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Mit der „Linie 1“ zum Usedomer Hafen

Usedom Mit der „Linie 1“ zum Usedomer Hafen

Farbenfrohe Revue feiert morgen Premiere / 60 Rollen, 17 Musiktitel und viele skurrile Typen

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Auf der U-Bahn-Linie 1 wird auch mal richtig abgerockt: Die Straßenmusiker Tracy Neumann und Marcus Möller. Fotos (7): Henrik Nitzsche

Quelle: Fotos: Henrik Nitzsche

Usedom. Kein ABV! Kein Genosse Dirk Dengler (Ronald Jopt)! „Er wurde nicht über die Grenze gelassen“, begründet Regisseurin Birgit Lenz mit einem Augenzwinkern das Fehlen des Abschnittsbevollmächtigten mit seiner knatternden Schwalbe und dem humorvollen, aber kommunistisch korrektem Dialog. Auch der Trabi wird in diesem Jahr nicht auf die Usedomer Hafenbühne rollen – „der ABV passt einfach nicht zum neuen Stück“, so Birgit Lenz.

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Farbenfrohe Revue feiert morgen Premiere / 60 Rollen, 17 Musiktitel und viele skurrile Typen

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Der Abschnittsbevoll- mächtigte mit der Schwalbe passt diesmal nicht in das neue Stück.“Birgit Lenz, Regisseurin

Stattdessen bekommen die Usedomer etwas viel Größeres – eine U-Bahn. Der Ort, wo die Leute unausweichlich miteinander verbunden sind. Und zwar die legendäre „Linie 1“. So heißt die musikalische Revue von Volker Ludwig und Musik von Birger Heyman, die morgen auf der Usedomer Hafenbühne Premiere feiert.

Öffnete sich im vergangenen Jahr am Ende der „Sonnenallee“ die Berliner Mauer, ist man jetzt quasi im Westteil der Stadt mit der U-Bahn-Linie angekommen, die durch Kreuzberg verlief.

Bahnhof Zoo, Schlesisches Tor, Ruhleben – bitte einsteigen und sich auf die unterschiedlichsten Typen freuen: Nachtschwärmer, Tagträumer, Skins, Punks, Schwule, Türken, Schulschwänzer, böse Witwen im Pelz oder Bouletten-Trude mit der typischen Berliner Kodderschnauze. „Wir haben in diesem Jahr 60 Rollen. Viele Akteure spielen gleich mehrere“, sagt Birgit Lenz. 21 Darsteller wuppen das irre berlinerische Stück, darunter Schauspieler, Eleven der Theaterakademie sowie Laiendarsteller.

Die Geschichte ist kurz erzählt: Auf dieser Linie begegnet man einem Mädchen aus der Provinz. Abgehauen von zu Hause, hofft sie hier den Mann ihrer Träume, einen Berliner Rockstar, zu finden. Sie hatte ihn auf einem Konzert in ihrer Kleinstadt kennen und lieben gelernt hat. Bei ihrer Suche trifft sie auf Gestalten aus dem Berliner Milieu.

Vor ihr stehen dann plötzlich ein Schluckspecht – der herrlich betrunkene Penner (Torsten Schemmel), der in einem Einkaufswagen zu wohnen scheint, die schrille Lady (Ricarda Matschke), die im Berliner Nachtleben Millionen verdient und der grummelige Alte, der in der U-Bahn Ausländer beleidigt und wie ein Rohrspatz schimpft.

„Wir bewegen uns in einem Berlin, in dem gesellschaftliche Probleme abgehandelt werden. Das war schon 1986 so, als das Stück uraufgeführt wurde. Und das ist heute noch genauso. Mit der Musik und dem Tanz haben wir uns dem Sound der heutigen Zeit angepasst“, macht Bühnen- und Kostümbildner Andreas Mücke auf die Aktualität des Stückes aufmerksam. Für ihn ist es ein „Roadmovie“ geworden.

Birgit Lenz musste diesmal im Vergleich zu den Vorjahren, als die Rudi-Strahl-Geschichten humoristisch den Alltag der ehemaligen DDR-Bürger erzählten, zur Vorlage kaum etwas verändern. „Linie 1 ist ein Stück mit vorgegebenem Inhalt und Musik. Humor kommt dabei nicht zu kurz“, sagt die Regisseurin, für die vor allem die Organisation hinter der Bühne durch die vielen verschiedenen Rollen eine Herausforderung war. Mehrmals Umziehen auf engstem Raum – für die Mimen keine leichte Aufgabe.

Diesmal musste alles in nur sechs Wochen passen. „Mehr Zeit für die Proben und das Einspielen der Musik hatten wir nicht“, sagt Choreografin Anika Laß. Musik, wie der Song „Fahr mal wieder U-Bahn“.

Gerne, morgen, 19.30 Uhr, Haltestelle Usedomer Hafen – Einfahrt hat die U-Bahn-Linie 1!

Linie 1 wurde erfolgreich verfilmt

1986 wurde „Linie 1 “ als Musical vom Berliner Grips-Theater uraufgeführt. Die Musik schrieb Birger Heymann mit der Rockband No ticket, die Texte verfasste sein Freund Volker Ludwig. 1988 wurde es von Reinhard Hauff erfolgreich verfilmt. Linie 1 wurde anfangs von allen großen Bühnen Deutschlands unbeachtet gelassen. Bundesweit bekannt wurde das Stück dadurch, dass mehrere Lieder in der Fernseh-Satiresendung Scheibenwischer aufgeführt wurden. Das Stück war das meistgespielte deutsche Theaterstück seiner Zeit.Wann? Vom 25. Juni bis 27. August immer montags, mittwochs, donnerstags und samstag jeweils 19.30 Uhr

Wo? Usedomer Hafenbühne

Tickets: über die OZ unter den Nummern ☎ 0381/38 30 30 19 (17) oder beim Theater ☎ 0 39 71 / 20 89 25

Henrik Nitzsche

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