände, streichelte sie und sagte: „Du hast so wunderbare Geigenpfoten“. So war er eben. Er mochte halt Frauen.

Sie hatten aber engeren Kontakt zu Krugs Tochter Fanny, die zunächst ja durchaus Interesse zeigte, in ihrem Programm mitzuwirken ...

Putensen: Das stimmt. Sie war von der Idee, bei uns mitzumachen, zunächst sehr angetan. Später lehnte sie aber plötzlich rundweg ab. Ich glaube, da hatte Ihr der Vater die Richtung vorgegeben. Der mochte das, was wir machten, irgendwie nicht so richtig.

Dennoch: Es gab und gibt ja eine riesige Fanszene, die Krug als Schauspieler und als Sänger bis heute huldigt. Gehören Sie dazu?

Putensen: Ohne Zweifel, ja. Ich kannte ihn ja auch als Kind schon, aus Film und Fernsehen. Deshalb machen wir jetzt aus dem geplanten Geburtstags- ja auch das große Abschiedskonzert. Es wird etwas ganz Besonderes. Und ich hoffe, viele Leute kommen, um sich das anzuhören.

Was macht der Künstler Putensen momentan sonst so, wenn er gerade mal nicht mit Krug und Fischer beschäftigt ist?

Putensen: Neben dem „Wunderwalzer“, den ich meiner Tochter Isabelle gewidmet habe, entsteht jetzt die Kinder-CD „Josephine - Dampfmaschine“. Ich hab’ ja zwei Töchter, drei und sieben Jahre jung. Und mit denen zu singen und zu musizieren, das macht uns gemeinsam Riesenspaß.

Konzert „Gestern war der Ball“ am 5. November ab 19.30 im gelben Theater „Die Blechbüchse“ Zinnowitz.

Es singen und musizieren Thomas Putensen und sein Beat-Ensemble. Zu hören sind von Günther Fischer komponierte und arrangierte Musik sowie Krugtexte.

Tickets gibt es unter ☎ 03971 / 2688 800 sowie an der Abendkasse.

Interview von Steffen Adler

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Daniel Barenboim am Pult

Drei Jahre nach seinem Tod zeigt die Berliner Staatsoper Patrice Chéreaus letzte Inszenierung. „Elektra“ wird mit Daniel Barenboim am Pult zum furiosen Familiendrama.

mehr
Mehr aus Kultur
Verlagshaus Zinnowitz

Neue Strandstraße 31
17454 Ostseebad Zinnowitz

Öffnungszeiten:
Mo. bis Fr. von 10:00 bis 17:00

Leiter Lokalredaktion: Dr. Steffen Adler
Telefon: 03 83 77 / 36 10 14
E-Mail: zinnowitz@ostsee-zeitung.de

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.