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Wolgast-Krimi „Matthé“ erlebt seine Premiere im Club-Kino

Wolgast/Zinnowitz Wolgast-Krimi „Matthé“ erlebt seine Premiere im Club-Kino

Innerhalb von dreieinhalb Jahren entstand ein anspruchsvolles Filmprojekt, das die Zuschauer an bekannte Orte führt und an dem insgesamt 50 Personen beteiligt waren

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Dreh auf dem Traditionssegler „Victoria“ im Zecheriner Hafen.

Quelle: Fotos: Wasoti-Productions

Wolgast/Zinnowitz. Zwischen der Idee für den Film im Dezember 2012 und dessen Premiere liegen dreieinhalb Jahre. „Im wahren Filmgeschäft“, so gesteht Heiko Sommer ein, „wären wir als Produktionsfirma schon längst pleite.“ Die Macher des Kriminalfilms „Matthé“ folgten bei ihren anspruchsvollen Dreharbeiten aber nicht dem Gewinnstreben, sondern ihrem Spaß am Filmen. Nun ist der etwa einstündige Krimi fertig und der Aufwand für das Gelingen dieses jüngsten Filmprojekts der WaSoTi-Productions war derart gewaltig, dass Heiko Sommer den Schritt in die Öffentlichkeit wagt. Am 17. Juni flimmert „Matthé“ um 19.30 Uhr im Zinnowitzer Club-Kino erstmals über die Leinwand.

OZ-Bild

Innerhalb von dreieinhalb Jahren entstand ein anspruchsvolles Filmprojekt, das die Zuschauer an bekannte Orte führt und an dem insgesamt 50 Personen beteiligt waren

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Die traurige Geschichte des Kommissars Leon Matthé und seiner Jagd nach einem grausamen Mörder spielt am Peenestrom. „Die Hafenstadt Wolgast und die Landschaft drumherum sind für einen Krimi wie geschaffen“, findet Heiko Sommer, der Schauspieler, Regisseur und Verantwortlicher für Schnitt und Produktion in einer Person ist. Der 33-Jährige lebt heute in Ratzeburg in Schleswig-Holstein, wohnte aber früher eine Zeit lang in Wolgast. Schauspieler Ingolf Wagner (33) ist sogar gebürtiger Wolgaster, kennt sich also aus in der alten Herzogstadt.

Lokales Wissen war auch notwendig, um die passenden Drehorte für den Wolgast-Krimi auszuwählen. „Manche der Szenen entstanden am Stadthafen, im Hafen von Zecherin oder im Industriegelände“, berichtet Sommer. Auf der Suche nach einer filmtauglichen Polizeiwache fiel die Wahl auf das Amtsgericht sowie auf ein Büro der Verkehrswacht im Sportforum. „Wir tricksen eben ein bisschen, genauso wie das im Filmgeschäft üblich ist“, sagt Sommer. So tauchen im Zuge der Ermittlungen, die den Kommissar immer tiefer hinabführen zur dunklen Seite seiner eigenen Seele, vertraute Wolgaster Innenansichten auf, die „Matthé“ für Einheimische zu einem besonderen Erlebnis werden lassen.

Sommer, der das Drehbuch innerhalb nur eines Monats schrieb, räumt ein, dass durch den Einsatz zwar preiswerter, aber solider Aufnahmetechnik die Bildqualität nicht mit der der Filmfabrik Hollywood mithalten könne. Aber man habe das Mögliche aus dem zur Verfügung stehenden Equipment herausgeholt und das Hauptaugenmerk auf „den Aufbau der Charaktere und die philosophischen Hintergründe der Handlung“ gelegt, „um Denkanstöße zu geben“, erläutert der Regisseur.

Etwa 20 Darsteller sind in dem einstündigen Film zu erleben, wobei die Initiatoren auch hier auf Bekanntheitsgrad setzten. Weitere 30 Personen haben durch das Herrichten der Kulissen, den Einsatz in der Maske oder die Bereitstellung von Räumlichkeiten Anteil am Wolgast-Krimi. „Alles an diesem Film ist handgemacht – vom Verfassen des Drehbuchs bis zur Komposition eines eigenen Filmsoundtracks“, betont Heiko Sommer. Die Musik produzierte der Heidelberger Frank Tippmann.

Die gesamte Crew ist gespannt, wie viele Kinogänger die Premiere wohl nach Zinnowitz lockt, wo eingangs einige Erläuterungen zum Filmvorhaben gegeben werden. Bislang wagte sich Heiko Sommer, der sich mit Künstlernamen „Osredo“ nennt und im wahren Leben Lehrer für Englisch, Geografie, Biologie, Kunst und Musik an einer Ratzeburger Regionalschule ist, an Musikvideoclips und Motorrad- Filmdokus. „Wenn der Krimi ,Matthé’, der dem früheren Wolgaster Frauenarzt Max Matthé gewidmet ist, gut ankommt, sollen weitere Vorstellungen im Kino folgen.“

Premiere: 17. Juni, 19.30 Uhr

Tom Schröter

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