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Usedom Usedom: Altes Rathaus braucht konzeptionelle Vielfalt
Vorpommern Usedom Usedom: Altes Rathaus braucht konzeptionelle Vielfalt
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00:00 11.09.2013
Usedom

„Das ist einfach unerhört!“, schimpft der Usedomer Bürgermeister angesichts der Äußerungen des Kunstfördervereins über dessen Aktivitäten in der Inselstadt (OZ v. 5. 9.).

„Diesen Aussagen der Vorsitzenden Karin Timmel muss ich entschieden widersprechen“, sagt Jochen Storrer.

Anders als vereinbart will der Verein jüngsten Verlautbarungen zur Folge seine Ausstellungen weiterhin im „Kaleidoskop“ statt später im sanierten Rathaus präsentieren. Karin Timmel begründet die Entscheidung des Vorstandes damit, dass das Nutzungskonzept für das Rathaus geändert wurde und die Volkssolidarität dort ein Mehrgenerationenhaus plant. „Das kann ich so nicht stehen lassen! Es ist richtig, dass der Verein ursprünglich vor hatte, das gesamte Rathaus für seine Zwecke zu nutzen und zu gestalten. Aber er konnte der Stadt kein Konzept vorlegen und schon gar nicht eine Finanzierungsabsicherung, weder für die Miete noch für die Betriebskosten. Aus der Sorge heraus, dass der Förderverein die Last nicht stemmen kann, haben wir uns nach Betreibervarianten umgesehen“, erklärt der Bürgermeister. Dabei seien zum Beispiel auch Seniorenwohnungen ins Gespräch gebracht worden, bis die Volkssolidarität 2011 das Konzept „Kultur- und Generationenmarktplatz“ vorgelegt habe, das die Zustimmung der Stadtvertretung erhielt.

Storrer erklärt: „Geplant ist eine Nutzung für Senioren und Jugendliche auf eineinhalb Geschosse, ein Bürgermeisterbüro mit erweitertem Rathaussaal. Dem Kunstförderverein wurde das gesamte wunderschöne alte Dachgeschoss mit seinem über 280 Jahre alten Gebälk zur Nutzung angeboten. Dementsprechend lauteten die Genehmigungs- und Fördermittelanträge und so wurde die gesamte Planung zwei Jahre lang vorangetrieben.“

Und Storrer macht seiner Empörung weiter Luft, in dem er aus einem dreiseitigen Positionspapier zitiert, das der Verein am 18. November 2012 mit folgendem Kernsatz vorgelegt hat: „Die Fördergesellschaft will schwerpunktmäßig im Dachgeschoss des alten Rathauses eine Dauerausstellung mit musealem Charakter etablieren.“ Im März diesen Jahres haben Karin Timmel und ihr Stellvertreter Günter Reinhold die Zusammenarbeit im Rathaus abgesagt.

Das vorgebrachte Argument, die Ausstellungen im Dach werde kaum besucht werden, hält Storrer für fadenscheinig. „Das Dach ist künftig sogar durch einen Fahrstuhl erreichbar. Außerdem haben wir dem Verein angeboten, auch den Rathaussaal für Ausstellungen mitzunutzen. Ich denke, der wahre Grund ist ein anderer: Der Verein wird die Miet- und Betriebskosten nicht aufbringen können. Und ich finde, das sollte man anständigerweise dann auch so sagen!“

Mit der Absage brachte der Kunstverein die Stadt in erhebliche Schwierigkeiten, weil die Fördermittelvergabe an die oben beschriebene Nutzungsvielfalt gebunden war. „Wir suchen nun nach einem neuen Interessenten, der das 160 Quadratmeter große Dachgeschoss kulturell/künstlerisch nutzen will. Vielleicht könnte die Musikschule hier eine Außenstelle einrichten ...“

Ingrid Nadler

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