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Usedom Kurdischer Rettungsarzt – auch am Geburtstag im Einsatz
Vorpommern Usedom Kurdischer Rettungsarzt – auch am Geburtstag im Einsatz
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00:01 08.09.2016
Akram Naasan mit seiner Ehefrau Salam und der achtjährigen Tochter Evin. Zu den Gratulanten gehörte auch der Usedomer Hausarzt und Stadtvertreter Dr. Norbert Köhler (r.). Quelle: Ingrid Nadler

Akram Naasan war es fast ein bisschen peinlich, dass sich sein Geburtstag am vergangenen Sonnabend in Usedom so schnell herumgesprochen hatte.

Der Rettungsmediziner mit kurdischen Wurzeln, der mit seiner Frau und den beiden Kindern seit langem in Kachlin lebt, war Teil eines Erste- Hilfe-Teams beim Reit-, Spring- und Dressurturnier auf den Peenewiesen. Dass er an diesem Tag exakt 60 Jahre alt wurde und somit sogar einen runden Geburtstag beging, erfuhr man nur von Salam. Seine Ehefrau hatte in einem der Verpflegungszelte eine Torte angeschnitten und Vorbeikommende herzlich zum Mitessen eingeladen.

Akram Naasan ist in Usedom kein Unbekannter. Er hat den Solidaritätstransport für Syrien organisiert, für den viele Insulaner in der Kleiderkammer des Usedomer Rathauses Sachen abgegeben hatten (die OZ berichtete). Im Frühsommer war der Lastzug außerdem mit diversen Hilfsgütern wie Feldbetten, Rollstühlen und medizinischen Geräten, unter anderem von der Bundeswehr, beladen worden. Wobei Mädchen und Jungen der Evangelischen Schule in Benz tatkräftig mitgeholfen hatten. Unter ihnen auch Akram Naasans achtjährige Tochter Evin. Die Kinder hatten zuvor an einem Spendenlauf teilgenommen und das „erlaufene“ Geld in die Transportkasse gegeben.

Der Arzt, der vor Jahren zu den Mitbegründern eines Internationalen Nothilfevereins gehörte, will im bevorstehenden Oktober persönlich nach Syrien fliegen, um die ordnungsgemäße Übergabe der Hilfsgüter zu kontrollieren. Im schrecklich umkämpften Aleppo harren noch immer Verwandte des Rettungsarztes aus.

Keine Frage, Akram Naasan hat den beschwerlichen Weg des Hilfstransporters die ganze Zeit über sehr aufmerksam verfolgt. „Während der Lastzug von Usedom bis in die Türkei nur eine Woche unterwegs war, hat er, unter anderem wegen des Ramadans, bis zur türkisch-irakischen Grenze sage und schreibe 19 Tage gebraucht. Im irakischen Dehuk warten die Helfer mit den dringend benötigten Hilfsgütern nun auf die Genehmigung, endlich die Grenze nach Syrien passieren zu dürfen“, berichtet Akram Naasan.

Ingrid Nadler

Ganz im Zeichen des Schulanfangs steht der Familiengottesdienst am Sonntag ab 11 Uhr in Heringsdorf.

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