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Werkverzeichnis des Inselmalers freigeschaltet

Koserow Werkverzeichnis des Inselmalers freigeschaltet

Freundeskreis erwartet weltweites Echo auf eine mühsame Arbeit / Feierstunde und Konzert zum 120. Geburtstag von Otto Niemeyer Holstein

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Christopher Niemeyer, der Enkel des Inselmalers (l.) und Gudrun Schmidt, die unermüdlich zweieinhalb Jahre am Werkverzeichnis gearbeitet hat, bei der Feierstunde in Lüttenort.

Quelle: Steffen Adler

Koserow. Unkomplizierten Zugang zu nahezu 5000 Arbeiten des Inselmalers Otto Niemeyer-Holstein (1896-1984) haben interessierte Leute ab sofort online. Anlässlich des 120. Geburtstages des Künstlers traf sich am Mittwochnachmittag ein Teil des Freundeskreises, um der symbolischen Freischaltung des digitalisierten Werkverzeichnisses beizuwohnen. „Jetzt hoffen wir, dass es weltweit via Internet Kontakte, Anfragen, aber auch Hinweise zu womöglich weiteren Werken von ONH, von denen wir bislang gar nichts wissen, geben wird“, sagte Franka Keil, Leiterin des Gedenkateliers, während der Feierstunde.

Für Sabine Curio, Vorsitzende des 167 Mitglieder zählenden, rührigen Freundeskreises, sei der 120. Geburtstag von OHN mehrfacher Grund zur Freude: Einerseits gebe es derzeit eine wunderbare Ausstellung in Lüttenort zu bestaunen („Die Moderne im Licht des Nordens“), und zum anderen sei ein langersehnter Bildband mit 160 Abbildungen von Werken des Inselmalers gerade erschienen (die OZ berichtete). „Die gewaltigste Leistung aber ist es, dass die Arbeit am Werkverzeichnis von ONH zu einem gewissen Ende gekommen ist“, sagte die Malerin. Die Vorleistungen hätten sich über Jahrzehnte hingezogen, zuletzt hat die Kunstwissenschaftlerin Gudrun Schmidt (Berlin/Lörrach) in mühevoller Kleinarbeit der vergangenen zweieinhalb Jahre die Arbeiten zum Abschluss gebracht. „Unter anderem ist es ihr dabei gelungen, ungefähr 500 Arbeiten Niemeyer-Holsteins neu zu entdecken.“ Die so hoch gelobte Frau hielt sich im Auditorium bescheiden zurück, wird aber am 1. Juli in einer separaten Veranstaltung in der Neuen Galerie über ihre umfangreiche und akribische Arbeit am Werkverzeichnis und das Resultat informieren.

Ab sofort kann man, allen Anfangsschwierigkeiten zum Trotz, über die ebenfalls erneuerte Homepage des OHN-Ateliers Zugang zum Verzeichnis erhalten und sich damit de facto durch das riesige Lebenswerk des Malers klicken. Die Arbeit an der verwendeten Software, die Aktualisierung der Homepage sowie die Programmierung und das Einstellen der Bilder haben die PC- und Software-Profis Christiane und Hans-Dieter Hein aus Anklam übernommen. Sie stellten dann auch per Beamer und Leinwand die komfortable Handhabbarkeit des Online-Verzeichnisses vor. Der Beifall war herzlich.

Für Franka Keil biete das neue Verzeichnis weitaus größere Möglichkeiten, sich unter geschichtlichen, geografischen und biographischen Aspekten dem Werk von Niemeyer Holstein zuzuwenden. Das gelte für Kunstfreunde wie für Wissenschaftler und Journalisten.

Für den anwesenden Christoph Niemeyer, Enkel des großen Malers, liegt das künstlerische Erbe seines Großvaters in Lüttenort und beim Freundeskreis in allerbesten Händen. Nichts erwecke hier „den Anschein, angestaubt zu sein“. Und jede neue Aktivität, wie jetzt die Digitalisierung des Werkverzeichnis, bedeute einen wertvollen Schub an Energie.

Fakten zum ONH-Kreis

Der Freundeskreis zählt zur Zeit 167 Mitglieder, die in ganz Deutschland zu Hause sind. 30 von ihnen waren am Mittwoch in Lüttenort anwesend.

Das 11. Internationale Pleinair muss aus finanziellen Erwägungen noch einmal verschoben werden. Laut Franka Keil, Chefin des Ateliers, soll es aber auf jeden Fall im nächsten Jahr ausgerichtet werden.

Nach der Feierstunde gab es am Mittwoch auch noch eine Sitzung des Freundeskreises und am Abend zudem ein Tango-Konzert.

Zu den Förderern des Werkverzeichnisses zählen unter anderem Sparkassenstiftungen, das Land MV und die Familie Prof. Günther Niemeyer.

Steffen Adler

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