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Strandbar nach Brand wieder aufgebaut

Zinnowitz Strandbar nach Brand wieder aufgebaut

Unternehmer blicken optimistisch in den Sommer / Die ersten Abendveranstaltungen sind gut angelaufen

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Jörgen Hoffmann (l.) und Benjamin Jekat freuen sich, dass die Surfbar 8Q nun wieder für alle offen ist.

Quelle: Hannes Ewert

Zinnowitz. In der Nacht vom 10. zum 11. Dezember des vergangenen Jahres haben Benjamin Jekat (31) und Jörgen Hoffmann (48) aus Zinnowitz so ziemlich alles verloren.

 

OZ-Bild

Die alte Surfbar stand lichterloh in Flammen.

Quelle: privat

Strandbar

300 Mädchen und Jungen lernen während eines Jahres die Grundbegriffe in der Surfschule in Zinnowitz.

Die Bar befindet sich auf Höhe des Hotels „Baltic“ in Zinnowitz.

• Internet: www.surfbar-8q.de

Lichterloh stand ihre Existenz, die Strandbar der Segel- und Surfschule 8Q, in Flammen. Damals versicherten sie: „Zur nächsten Saison sind wir wieder da für unser Publikum.“ Und sie haben ihr Versprechen gehalten. Ihr neuer Arbeitsplatz erstrahlt in einem völlig neuen Design. Im Sommer ist das der Anlaufpunkt für unzählige Sportbegeisterte und Partygänger am Zinnowitzer Ostseestrand.

„Wir haben seit Januar an der Bar gebaut. Erst nur am Wochenende und immer abends, ab April sogar täglich“, sagt Benjamin Jekat, der mit seinem Partner gleichberechtigt die Bar führt. „Zunächst mussten wir erstmal den Schock überwinden. Das war unsere Existenz und von einem Tag auf den anderen haben wir alles verloren. Leider waren wir dagegen nicht versichert. Der Brand hat uns praktisch nackig gemacht“, sagt Hoffmann.

Nach Erkenntnissen der Polizei wurde damals zielgerichtet ein auf dem Gelände des Bauhofes befindlicher Papiercontainer zwischen den Bauwagen und die Strandbar geschoben und angezündet. Mit viel Glück konnten die Feuerwehren ein Übergreifen auf daneben befindliche Gebäude verhindern. „Der Schaden lag bei ungefähr 30000 Euro“, sagt Hoffmann. In dem Bauwagen befanden sich unter anderem unzählige Neoprenanzüge, Zelte, Paddel und Surfbretter. Hinzu kommen Tische, Stühle und mehrere Elektrogeräte. Alles wurde ein Raub der Flammen.

„Nach Zeugenangaben gibt es bereits einen Namen, der mit der Brandstiftung in Verbindung gebracht wird, aber die Beweise reichten der Polizei noch nicht aus“, sagt Jekat. Es wird weiterhin nach Hinweisen gesucht. Ob der oder die Brandstifter dingfest gemacht werden können, bleibt abzuwarten.

Nach dem Brand steckten die beiden Männer den Kopf nicht in den Sand. Sie krempelten die Ärmel hoch und packten mit an. „Wir haben uns einen alten Motorkutter aus Wolgast organisiert und dann peu á

peu aufgebaut. Ein Freund arbeitet als Zimmermann und dieser half uns hin und wieder aus. Der Kutter ist etwa 30 Jahre alt“, erklärt Hoffmann.

In diesen Tagen bauen die beiden Männer ihr Areal wieder stückweise auf. „Die Surfausrüstung soll demnächst kommen. Wir warten seit ein paar Wochen auf die Lieferung aus den Niederlanden. Eigentlich sollte sie schon längst da sein“, erklärt Jekat. Auch wenn ein Großteil des Materials noch fehlt, ins Wasser wagten sich bereits gestern die ersten Männer und Frauen. „Wir haben im Moment gute Surfbedingungen. Der Wind kommt von der See und lockt die ersten Wagemutigen auf die Bretter“, sagt Jekat.

Die Surfbar versteht sich nicht nur als Schenke von Cocktails. „Seit der vergangenen Woche bieten wir regelmäßig Live-Musik an. Die erste Veranstaltung namens ’Musik im Sand’ wurde gut angenommen“, sagt er.

„Wir wollten vor zwei Jahren für Zinnowitz etwas völlig Neues schaffen. Dieses Konzept gab es noch nicht. Echt ärgerlich, wenn die Bar offenbar mutwillig angezündet wird und man vorher viel Herzblut darin investiert hat.“

Nun schauen die beiden Männer nach vorne. „Ab Juni kommt noch die aufblasbare Wasserrutsche hinzu. Dann herrscht hier wieder richtig Leben am Strand.“

Das nächste Mal Live-Musik ist übrigens morgen. Ab 20 Uhr spielt „S&M unzensiert“.

Von Hannes Ewert

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