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Montessori-Kita fördert das Sprechen

Wolgast Montessori-Kita fördert das Sprechen

Wolgaster Kindertagesstätte nimmt an Bundes-Programm teil / Aufbau einer Hortgruppe scheitert bisher

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Der Hof des Kleeblattcenter bietet den Kindern, hier mit Erzieherin Roswitha Eisenschmidt, ausreichend Platz zum Spielen.

Quelle: Fotos: Tom Schröter

Wolgast. Die Kita Montessori-Kinderhaus in Wolgast, die 60 Plätze hat, nimmt seit April am Bundesprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ teil. Ein Hintergrund: 20 der insgesamt 53 Mädchen und Jungen, die die im Kleeblattcenter befindliche Kita derzeit besuchen, sind Asylbewerberkinder. Die Vermittlung der deutschen Sprache stellt die Erzieher bei ihnen also vor besondere Herausforderungen.

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Wolgaster Kindertagesstätte nimmt an Bundes-Programm teil / Aufbau einer Hortgruppe scheitert bisher

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„Das Bundesprogramm beinhaltet drei wichtige Ebenen“, erklärt Kita-Leiterin Birgit Will. „Erstens geht es darum, die alltagsintegrierte sprachliche Bildung der Kinder zu verbessern. Zweitens geht es um Inklusion und drittens um die Kooperation mit den Eltern.“ Über das Bundesprogramm würden notwendige zusätzliche Personalstunden finanziert. Die Erzieherin Ulrike Hartwig habe eine Weiterbildung zur Sprachfachkraft absolviert. Außerdem komme regelmäßig eine Sprachfachberaterin in die Einrichtung, um den Mitarbeitern darüber hinaus mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Um Sprachkompetenzen zu verbessern, werde im täglichen Umgang mit den Kindern verstärkt mit Bildern gearbeitet und diese mit den dazugehörigen Wörtern verknüpft. Gelegenheiten würden bewusst genutzt, um mit den Kindern ins Gespräch zu kommen, Fragen zu stellen, sie zum Reden und zum Erzählen zu bringen. Vom Bundesprogramm sollen aber auch die einheimischen Kinder profitieren. „Wolgast-Nord ist ein sozialer Brennpunkt. Wir wollen mit unserer Arbeit verhindern, dass die sprachliche Auseinandersetzung mit den Kindern in der Familie trotz der Nutzung moderner Kommunikationsmittel nicht einschläft“, verdeutlicht Birgit Will. „Denn: Der indirekte Sprachschatz wächst schon lange, bevor das Kind spricht.“ Das Montessori-Kinderhaus wolle helfen, mit der sprachlichen Bildung und Förderung möglichst früh zu beginnen.

Zusätzlich bemüht sich Birgit Will bereits seit geraumer Zeit darum, die Kita um einen Hortbereich mit etwa zehn Plätzen zu ergänzen. „Ich habe zwölf Hort-Anträge für Kinder, die die Grundschule an der Baustraße besuchen. Dabei handelt es sich um Kinder, die vor der Schule bei uns in die Einrichtung gingen. Gern würden die Eltern ihren Nachwuchs nach der Schule in einer vertrauten Umgebung unterbringen.“ Birgit Will betont, dass insbesondere für Kinder aus sozial schwachen und bei der Bildung benachteiligten Familien eine aktive und sinnvolle Freizeitgestaltung nach Schulschluss wichtig sei. „Wir können den Hortkindern und künftigen Schulanfängern einen Gruppenraum und einen großen Bewegungsraum für die Freizeitgestaltung bieten“, so die Leiterin.

Wolgasts Vizebürgermeisterin Gisela Kretschmer teilt mit, dass die Stadtverwaltung ihre Stellungnahme zum beabsichtigten Hortangebot gegenüber dem Landkreis abgegeben habe, der am Ende über den Antrag der Kita zu entscheiden habe. „Wir haben dem Landkreis aber mitgeteilt, dass wir zurzeit in Wolgast noch freie Hortplätze haben.“ Der Hort der AWO am Paschenberg, der zur Grundschule Baustraße (270 Schüler) günstig liege, verfüge über 190 Plätze, von denen nur 160 belegt seien. Die 30 Hortplätze in der DRK-Kita „Anne Frank“ hingegen seien ausgelastet. Bei der Grundschule an der Heberleinstraße (150 Schüler) sehe die Situation etwas anders aus, so Gisela Kretschmer. Die 88 Hortplätze in der nahen Einrichtung des ASB reichten nicht aus.

Tom Schröter

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