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Virtuosen spielen in der Bahnhofswartehalle

Heringsdorf Virtuosen spielen in der Bahnhofswartehalle

Zur 19. Auflage des Jazz-Festivals in Heringsdorf kamen hunderte Zuschauer / Der Abend stand ursprünglich auf der Kippe, wurde dann aber gerettet

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„Kurt De Wit & Kaiserbäder Big Band“ sorgten bei ihrem Auftritt mit ihrem Swing für Stimmung beim Publikum.

Quelle: Andreas Dumke

Heringsdorf. Die wohl angenehmste Wartezeit erlebten die Bahnhofsbesucher am Samstagabend. Bei der Veranstaltung „Jazz auf dem Bahnhof“ präsentierte sich das Kaiserbad weltoffen und modern. In unbekümmert entspannter Atmosphäre bildeten die Freunde der Jazzmusik mit geschulterten Pullovern bei Bier und Wein ein dankbares Publikum. Wer die sozialen Netzwerke aufmerksam verfolgt hatte, wusste, dass die 19. Auflage des Jazzfestivals in diesem Jahr eigentlich pausieren sollte. „Aber ihr könnt doch so ein Ding nicht sterben lassen!“ mit diesen Worten hatte sich der Berliner Musiker und Unterhaltungskünstler Charlie Eitner, welcher auch auf Usedom seit vielen Jahren in der Musikbranche aktiv ist, kurzerhand selbst der Veranstaltung angenommen und sich als Mitorganisator vor den Karren gespannt. „Besonders wichtig war es uns, dass für die Veranstaltung kein Eintritt kassiert werden muss“, stellte er als Grundsatz voran. „Die Leute sollen einfach Spaß haben an der Musik.“ Dass es mit dementsprechend kleinerem Budget nicht ganz einfach war, Jazzformationen zu finden, die kurzfristig verfügbar sind und zusammen passen, ist nachvollziehbar. Aber das Ergebnis konnte sich sehen und vor allem hören lassen. Mit Applaus zollten die Besucher Respekt und ließen sich auch die Zwischenbeifälle nach den Instrumentensoli nicht nehmen. Gelegentliche Zug- ein- und -ausfahrten auf dem Sackbahnhof sorgten für ein unnachahmliches Realflair ebenso wie die lockere Moderation von Ulrich Maria Kellner.

OZ-Bild

Zur 19. Auflage des Jazz-Festivals in Heringsdorf kamen hunderte Zuschauer / Der Abend stand ursprünglich auf der Kippe, wurde dann aber gerettet

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Der Jazz

Anfang der 20. Jahrhunderts wurde die Musikrichtung „Jazz“ überwiegend von Afroamerikanern hervorgebracht. Zunächst war die in den Südstaaten der USA vertreten. In den kommenden Jahren wurde sie auf vielfältige Weise weiterentwickelt.

Neben der international aufgestellten East- West-Connection und dem Jazz-Collegium Berlin freute er sich mit Kurt De Witt & der Kaiserbäder Big Band auch heimische Künstler vorstellen zu dürfen. Erst im Jahr 2009 gegründet genoss die sogenannte Hausband Heimvorteil im Kaiserbad, entführte das Publikum auch schon mal auf den Mond, bat zum Tanz und kleidete die Erkennungsmelodie der Insel Usedom in vielseitige Jazzklänge.

Beeindruckt von der Organisation zeigte sich Hartmut Behrsing, Mitbegründer und Leiter des Jazz-Collegium Berlin. Die seit nunmehr 44 Jahren bestehende Jazzformation steuerte neben traditionellen Standards berühmte Evergreens der Swing-Musik bei. „Es ist ein sehr farbiges Festival. Wir wollten nicht nur Dixieland spielen, sondern auch andere Stilrichtungen präsentieren. Diese Vielseitigkeit gefällt mir“, sagt der Virtuose an der Posaune. Auch wenn ihn die Überlagerung der Triebwagengeräusche zunächst etwas irritiert hatte, ordnet er den Spielort als äußerst interessant ein. „Die Musik wird hier in Heringsdorf sehr gut angenommen, die Zuschauer hören interessiert zu und das Wetter spielt auch mit“, so das positive Resümee des Jazz-auf-dem-Bahnhof-Neulings und Gern-Wiederkommers.

Beate Rother

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