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Usedom Kurbetriebe in Swinemünde und Kolberg bald aus einer Hand?
Vorpommern Usedom Kurbetriebe in Swinemünde und Kolberg bald aus einer Hand?
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00:00 25.10.2016

Fusionieren die Kurbetriebe von Swinemünde und Kolberg? Diese Frage stellen sich die Mitarbeiter beider Unternehmen, nachdem sich herausstellte, dass eine Variante der Konsolidierung vor kurzem in Betracht gezogen wurde. Die lokalen Behörden von Westpommern leugnen jedoch, dass es solche Pläne geben soll. Sie versichern, dass die Kurbetriebe gut zu Recht kommen und sich weiter entwickeln sollten. Änderungen können jedoch nicht vermieden werden. Zu einer Sondersitzung über die Zukunft der Kurbetriebe kommt es am 2.November in Stettin. Vertreter beider Unternehmen sind eingeladen.

Die Sache begann mit der inoffiziellen Information über die Möglichkeit, eine Verbund zu gründen, der die Kurbetriebe in Swinemünde und Kolberg verwalten könnte. Eine Kanzlei in Stettin erhielt den Auftrag, solch eine Dokumentation zu bearbeiten. Danach heißt es, dass für die Berufung solch einer Zweckgemeinschaft zwei Jahre anberaumt sind. Damit es dazu kommen kann, müsste ein Beschluss in dieser Angelegenheit von der Verwaltung Westpommerns gefasst werden, die die Kurbetriebe verwaltet.

„Wir haben Angst um unsere Zukunft, bei einer Konsolidierung ist immer mit Entlassungen zu rechnen“, sagen Mitarbeiter der Betriebe.

Olgierd Geblewicz, Marschall der Woiwodschaft Westpommern, leugnete, dass es solche Pläne gibt. Seiner Meinung nach dauern Arbeiten an, die eine bestmögliche Nutzung des Potenzials beider Unternehmen in Zukunft bieten könnten. Er fügte hinzu, dass sich nach zahlreichen Investitionen die Kurbetriebe entwickeln, ein guter Arbeitgeber sind und gute finanzielle Ergebnisse haben.

„Die Nutzung des Potenzials beider Unternehmen ist eine Chance für neue Arbeitsplätze und auch für weitere Entwicklungsmöglichkeiten, nicht nur auf Grundlage des Nationalen Gesundheitsfonds, aber auch durch kommerziellen Aktivitäten“, versicherte Olgierd Geblewicz.

Es ist kein Geheimnis, dass nach einer Fusion beider Kurbetriebe einige Abteilungen verbunden werden könnten. Zum Beispiel Verwaltung, Sicherheit, Personal- und Gehaltsabrechnung. Ein weiterer Schritt wäre, die Krankenschwester über ein externes Unternehmen und die Behandlungsmitarbeiter in Form eines Ein-Mann-Unternehmens zu beschäftigen. Das würde Einsparungen bringen, aber sich auf der anderen Seite auch als riskant erweisen. Bei der aktuellen Situation auf dem Arbeitsmarkt, wo es an Spezialisten mangelt, müssen die Kurbetriebe damit rechnen, dass einige Mitarbeiter abwandern.

Eine entsprechende Erklärung zur Konsolidierung erwartet der Klubvorsitzende der Räte der Partei Recht und Gerechtigkeit in der Verwaltung von Westpommern und Berater des polnischen Präsidenten, Pawel Mucha. „Der Kurbetrieb in Kolberg ist ein riesiges Kapital – das größte in Polen“, sagte der PiS-Politiker.

Der Kurbetrieb Swinemünde, ähnlich wie in Kolberg, besitzt acht Sanatorien und verfügt über eine moderne, gut ausgestattete Behandlungsbasis mit breiter Palette von Behandlungen. Der Betrieb hat fast 550 eigene Betten, aber einige Kurgäste nutzen die Schlafmöglichkeiten in anderen Einrichtungen.

Radek Jagielski

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