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Musik für wachen Geist und williges Ohr

Stolpe/Wolgast Musik für wachen Geist und williges Ohr

Dänisches Ensemble MidtVest spielte in Benz

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Stolpe/Wolgast. Musik am Abend (sera), das passte, und Musik im Freien (al sereno) konnte man sich angesichts der Sternendecke in der Kirche zu Benz auf Usedom mit einiger Phantasie durchaus vorstellen. Und da dort Musik mit im besten Sinne unterhaltsamem Charakter das Programm bestimmte, waren es am Donnerstagabend tatsächlich die drei guten Dinge, die zu einer Serenade gehören.

Mit dem Ensemble MidtVest sowie Kompositionen von Carl Nielsen (1865-1931), Nils Wilhelm Gade (1817-1890) und Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) waren aber auch weitere Voraussetzungen für einen garantiert genussreichen Abend gegeben. Etwa mit Mozart, dessen Quartett für höchst anspruchsvoll eingesetzte Oboe und Streichtrio F-Dur (KV 370) schönsten Serenadenton besaß und so inspiriert einfallsreiche wie gesellige Spiellaune versprühte. Oder mit Gades e-Moll-Streichquartett, das dem Kenner hohe Qualitätsstandards dieses lange verkannten Mendelssohn-Freundes, den begeisterte Zeitgenossen schon mal mit Mozart verglichen, bestätigte. Dem Musikfreund dürfte es aber ganz sicher als sehr bereichernde Überraschung im Gedächtnis bleiben, als Werk bester Handwerklichkeit, von schöner Erfindung, starker Ausdruckskraft und stringentem, mitreißendem Schwung.

Das galt auch für den zweiten großen Dänen: Nielsen. Als Sinfoniker ein eigenwilliger, zunehmend entdeckter Komponist. Er kann aber auch in und mit kleineren Formen überzeugen. Schon die Fantasiestücke op. 2 – hier im Arrangement für Oboe und Streichtrio – mehr aber noch das geradezu Vorbildwirkung für das 20. Jahrhundert besitzende Bläserquintett op. 43 (1922) zeugen von überquellendem Einfallsreichtum und meisterlicher Beherrschung des gewählten Instrumentariums, faszinierender Klangintensität und einer für das Genre ungewöhnlichen Expressivität. Ein ungetrübtes, wenngleich anspruchsvolles Vergnügen für den wachen Geist und das willige Ohr. Zumal die bravourös musizierenden Gäste ihre sichtliche Begeisterung direkt auf das Publikum zu übertragen vermochten. Ekkehard Ochs

Reformation in Dänemark

1536: Am 12. August 1536 ließ König Christian III. von Dänemark drei katholische Bischöfe verhaften, teils um den Widerstand gegen die Reformation zu brechen, teils um durch die Enteignung ansehnlichen kirchlichen Vermögens die Schulden an das große Heer von Landsknechten zu begleichen. Martin Luther sandte seinen Glückwunsch an den König. Mit der Kirchenordnung des Reformators Johannes Bugenhagen wurde schließlich die Reformation in Dänemark und Norwegen eingeführt.

Deutsch-dänische Festmusiken

Am Montag begrüßt das Usedomer Musikfestival um 19.30 Uhr auf Schloss Stolpe zum Abschluss des Ostsee-Musikforums die Studenten von David Geringas'

diesjährigem Meisterkurs. Der in Vilnius (Litauen) geborene Cellist und Dirigent David Geringas zählt zur Musiker-Elite der Gegenwart. Mehr als eine Woche haben die zwölf Teilnehmer mit dem Cellisten gearbeitet. Die Ergebnisse stellen die Studenten am Montagabend vor. Das Programm bleibt jedoch bis zum Konzertbeginn für alle eine Überraschung.

Weithin sichtbar erhebt sich der Kirchenbau von St. Petri in Wolgast am Horizont – ein Wahrzeichen der Region und der Stadt mit der Peenewerft. Hier liegen die Pommerschen Herzöge begraben. Beim Usedomer Musikfestival bläst das renommierte Sächsische Blechbläserquintett am Dienstag, den 3. Oktober, 17 Uhr im mächtigen Kirchenbau zum großen Festkonzert. Mit dabei ist der gefeierte dänische Organist Erik Kolind von der Kopenhagener Holmenkirche. Gespielt wird festliche Musik für Bläser und Orgel. Musiken der Dänen Dietrich Buxtehude und Niels Wilhelm Gade sind dabei, aber auch festliche Werke von Johann Sebastian Bach, Richard Strauss und vielen mehr.

Tickets: ☎ 03 83 78 / 3 46 47

OZ

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Annegret Voigt, Alice Löw Pereira, Constanze Liebert und Any Dos Santos Lima (v.l.) als musikalische Ordensschwestern im Minimusical „Non(n)sens.

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